Falsch abgebogen
Gestern wollten wir eigentlich noch die Vulkanhöhle Algar do Carvão besuchen, aber nachdem wir so pudelnass geworden sind, war uns die Lust vergangenen. Darum ist sie heu


Veröffentlicht: 22.07.2026
Die Nacht ist kurz, der Flieger geht um 9:55 Uhr, das heisst spätesten um 8:00 Uhr das Hotel zu verlassen. Nach 20 Minuten Autofahrt und weiteren 20 Minuten für die Autorückgabe, stehen wir in der Check-In-Schlange eines wirklich kleinen Flughafens und müssen sehen das sich unser Flug verspätet.
Mit einer 2 stündigen Verspätung besteigen wir die kleine Propellermaschine.
Die Jungs und Mädels hier am Flughafen sind echt fix, vom Ankunft bis Abflug nicht mal 30 Minuten. Unser Bordsteward sieht aus wie Bastian Pastewka.
Nach einer kurzen Sicherheitseinweisung geht unser 35 Minuten-Flug dann auch schon los.
Zeit für Getränke und Schnittchen bleiben da nicht.
Pfefferminztee-Geruch liegt in der Luft, das ist uns schon beim verlassen des Flugzeugs aufgefallen.
Unser Hotel Quinta dos Misterios liegt genau 1 Autominute entfernt, direkt an der Landebahn.
Ein altes Haus erbaut vor über 300 Jahren. Liebevoll von der Besitzerin restauriert und mit viel Charm und Liebe eingerichtet. Gleich zu Beginn bekommen wir eine Haus-/Museeumsführung.
Früher war dort, wo jetzt das Gemeinschaftswohnzimmer ist, der Viehstall mit einer angrenzenden viehbetriebenen Kornmühle.
Auch wurde hier früher Wein hergestellt, das belegen die Gerätschaften in einem weiteren Zimmer. In der alten Küche ist nur der alte Herd einem neuen moderner gewichen. Hier wirbelt die Hausherrin herum und bereitet Frühstück zu.
Ein Blick in den riesigen Garten mit eigenen Hühnern die die Eier fürs Frühstück liefern, runden die Führung ab.
Und ich ahnte schon als ich das erste mal die viel zu hohen Stufen erklimmen musste, das wir bestimmt ganz oben wohnen werden und es keinen Aufzug gibt.
Ich sollte Lotto spielen- denn der Tipp war genau richtig. Alle Zimmer liegen im ersten Stock nur unseres liegt im 2. - jippi.
Uns erwartet ein Zimmer mit Himmelbett, dem einzigen Balkon (wenn man 30 cm Tiefe als Balkon bezeichnen kann) und ein 140 cm Eindecken-Bett,
mit besten Blick auf den Pico - der höchste Berg der Azoren auf der gleichnamigen Insel.
Keine Klimaanlage, keine Minibar, kein Fernseher. Weg mit dem neumodischen Krams - zurück zu gemeinsamen Abenden mit Spielen, Gesang und Unterhaltung. Schade nur dass die anderen Gäste das nicht mitbekommen haben. Wir haben stundenlang im Wohnzimmer gewartet, aber keiner ist gekommen 😢. So ist das halt mit den Touris heutzutage.
Ja wo sind wir hier eigentlich? - Auf der Insel São Jorge
Fakten: São Jorge i54 Kilometer lang und 6 Kilometer breit. Die Insel wurde erstmals 1439 vom portugiesischen Entdecker Diogo de Silves entdeckt. Die Insel hat etwa 9.000 Einwohner und die charmante Stadt Velas dient als Hauptstadt.
Heute machen wir außer Mittagsschlaf, Einkaufen und Essen nix mehr. Montags haben hier viele Restaurants geschlossen, darum sind die offen auch gut gefüllt, aber wir haben Glück im Tasca dos Sabores
noch ein Plätzchen zu bekommen. Das Essen war sehr lecker und preislich normal wie überall.
