Tag 2 in London
Alte Orte, neue Entdeckungen

Veröffentlicht: 12.10.2025
























































































8:00 Take-off in Stromberg
8:20 Kurzer Zwischenstopp in Ingelheim, selbstgemachtes Mango-Chili-Chutney mit selbst gezogenen Chillis und aufgebackene Brezeln bei meinen Eltern vorbei bringen, ein vermeintlich letzter Abschieds-Knuddler, dann weiter zum Ingelheim Bahnhof.
9:00 Der Zug kommt pünktlich und ist voll. Beim Quetschen und Gepäck-Neu-Sortieren lernen wir Caro kennen, ebenfalls auf dem Weg zum Flughafen.
9:05 Die Fahrt endet bereits am nächsten Bahnhof in Heidesheim. Der Zug steht, dann gehen die Motoren aus und eine Durchsage informiert und, dass die Strecke nach Mainz bis auf unbestimmte Zeit gesperrt ist. Die Türen gehen auf, wir dürfen uns bis zur Weiterfahrt die Füße vertreten...
Jetzt kommt das Bestechungs-Chutney von heute morgen gelegen, ein kurzer Anruf und ein paar Minuten später steht Privat-Taxi-Mama vor uns und fährt uns, inkl. Caro, die direkt in unsere chaotische Reisegruppe integriert wurde, zum Flughafen. Danke Mama 🤗
10:00 Pünktlichst erreichen wir den Flughafen, es folgt der tatsächlich letzte Abschieds-Knuddler. Wir fliegen durch die Kontrollpunkte, werden gescannt, fotografiert, abgetastet, ausgefragt und sitzen 30 Minuten später am Gate.
12:15 Lift-off 🛫
13... äh 12:30 Touchdown 🛬
Nach 1-stündiger Fahrt durch London beziehen wir unser Gästezimmer und düsen sofort wieder los, denn der Kohl dampft.
Und dann geht es los, immer der Nase nach, immer den Fotomotiven oder hübschen Gassen hinterher. Erst Richtung Wasser, dann Richtung Tower Bridge, dann zu einer überwucherten Kirchenruine inkl. sehr aktivem Eichhorn-Trio.
Dann fahren wir unseren ersten Highlight entgegen, dem Barbican Estate. Bei meinem letzten London Besuch hatte mich Olli noch per Messenger zu und durch die labyrinthartige Anlage von einer Perle zur anderen gelotst, jetzt stehen wir hier nebeneinander und ergötzen uns an dem einzigartigen Bau.
Wir lösen uns von dem immer düsterer werdenden Komplex, der in immer mehr orangenes Licht getaucht wird von verstecken Beleuchtungen und Laternen. Wir konnten kurz vor der Abreise noch Karten für das Barbican Conservatory ergattern, eine Parkanlage im Stil eines riesigen Gewächshauses, welches rund um ein "Gebäude" errichtet wurde.
Über 2000 Pflanzenarten wuchern seit 50 Jahren über das Gebäude und in den Gärten rundherum. Monsterablätter so groß wie Regenschirme, Tilandsien wie Kohlköpfe, Luftwurzeln wie gigantische Tausendfüssler... Das Gebäude ist hell angestrahlt, doch der äußere Bereich ist angenehm abgedunkelt, vmtl. um die Pflanzen weniger zu stressen? Und immer im Hintergrund die hell beleuchtete und moderne Grossstadt.
Wir laufen noch ein wenig durch die Hallen und Gänge, genießen die illustren Gäste, teils Bewohner, teils Besucher der Theater, und schlendern dann Richtung eines Ramen-Lokals, welches auf dem Rückweg zu unserem Gästezimmer schmackhafte Nährstoffe verspricht.
Nicht nur schmackhafte, sondern auch scharf. Immer wenn ich zu heftig die Suppe schlürfe bekomme ich das scharfe Aroma in den Hals und muss heftig Husten 😅 Aber es lohnt sich, die Nudeln sind handgemacht und dick, die Brühe reich an Geschmack, dazu ein gel-artiges Ei, Blattspinat, süßer Tofu und eine Mischung diverser angebratener Pilze. Perfekt 🤤
Satt an Erfahrungen und Essen fahren wir zurück und fallen ins queensize Bett mit, wie sollte es in UK anders sein, einer einzigen Bettdecke.
