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Pueblo - Indianer

Veröffentlicht: 01.05.2018

Von Albuquerque fuhren wir weiter nach Nordwesten. Ziel war der Mesa Verde National Park. Auf dem Weg dorthin liegt zunächst der Chaco Canyon. Dieser war zwischen 850 und 1250 ein Zentrum der Pueblo-Kultur und repräsentiert einen wichtigen Teil des Kulturerbes Amerikas. Er ist ein Teil des heiligen Landes der Pueblo-Indianer New Mexicos und der Hopi Arizonas. Mit großen Pueblos und verschiedenen weiteren Bauten war er mehrere Jahrhunderte lang Mittelpunkt einer besonderen Ausprägung der Anasazi-Kultur, die man als Chaco-Canyon-Kultur bezeichnen kann. Wir haben ihn trotzdem nicht angeschaut, da die Straße dorthin in einem ziemlich schlechten Zustand war und wir das uns und unserem Camper nicht antun wollten.

Etwas weiter nördlich, an der Grenze zu Colorado, befinden sich die Azteken-Ruinen. Hier hielten wir an und sahen uns das Museum, einen informativen Film sowie die Ruinen selbst an. Schnell haben wir gelernt, dass die Azteken, trotz des Namens, damit gar nichts zu tun haben. Vielmehr haben die spanischen Forscher und Entdecker, die aus Mittelamerika kamen, viele solcher Ausgrabungen einfach so benannt. Also heißen diese hier immer noch so. Der Film war insofern sehr interessant, dass eine Hopi-Indianerin zu Wort kam. Sie ärgerte sich vor allem über die Archäologen, die sich Dinge ausdenken bzw. Sachen hinein interpretieren oder gar zu Rätseln machen (Warum siedelte man genau dort und warum verließ man die Stätte einfach wieder?), die aus ihrer Sicht gar keine sind. Für die Hopi gibt es keine Rätsel, es ist alles glasklar. Der spirituelle Weg war und ist einfach so und führt das Volk immer wieder zu anderen Plätzen, wenn die Zeit dazu gekommen ist.

Die dritte und wohl bekannteste Pueblo-Siedlung ist Mesa Verde im Bundesstaat Colorado. Der Park schützt rund 4000 archäologische Stätten, insbesondere die erst Ende des 19. Jahrhunderts vollständig erforschten, gut erhaltenen Felsbehausungen vorkolumbischer Anasazi-Stämme. Die Region von Mesa Verde war zwischen ungefähr 600 und 1300 n. Chr. besiedelt. Wir quartierten uns auf dem Campingplatz direkt im Nationalpark ein und beobachten seltene Vögel und Rehe, während wir mit unserem Kaffee auf unseren Campingstühlen in der Sonne saßen. Die Attraktion von Mesa Verde bilden die rund 600 Felsbehausungen. Man kann sie von Aussichtspunkten gut sehen. Näher ran sind wir aber nicht, da dies nur mit Touren möglich ist und wir beide keinen gesteigerten Wert darauf legten, durch schmale Höhlen zu krabbeln oder 10 Meter hohe freistehende Holzleitern hoch-und wieder runter zu klettern. Uns reichten die Aussichtspunkte vollkommen.

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