sabbatical-sylvia-und-dirk

Kalender:

17.01.2022 – 27.01.2022
Blue Latitude Garden Suite, Long Bay, West End, BVI

17.01.2022
Flug St. Martin - British Virgin Islands, Tortola, Mietwagen

18.01.2022
Rundfahrt Westen Tortola, Road Town, Smuggler's Cove beach

19.01.2022
Cane Garden Bay

20.01.2022
East End Tortola, Unfall


Erwähnenswertes:

Für die British Virgin Islands (BVI, Tortola) benötigten wir wiederum einen COVID-Test, der bei der Einreise maximal 48 Stunden alt ist. Wir flogen Montagmittags ab (17.01.2022, 12:30), alle Apotheken (die Covid Tests durchführen) schliessen in St. Martin bereits am Samstagmittag. Am Flughafen fanden wir jedoch ein Testzentrum, das auch am Sonntag geöffnet ist. Auf das Resultat kann gleich vor Ort gewartet werden, dieses liegt nach einer Viertelstunde vor. Beide wieder negativ, erleichtert waren nicht nur wir, sondern auch unser Portemonnaie (um 220 Dollar)...

Nach den Tests relaxten wir am Sonntag den Rest des Tages am Pool. Robert und Bernadette, unsere Appartement Nachbarn aus der Normandie, anerboten sich, uns am Montag zum Flughafen zu fahren, wir haben ihnen dafür unsere übrig gebliebenen Lebensmittel und 2 Flaschen Wein geschenkt. Robert folgte uns dann zum Scooterverleih und fuhr uns anschliessend zum Juliana Departure Terminal. Vive la France!

Um 12:30 hoben wir mit der kleinen Propellermaschine der Winair ab. Der Pilot vollzog beim Abheben einen mit Handzeichen vor angekündigten perfekten Wheelie, bestimmt hat er das vorher auf dem Motorrad geübt. Das Flugzeug hatte lediglich 29 Sitzplätze, wir waren aber nur 7 Passagiere plus Pilot und Copilot; wenn der Flieger voll besetzt ist wird’s wohl richtig eng, aber so hatte jeder Passagier eine ganze Sitzreihe für sich. Der Durchgang zum Cockpit war offen. Wir konnten während dem Flug also den beiden Piloten zusehen und auch die tolle Aussicht geniessen. Kaum waren wir gestartet, begann auch schon wieder der Sinkflug zum Terrence B. Lettsome airport auf Beef island (Flugdauer 40 Minuten).

Die Einreise in die BVI verlief strukturiert und effizient. Allerdings sind die Autovermietungen am Flughafen Corona bedingt geschlossen und niemand von Hertz (Vermieter) war bei unserer Ankunft anwesend. Vor dem Terminal hingen ein paar gelangweilte Taxifahrer herum. Nachdem wir vergeblich versucht hatten, telefonisch Hertz zu erreichen (es nahm einfach niemand bei der angegebenen Nummer ab), kontaktierten die Taxifahrer Hertz irgendwie über eine andere Nummer und teilten uns mit, ein Agent komme in ca. einer halben Stunde…

Tatsächlich tauchte dieser dann erst nach ca. 40 Minuten auf und wir konnten endlich unseren Jeep übernehmen. Auf Tortola gilt übrigens Linksverkehr, das ist gewöhnungsbedürftig, vor allem beim Rechtsabbiegen. Unlogisch ist zudem, dass die meisten Wagen trotzdem linksgesteuert sind (so auch unser Jeep).

Unsere Unterkunft, die Blue Latitude Garden Suite, liegt ganz im Westen der Insel. Wir durchquerten auf dem Weg dorthin also bereits ganz Tortola, wobei die Fahrt für die rund 25 km insgesamt rund 45 Minuten dauerte. Pinky, die Vermieterin, erwartete uns vor dem Tropical Fusion Restaurant in der Nähe der Unterkunft. Nach kurzer Begrüssung sollten wir ihr mit unserem Jeep zur Unterkunft folgen. Als ich den Anlasser betätigte, herrschte totale Stille, nichts rührte sich. Pinky öffnete die Motorhaube unsers Jeeps, rüttelte an der Batterie herum und siehe da, der Jeep sprang sofort wieder an. Zum Glück war sie dabei, so wussten wir von nun an, wie der Wagen wieder gestartet werden kann. Zudem haben wir hier später noch etwas mit etwas WD-40 nachgeholfen.

Nachdem wir uns in unserem Appartement eingerichtet hatten, fuhren wir noch zum nächsten Lebensmittelgeschäft und deckten uns mit Vorräten für die kommenden Tage ein. Abends waren wir zu faul zum Kochen, wir liessen uns lieber im Tropical Fusion verwöhnen, das Essen dort ist übrigens vorzüglich. Unser Appartement ist schon etwas in die Jahre gekommen und überladen eingerichtet, englischer Stil halt, das liegt uns nicht so. Aber immerhin werden wir mit einer riesigen Terrasse und toller Aussicht mit tiefem Meeresrauschen und inkl. Grill verwöhnt, wir halten uns ja ausser zum Schlafen eh immer draussen auf. Also passt das.

Am zweiten Tag erkundeten wir die westliche Seite bis hin nach Road Town, der Hauptstadt Tortolas. In der Nähe unseres Appartements kamen wir in einem kleinen Dorf am little Carrot bay vorbei. Nach einer Kurve blieb mir fast das Herz stehen. Vor uns ragte unverkennbar einmalig ein riesiger Uru in die Höhe. Wir waren also auf unserer Suche tatsächlich fündig geworden und haben damit die Nachfahren der tahitianischen Urus tatsächlich in der Karibik wiedergefunden, das löste allerdings schon fast wieder etwas Fernweh nach Tahiti bei uns aus. 

Uru
Uru

Abschliessendes Fazit:

 

Tortola ist wie Tahiti sehr gebirgig. Im Gegensatz zu Tahiti wird hier aber bis hoch in und über die Berge gebaut, die Strassenführung verläuft dabei grundsätzlich immer geradeaus, entsprechend sind hier Neigungen bis zu 30 Prozent keine Seltenheit. Im westlichen Teil der Insel sind die Strassen auch grösstenteils nicht mehr asphaltiert. Wir haben daher beschlossen, hier keine Scooter zu mieten und fahren stattdessen lieber mit dem Jeep. Zudem müssen wir uns so auch nicht um den Transfer zum Flughafen kümmern, da wir den Jeep am 28.01.2022 direkt dort wieder abgeben können.

Auf Tortola halten sich nur wenige Touristen über längere Zeit auf, ganz anders als in Aruba oder St. Martin. Der Grossteil der Touristen kommt mit den Kreuzfahrtschiffen in Road Town an; diese werden dann im Rahmen von Tagesausflügen in offenen Touristenbussen um die Insel gekarrt. Wer also die Einsamkeit in der Karibik sucht, wird hier in Tortola definitiv fündig. Insgesamt strahlt Tortola eine gewisse Mystik aus, die Einheimischen sind zudem sehr authentisch und freundlich.

Auch in Tortola hat Irma ihre Spuren hinterlassen. Die meisten Häuser wurden allerdings bereits wieder neu aufgebaut. Grössere Hotelkomplexe gibt’s hier nicht, nur einige wenige kleinere Appartementanlagen. Wirklich sympathisch!

Am 20.01.2022 erkundeten wir den Osten Tortolas. Dorthin führen wie überall auf Tortola steile und schmale Bergstrassen. Offenbar war wieder einer dieser schwimmenden Brutkästen angekommen. Uns kamen mehrere der aufgemotzten und überbreiten Touristenbusse entgegen. Und dann passierte es: Ein rücksichtsloser Fahrer eines dieser fahrenden Ungetüme wollte wohl seine Passagiere besonders beeindrucken und bretterte uns mit überhöhter Geschwindigkeit die Kurven schneidend entgegen. Beim Kreuzen rasierte er uns doch glatt unseren rechten Aussenspiegel ab. Es gab einen lauten Knall und Scherben flogen ins Innere unseres Jeeps. Zum Glück wurden wir nicht verletzt. Der Bus und auch wir hielten an, der ganze geistig behinderte Touristenmob solidarisierte sich selbstverständlich mit dem arroganten Busfahrer und hielt lauthals fest, wir seien zu weit rechts gefahren. Wir haben darauf insistiert, dass die Polizei vorbei kommt, der Busfahrer hatte aber offenbar keine Lust dazu und ergriff die Flucht. Sylvia wollte ihn noch fotografieren, er weigerte sich jedoch standhaft, an einem vertieften Foto-Shooting teilzunehmen..

Ausser dem abgebrochenen zerstörten Aussenspiegel hatte unser Jeep keine weitergehenden Schäden. So fuhren wir nach Erkundung der Ostseite Tortolas nach RoadTown und fanden dort prompt eine Suzuki Vertretung (natürlich dank Google Maps). Der neue Aussenspiegel kostete uns 190$, das können wir verkraften, Covid Tests sind teurer. Als Supplement reparierte der Mechaniker auch gleich noch die Batterie, toller Service! Allerdings haben die Aussenspiegel unseres Jeeps nun unterschiedliche Farben, mal gespannt, ob der Vermieter bei der Rückgabe des Wagens etwas merkt.

Liebe Grüsse!

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