Tag 5
An Tag 5 brachte uns Namal wieder zum Bahnhof in Kandy. Wir verabschiedeten uns und versprachen ihm wieder zu kommen.
Unser Zugticket buchten wir vorab online, da die Zugestrecke von Kandy nach Ella sehr beliebt und auch eine Touristenaktion ist. Die Tickets wurden am Abend vorher in unsere Unterkunft gebracht.Die Strecke von Kandy nach Ella geht ca. 6 Stunden und geht weiterhin durch das Hochland von Sri Lanka. Man fährt durch eine wunderschöne Landschaft, darunter viele Teeplantagen. Im Hochland von
Sri Lanka wird aber auch viel Gemüse angebaut. Die Menschen arbeiten hier noch auf den Feldern wie es meine Oma in ihrer Kindheit getan hat. Wir fuhren durch kleine Dörfer, durch den Dschungel, durch die vielen Plantagen. Menschen winkten uns zu, als wir an ihnen vorbei gefahren sind. Nicht nur den Menschen gaben wir unsere Aufmerksamkeit, sondern auch den Affen, die uns während der Fahrt immer wieder aufgefallen sind.
Je höher wir kamen, desto mehr veränderte sich die Landschaft und das Klima. Der Fahrtwind wurde immer frischer, die Temperaturen immer milder und die Bäume immer dunkler und Dichter. Plötzlich entdeckten wir Meterhohe Farne. Die Landschaft ähnelte immer mehr wie der in Neuseeland. Die höchstgelegene Station lag auf 1891m. Wir fuhren über Nuwara Elyia und stiegen letztendlich in Ella aus.Ella liegt auf ca. 1000m, das Wetter war sehr angenehm, die frische Luft tat sehr gut.
In Ella angekommen viel uns direkt eine andere Stimmung auf. Viel mehr Touristen, ganz andere Lokale und ein Hotel am anderen. Wir hatten uns eine Unterkunft ausgesucht, die etwas weg vom Trubel ist und waren darüber sehr glücklich.
Tag 6Am nächsten Tag wanderten wir auf den little Adam's peak und zur Nine Arches Bridge. Vom Adam's Peak hatten wir eine schöne Aussicht auf und um Ella und an der Brücke trafen wir auf eine kleine Bar, von der man eine schöne Aussicht auf die Brücke hatte. Als hätten wir es gewusst, kam gerade der Zug. Dieser tuckerte gemächlich über die Brücke, sodass wir tolle Bilder machen konnten.
Trotz der Höhe waren es am Tag an die 30 Grad und die Sonne bruzzelte vom Himmel. Gegen Abend kühlte es aber etwas ab.
Am Abend gingen wir in ein kleines, mal wieder sehr unscheinbares, Restaurant. Wo wir ein leckeres Curry, welches in einem Bananenblatt gebacken wurde, aßen.Wir lernen hier übrigens jeden Tag neue Dinge kennen, was die Einheimischen hier kochen und gerne essen. Das Curry fällt jedes Mal anders aus, je nachdem, was er gerade in der Küche gibt. Im Curry gestern gab es unter anderem rote Beete, Karotte, Jackfruit, Cassava (eine Wurzel, schmeckt etwas wie Kartoffel aber süßer) , Spinat, Bohnen und natürlich Reis. Was auch bei fast jedem Gericht dabei ist, ist Linsen Dhal und irgendetwas mit Kokosnuss.Der Besitzer gab uns Tipps, wie wir zu unserem nächsten Ziel Udawalawe kommen.
Tag 7
Nach dem Frühstück, es gab Kokosnuss Rotti, Obst, Milchreis und Ei, machten wir uns auf den Weg zur Bushaltestelle. Wir machten nochmal einen Abstecher bei dem Restaurant vom Abend davor und besorgten und ein paar Samosas für die Fahrt.Der Besitzer ging sogar mit uns zur Bushaltestelle und sorgte dafür, dass wir den richtigen Bus nehmen. Das war wirklich sehr nett von ihm.
Innerhalb von 2,5h sind wir an unserem Ziel angekommen. Google schätze die Reisezeit auf ca. das doppelte. Also könnt ihr euch vorstellen, was das für eine wilde Busfahrt war! Als Deutscher Autofahrer ist das eigentlich kaum auszuhalten. Als die Bremsen nach der kurvigen und steilen Straße rauchten, hilf nur eins, vertrauen und cool bleiben.
Wir mussten einmal umsteigen. Auch da waren die Einheimischen sehr bemüht, dass wir den richtigen Bus nehmen. Kaum steht man da, wird man gefragt, wohin man möchte und anschließend wird einem geholfen.Der Bus war zwar sehr voll, wir bekamen aber noch einen Platz. Trotzdem war es sehr kuschelig und auch wieder ein wilder Fahrstyle. Trotzdem haben die Busfahrten in Sri Lanka etwas cooles. Der Busfahrer heizt, die Leute werden noch während dem Fahren eingesammelt und nebenher wird die Landestypische Musik aufgedreht.
Und Mal ehrlich, habt ihr schon Mal auf einer stinknormalen Busfahrt Elefanten gesehen? Wir schon. Udawalawe liegt nämlich am Udawalawe Nationalpark, wo viele Elefanten leben. Wir hatten wirklich glück, dass wir schon welche während der Fahrt gesehen haben.
Nächtigen tun wir heute in einem schönen Camp mitten im Dschungel. Die Unterkunft heißt wild safari clay house. Hier trafen wir schon auf einige Warane und viele Vögel.Morgen machen wir eine 7 stündige Safari und schauen uns den Nationalpark genauer an. Wir hoffen darauf viele Tiere entdecken zu können.