Heute im Angebot: der Grampians Nationalpark in Victoria
Wir verlassen den Bundesstaat South Australia, der merkwürdigerweise die Uhr eine halbe Stunde zurückstellt in Richtung Victoria, in dem man diesen Quatsch nicht mitmacht und...


Veröffentlicht: 10.12.2024






















Wir machen uns auf zu unserer Unterkunft, der Kookaburra Motel Lodge in Halls Gap. Empfohlen im Internet, weil man hier von der Veranda aus verschiedene Tier live erleben kann. Ganz wichtig, dazu gehören auch Kängurus. Also, nichts wie hin …
Die Lodge ist zwar etwas old-fashioned aber sauber und das ist für uns das Wichtigste. Wir beziehen unser Zimmer mit Blick in den Vorgarten und einer kleinen Sitzgelegenheit, um das Spektakel bequem vom Gartenstuhl aus betrachten zu können.
Kaum angekommen, sitzt auch schon ein Kookaburra an der Trinkstelle im Garten. Der Vogel wird auch „lachender Hans“ genannt. Er macht tatsächlich lachende Geräusche und die auch nicht gerade leise … Er sieht schön aus, hat er doch auch ein Verwandschaftsverhältnis mit dem Eisvogel, der ein wenig kleiner ist. Und auch ein schönes Gefieder hat.
Dazu gesellt sich dann ein Kakadu, der sehr zutraulich ist und sich tatsächlich erlaubt, sich direkt vor uns zu setzen und zu beobachten. Wir hatten in der Zwischenzeit unsere Plätzchen ausgepackt und gegessen, das hatte der Kakadu auch mitbekommen und kam immer näher und traute sich dann die leere Plätzchenpackung mit dem Schnabel zu packen und wollte damit fortfliegen. Aber nicht mit uns! Wir haben die Verpackung festgehalten und somit hatte er Pech gehabt, wobei die Packung ja sowieso leer war.
Wir sitzen draußen und betrachten das Treiben. Einen unbeschreiblichen Krach machen die Nasenkakadus, die zu dutzenden im Baum vor der Lodge sitzen und immer wieder mal hin und her fliegen …
Plötzlich, ein ohrenbetäubender Lärm und die gesamte Vogelschar formiert sich zum Abflug mit einer Ehrenrunde über dem Haus und Baum. Es war eine Szene wie in Hitchcocks „Die Vögel“ … ein Gekreise und Geschwirre … Das waren mehrere Hundert der Nasenkakadus, die da die Luft aufwirbelten, um dann auf einem Baum unweit des verlassenen Baumes sich wieder niederzulassen. Der Umzug brachte aber auch ein wenig mehr Ruhe in unseren Vorgarten.
Uns wurde von einer Nachbarin erzählt, dass in der Abenddämmerung und im Morgengrauen die Kängurus sich ganz in der Nähe versammeln, zum Teil auf der Wiese vor der Lodge grasen.
Wir duschen und machen unser Marmeladenbrot, um bereit zu sein, wenn es losgeht …
Gegen 19 Uhr drehen wir eine Runde entlang der Straße und finden fünfzig Meter weiter die ersten grasenden Kängurus. Wir können ziemlich nah an sie heran, um zu filmen und zu fotografieren. Sie sind Fremde sicher gewöhnt, denn sie hatten keine Scheu vor uns.
Wir haben insgesamt 13 Kängurus am Ende gezählt, die auf einer Wiese grasten. Das war auch ein ähnlich schönes Erlebnis wie die Koalas.
Wir sind gespannt, ob die morgens auch so zutraulich sind. Wir werden es sehen.
