Glücklich und traurig zugleich
Die letzten 2/3 Wochen in der Lodge waren noch einmal richtig schön. Ich habe alles langsam ausklingen lassen und meine letzten kleinen Aufgaben fertig gemacht. Vor allem

Veröffentlicht: 01.09.2025
Nach San José war mein erster Halt auf meiner Reise ein kleiner Ort namens Puerto Viejo. In der Vergangenheit kamen viele afrokaribische Menschen aus Jamaika hierher um beim Bau der Eisenbahn zu helfen. Bis heute leben noch viele Nachfahren in Puerto Viejo, was den Ort sehr besonders macht wenn man es mit dem „normalen Costa Rica“ vergleicht. Es ist nicht das typische Costa Rica was man so kennt, sondern ein interessanter Mix aus verschiedener Kulturen, die hier aufeinandertreffen. Durch den afrokaribischen Einfluss ist beispielsweise auch das Essen anders, und insgesamt ist hier einfach eine ganz andere Atmosphäre. Für mich fühlte es sich oft so an als wäre ich auf einer kleinen thailändischen Insel.
Zufällig war ich genau zu einer Zeit dort, in der der Ort besonders voll war. Es wurde der „Día del Negro“ gefeiert. Das ist ein Feiertag, der an die „First International Convention for Blacks“ erinnert. Dementsprechend war die Stimmung hier mega und überall wurde gefeiert. Den ersten richtigen Abend war ich mit ein paar Leuten aus dem Hostel unterwegs, nachdem ich tagsüber den Ort und die Strände erkundet hatte. Der Abend war wirklich echt lustig, und es tat gut mal wieder zu tanzen und auf einer Party zu sein. Am nächsten Tag musste ich erst einmal lange ausschlafen. Ich war nämlich ziemlich spät im Bett und hatte auch ordentlich einen sitzen :D
Trotzdem wurde ich an dem Tag noch aktiv. Für ein paar Dollar habe ich mir ein Fahrrad gemietet und bin damit bis ans Ende der Hauptstraße gefahren. Diese führt bis nach „Manzanillo“ - ein deutlich kleinerer und ruhigerer Ort. Auf dem Weg dorthin waren echt tolle Strände, die nochmal ein wenig anders waren als die direkt in Puerto Viejo. Es war unglaublich entspannend mit dem Fahrrad einfach rumzugurken und alles um einen herum zu beobachten. Ich bin sogar gar nicht mal so wenig gefahren. Insgesamt knapp 30 Kilometer. Den Abend ließ ich dann noch ruhig ausklingen, weil ich von den letzten beiden Tagen ziemlich müde war und am nächsten Morgen um 6:00 Uhr meinen Transfer nach Tortuguero nehmen musste.
