Videodreh & Schreckmoment
Die letzten zwei Wochen waren ziemlich cool, da wir einen jungen Fotografen und Umweltschützer aus Florida zu Besuch hatten, der sich stark für den Schutz der Everglades...

Veröffentlicht: 11.08.2025
Die Zeit hier in der Lodge neigt sich langsam dem Ende zu. Genauer gesagt sind es nur noch drei Wochen bevor ich hier den Ort verlasse um noch ein wenig zu reisen. Es ist wirklich krass wenn ich darüber nachdenke wie schnell die Zeit hier vergangen ist. Eine ausführliche Reflexion und weitere Gedanken dazu werde ich im nächsten Blogeintrag genauer schreiben.
In den letzten Tagen hatte ich ein letztes Mal frei und konnte neben einer Pause auch endlich meine Assignments für die Uni fertigstellen. Jetzt muss ich sie nur noch abgeben und bewerten lassen, dann kann ich mich exmatrikulieren und bin zum 31. August (pünktlich zum Ende des Studienjahres) fertig.
In den letzten Wochen bin ich auch viel spazieren gegangen und habe ein bisschen mehr Cardio in meinen Alltag integriert. Viele Optionen gibt es hier nicht. Laufen gehen wäre optimal, ist aber leider nicht möglich. Das Beste was ich für mich herausgefunden habe, ist auf den Trails die steilen Abschnitte möglichst schnell hoch- und runterzugehen. So kann ich meinen Körper wenigstens ein bisschen fordern. Dabei hatte ich einmal eine echt schöne Begegnung mit einem Nasenbären: Er war noch nicht ausgewachsen, relativ klein, und kletterte nur einen Meter von mir entfernt. Er ließ sich überhaupt nicht von meiner Anwesenheit stören. Genau das ist das Faszinierende an diesem Ort … Die Tiere fühlen sich hier sicher.
Letzte Woche habe ich außerdem zum ersten (!) Mal seit meiner Ankunft hier gekocht. Vorher hatte sich einfach nie die Gelegenheit ergeben. An einem freien Tag ohne Gäste habe ich dann in der Restaurantküche für Lana und mich etwas Simples zubereitet. Es tat so gut, endlich mal wieder etwas Selbstgekochtes zu essen.
Eine weitere schöne Abwechslung war ein Ausflug letztes Wochenende nach Puerto Jiménez mit Lana und drei ihrer Freunde (einen davon kannte ich bereits). Dort fand auf dem großen Fußballplatz ein kleines Fest statt, bei dem Essen und andere Dinge verkauft wurden, Künstler auftraten und vor allem vieeelll Musik gespielt wurde. Am Morgen konnte man sogar selbst kreativ werden. Wir trommelten zusammen mit etwa 40 anderen Leuten und spielten verschiedene Schlaginstrumente, und haben gemeinsam einfach einen coolen Jam gestartet :D da fehlte mir dann auch wenig mein Saxophon zu Hause worauf ich mich auch schon freue wieder zu spielen. Achja, und es war auch echt lustig, da ich glaube, dass ich den ganzen Tag keinen anderen Ausländer gesehen habe. Somit habe ich mich noch mehr sehr in die costa-ricanische Kultur eingetaucht gefühlt. Es war ein toller, kleiner Trip und hat mir definitiv viel Abwechslung zu meinem sonstigen Alltag gebracht. Ich freu mich auf die letzten 3 Wochen hier in der Lodge und werde es noch in vollen Zügen genießen. :)