Indien • Agrar / Taj Mahal
Auf der Weiterreise gen Westen, haben wir noch einen Stopp beim Taj Mahal eingelegt. In Joeys Hostel haben wir einen wundervollen Ort mit Sicht auf das Taj gefunden. Menschen...


Veröffentlicht: 17.01.2024



















































Liebe Alle!
Es gibt wieder Expeditionen. Die gab es auch vorher, doch hat mir die Muse u Zeit dafür gefehlt, diese zu digitalisieren.
Meine Spiegelreflexkamera hat leider eine technisch bedingte Zwangspause eingelegt und mein treuer Begleiter Mahin der mit mir die letzten 12,5 Jahre umhergetingelt ist, ist auf unbekannte Reise gegangen -RIP tollster Hund der Welt.
Die zwei Dinge haben zur Folge dass ich nun noch leichter mit Gepäck reise kann, da 2kg Kamera und Zubehör fehlen und dadurch dass Mahin nicht mehr auf der Erde ist, ich keine Verantwortung außer für mich habe und ich mich wieder auf Fernreisen trauen kann ohne ihn in Berlin oder Freiburg unterbringen zu müssen.
Bei Neugierde unserer vorherigen Erlebnisse kann der Expeditionsblog 2018-2020 unter www.vakantio.de/lomv aufgerufen werden.
Ich habe mich daher spontan entschieden mit meinen zwei lieben Freunden Chrishn u Janis auf 4 wöchige Expedition nach Indien zu gehen. Wir werden zusammen Dehli, Agra mit dem Taj Mahal, Ranthambore National Park, Jaipur, Jodhpur, Jaisalmer, Vagator in Goa und Mumbai erkunden.
Nun zu unseren ersten Reiseetappe: Dehli! Habe noch nie eine so krasse Stadt erlebt - nun aber erst zu den harten Fakten: Dehli wächst unglaublich schnell, sodass die großen Städte um Dehli inzwischen mit Dehli laut Satellitenbild verschmolzen sind u somit auf 25 Millionen Menschen kommt.
Dehli ist nach Tokio die zweitgrößte Stadt auf dem Planet Erde. Indien hat erst kürzlich China mit seiner Einwohner:innenzahl abgelöst und ist somit das Land mit den meisten Einwohner:innen auf der Erde - fast 1,5 Milliarden Menschen leben auf diesem Subkontinent-Tendenz stark steigend. Amtssprache Hindi und Englisch und die Luftverschmutzung ist enorm hoch mit 500 Mikrogramm. In Deutschland ist der Grenzwert 50 Mikrogramm- Stuttgart hat den zb gestern mit 66 Mikrogramm überschritten. Im Flughafen in Dehli ist der Smog im Gebäude zu sehen gewesen.
Wir hatten 2 Tage in der Stadt und ich war super reizüberflutet. Die Menschen sind kontaktfreudig u neugierig. Die männlich gelesenen Menschen sind deutlich in der Überzahl u im alltäglichen und öffentlichen Leben sind diese anzutreffen. Damit meine ich, dass wir als Tourist:innen bis jetzt nur mit Männern in Kontakt gekommen sind. Frauen scheinen sich um die Betreuung der Kinder zu kümmern, bei der Feld- u tw. bei der Straßenarbeiten haben wir sie gesehen. Ebenso gibt es Unterschiede zu Stadt u Land. Die Extreme zwischen Arm und Reich ist in der Stadt deutlich zu sehen u schwer anzusehen sind bettelnde Kinder u Familien die auf der Straße leben müssen.
Tuktuks, Autos u Busse leisten sich dauerhaft Hup-Konzerte in der Stadt, somit ist es ein unfassbares organisiertes Chaos auf der Straße. Jeder einzelne Hupe regelt den Verkehr. Es soll wohl verschieden lange und im Intervall unterschiedlich Hup-Aufforderungen geben, die den anderen Verkehrsteilnehmer das Vorhaben jedes Einzelnen deutlich machen- es funktioniert. Für das geordnete Mittel-europäische Verständnis schwer zu verstehen. Auch auffallend, auf jedenfall im Verhältnis zu Berlin: keiner meckert, keiner schreit, keine Schimpfwörter, alle „stecken gern mal zurück“ im Verkehr u lassen anderen Vorrang.
Die Affenart Makake ist in Neu-Dehli im Stadtbild fest integriert, da sie aus neu bebauten Vierteln die vorher Wälder waren verdrängt worden sind. Da sehr viele Tierarten in Indien heilig sind, werden sie tw. eingefangen und im Umland wieder ausgesetzt. Straßenhunde gibts auch, jedoch gut genährt u nicht misshandelt, wie in Teilen Süd- und Osteuropas. Viele Tiere stehen für indische Gottheiten. Wir haben eine Geschichte gehört, die besagt das ein Polizist ausversehen eine Kuh tot gefahren hat (auch heilig) und von den Dorfbewohner:innen daraufhin nieder geschlagen worden ist.
Bilder von Janis und mir.
