Tag 3 in London
Neue Kunst

Veröffentlicht: 15.10.2025






















































9:00 Heute haben wir es früh-isch aus dem Bett geschafft und belohnen uns mit einem besonders fulminanten Frühstück. Den Rest des Tages gibt es trocken Brot!
11:00 British Museum Baby! Kultur, Geschichte, Weisheit... in Wahrheit viel zu viele Menschen, das durchschnittliche Alter aller Besucher beträgt zZt vmtl. 10 Jahre 😵💫
Wir flüchten uns nach gerade mal 1 Stunde wieder auf die Straße und versuchen es im einem anderen Museum. Diesmal steuern wir das Victoria & Albert an, das größte Museum weltweit für angewandte Kunst. Als erstes nutzen wir den großen Innenhof, um uns von den gerade erlebten Menschenmassen zu erholen.
Das Museum ist fantastisch, wieder kommen wir aus dem Staunen, was Menschen erschaffen können, nicht raus. Besonders beeindruckt sind wir von dem Cast Court, ein Bereich, der Gipsabdrücke berühmter Bauwerke, Skulpturen, Fassaden etc ausstellt. Besonders beeindruckend ist die Kopie der 40m hohen Trajansäule, deren Original in Rom steht. Da die Säule für die 4-stöckige Halle immer noch zu groß ist, wird sie in zwei Hälften dargestellt.
Auch das Innere der Säule kann betreten werden. Im Original führt eine geschickt eingelassene Wendeltreppe hinauf.
Die Reise durchs Museum führt uns vorbei an meisterhaft gemeisselten Skulpturen, Eisenkonstrukten, die das Metall fein und lebendig wirken lassen, einer Ausstellung über Architektur voll von detailgetreuen Modellen, Glasbläserei, bei der mir schleierhaft ist, wie diese feinsten Werke die Zeit überdauert haben...
Das trockene Brötchen ist schon längst verspeist, auch die Maiswaffeln, die ich mir in einem Supermarkt besorgt habe, halten nicht lange vor und auch das Eiersandwich aus selbigem Markt dämpft nur den gröbsten Hunger. Kurz wandern wir durch Harrod's Foodcourt, heizen unserem Appetit noch ein letztes Mal ordentlich ein, bevor wir uns bei Pret ein Fertig-Sandwich und einen klitzekleinen Schoko Mousse holen.
Wir fahren wieder Richtung Bett, eine Reise, die heute etwas länger als sonst dauert, da wir uns etappenweise immer weiter davon entfernt haben. Und da wir immer noch nicht genug von Museen haben, machen wir noch einen Zwischenhalt im Nordosten Londons, wo ein Museum für Kurioses sein Unwesen treibt.
Die Reise führt uns an den Rand Londons, und nach einem kurzen Spaziergang von der Station zur von Google erwähnten Location stehen wir vor einer düster aussehende Bar. Nach ein wenig unsicherem Rätseln betreten wir die Bar, rockige Musik, ein Gothie-Mädel, welches die Theke betreut, und mehr ausgestopfte Tiere als im Natural History Museum begrüßen uns.
Nachdem wir unsere Drinks ausgenippt haben, steigen wir über eine enge Wendeltreppe in den Keller hinab. Der leicht modrig riechende Keller ist von oben bis unten vollgestopft mit... Kuriositäten. Aller Art. Bei manchem handelt es sich schlicht um präparierte, ausgestopfte, getrocknete, mumifizierte oder skelettierte Exemplare echter Tiere - Insekten, Krabben, Fische, Amphibien, Reptilien, Vögel, Säugetiere. Bei weiteren handelt es sich um zusammen gebastelte Fabelwesen - das Fell eines roten Pandas wurde über einen menschlichen Schädel gezogen, einem Seepferd wurde der Stachel eines Seeigels auf die kleine Stirn geklebt,... Andere sind tatsächliche Skurrilitäten, z.B. diverse siamesische Tiere. Es gibt mit Knochen gestaltete Bilder, ausgestopfte Tiere mit menschlicher Haltung und Kleidung, Gefäße mit diversen Überresten,...
Irgendwann stolpern wir aus dem Keller, etwas verwirrt, verstört, betäubt von dem Geruch der vielen Präparate, und machen uns auf den Heimweg. Morgen müssen wir unser schönes Gästebett räumen, hoffentlich ist das nächste genauso gemütlich.
