Planung läuft
Es ist schon ein unglaubliches Gefühl wenn man im Skytrain sitzt und die amerikanisch aussehenden Straßen mit den vielen Stromleitungen und bunt zusammengewürfelten Häuschen...

Veröffentlicht: 14.09.2017
Und viel schneller als man gucken kann ist man plötzlich einfach schon mitten drin. Die ersten Kurse der Organisation sind vorbei und man ist in wenigen Stunden völlig auf sich allein gestellt. Während der Seminare hat man viele hilfreiche Tipps bekommen aber trotzdem fühlt man sich alles andere als vorbereitet. Meine erste großartige Bekanntschaft (Tessa) und ich haben für eine ganze Menge Geld gleich noch eine weitere Nacht im zentral gelegenen Hostel gebucht und stehen so nicht wie alle anderen ab morgen auf der Straße. Trotzdem dreht sich einfach alles darum "Wo sollen wir schlafen?". Die couchsurfing accounts sind erstellt und ausgefüllt und die ersten Gastgeber hier in Vancouver angeschrieben. Jetzt heißt es Daumen drücken und auf eine schnelle und vor allem positive Antwort hoffen. Aber auch einen Plan B überlegen. Naja, den gibt es bisher noch nicht. Auch über den ersten Job muss man sich so langsam Gedanken machen, wenn man einen Blick auf seine Ausgaben wirft. Ich habe wie viele andere auch beschlossen erst einmal in Vancouver zu bleiben, da es hier ziemlich einfach ist an Jobs zu kommen. Mein Plan ist es aber in spätestens 6 Wochen weiter zu reisen. Aber Pläne andern sich hier sowieso andauernd, ich werde mich also einfach ein wenig treiben lassen und schauen was passiert und wohin mich mein Weg führt. Zu meinen ersten Eindrücken hier kann ich nur sagen, dass Vancouver unglaublich schön ist, super viel zu bieten hat und einfach unglaublich vielseitig ist. Das Flair der Stadt ist einfach freundlich, offen, locker und fröhlich, gleichermaßen geprägt von erstaunlich guter Straßenmusik und dröhnenden Sirenen. Auf jeden Fall ist es alles andere als europäisch. Gestern Abend haben wir in einer Kneipe gegessen, in der plötzlich getanzt, gesungen und Luftguitare gespielt wurde. Wir Deutschen konnten unseren Augen kaum trauen.
Der einzige Nachteil hier: mit meinen 18 Jahren bin ich noch immer nicht volljährig, darf also kein Bier trinken, viele Clubs und Bars nicht betreten, keinen Handyvertrag abschließen und und und ...
Ich lasse jetzt den Rest der Woche auf mich zukommen, lasse mich durch die Großstadt treiben und melde mich wieder bei euch wenn ich weiß, wie es weiter geht. Gute Nacht ihr Lieben =)