Tag 1 - Stromberg -> London
Alte Probleme und neue Freunde

Veröffentlicht: 13.10.2025




































































































10:00 Ein Frühstück in der hippen Bäckerei zum die Ecke später machen wir uns auf zum Camden Market, aber nicht, ohne bei Waterloo (*sing*) kurz nochmal bei einer weiteren Location, die ich damals von Olli empfohlen bekommen hatte, Halt zu machen - der Graffity Tunnel. Gerade mal einen Monat ist es her seit ich das letzte mal hier war und kaum ein Bild ist noch wie es damals war, ständig verändert sich alles.
Weiter geht es zum Camden Market, ein Viertel nur aus Strassenhändlern bestehend. Selbst an einem Montag Mittag sind Läden, Straßen und jede Sitzmöglichkeit gefüllt mit Menschen. Genauso sind die Geschäfte gefüllt mit glitzerndem Mumpitz, Nippes, Krimskrams und dem ein oder anderen Tand. Den Fokus auf das Gesamtbild statt den Details gerichtet schlendern wir mal schneller, mal langsamer, durch das Getümmel. Spannend ist für uns natürlich der Cyberdog. Auf 2 Etagen werden uns wummernde Beats, leuchtendes Neon-Licht und coole, aber überteuerte Gruftie-Party-Klamotten präsentiert.
Es dämmert und sogar ein Friedhof muss mal schließen, so fahren wir langsam wieder zurück ins Zentrum. In Chinatown gehen langsam die Lichter an und unter die Touristen mischen sich immer mehr Londoner nach Feierabend, bereit, das Ende des Tages auf die ein oder andere Art zu zelebrieren.
Nach einer kurzen Stärkung laufen wir Richtung Piccadilly und biegen in jedes interessant aussehende Kaufhaus ab. Im M&M-Store bewundern wir die regenbogenfarbigen Wände voll farblich sortiertem Naschwerk, im Lego-Store die gebastelten Skulpturen und im Spielzeugladen... die Kreativität der Spielzeugindustrie 😅
In Soho angekommen werden wir kurzzeitig durch all die Neon-Beleuchtung etwas wacher, die Lust auf etwas besonderes ist gewachsen. Wir suchen uns eine Cocktailbar auf Maps aus und laufen auf der Suche danach die Strasse hoch und runter. Ich stelle schon Theorien auf, dass es sich um so eine Gleis 9 3/4-Sache handelt, auf die die Londoner ja so stehen. Endlich fragen wir einen Herrn nach der ominöse Bar. Er öffnet die Tür hinter sich und deutet auf eine dunkle, steile Treppe nach oben. Insgeheim verabschiede ich mich schon von meinen Nieren als ich hochsteige, da betreten wir eine stilvoll eingerichtete Lounge mit gedämpfter Musik, verspiegelten Wänden und Decke und winzigen Tischen. Wir lassen uns in die gemütliche Couch an unserem Platz sinken, bekommen direkt zwei Gläser Wasser hin gestellt (den ganzen Abend schaffen wir es nicht, den Wasserpegel im Glas auf auch nur die Hälfte zu reduzieren, denn permanent wird unaufdringlich und elegant von einem der Angestellten nachgeschenkt), ich beginne, die Karte zu studieren und nach dem ersten Schreck, dass Cocktails hier um die £80 kosten finde ich auch die "normalen" Cocktails. In den nächsten 1-2 Stunden (wir verlieren hier etwas unser Zeitgefühl) probieren wir uns durch die herrlichen Cocktails, einer exotischer als der andere. Die perfekt aufeinander angestimmte Zutaten (ein ganz ungewöhnlicher mit Miso- und Knoblauchsirup hat uns besonders fasziniert) bringen unsere Geschmacksknospen zum Tanzen und lockern unsere Zungen, so dass wir einfach nur da sitzen, an den Drinks nippen, Oliven knabbern und über alles und die Welt quatschen und auch wenn die Füße qualmen, auch bereits, was wir noch alles in dieser vielseitigen Stadt erleben möchten.
