Wer bin ich und was mach ich hier
Ich habe mitbekommen, dass einige Personen meinen Weg verfolgen, die mich nicht wirklich kennen. Deswegen werde ich mich mal kurz vorstellen. Mein Name ist Philipp Meyer und...

Veröffentlicht: 30.01.2019
Nach diesen, doch sehr, regenreichen und für mich hochemotionale Tagen, sollte es heute besser werden!
Die Zeichen dafür standen aber denkbar schlecht! Um 5 Uhr morgens wurde ich von Sturmböen und Starkregengeräuschen geweckt.
Ich drehte mich nochmal und schlief bis 8 Uhr und wollte dann tatsächlich hochmotiviert aufbrechen.
Als ich auschecken wollte, brachte mir die Hotelmutti noch ein Lunchpaket. Kurz darauf ging ich zur Ausgangstür und musste mit ansehen, wie es zu Hageln begann. Die Hotelmutti lächelte mich an und lud mich auf Kaffee und Frühstück ein.
Nach einem unerwarteten und ausgiebigen Frühstück brach ich heute gegen 10.30 Uhr in Richtung O Porriño auf. Ca. 17 Km heute.
Ich ging also raus und wie auch die letzten 4 Tage fing es an zu regnen. Nicht nur der Regen, sondern auch mein rechter Zeh machen mir zu schaffen. Es existiert ein Foto, aber das werde ich, zur Freude aller, nicht veröffentlichen.
Was ich also brauche ist Motivation. Eines der ersten Schilder die ich heute gelesen habe, war ein Hinweisschild zur Santa Maria...hmm Santa Maria, da war doch was...Richtig! Roland Kaiser! Ich hatte bock auf Schlager! Also fand ich den passenden Stream, der mir 5 Stunden deutschen Schlager versprach. Für den einen die Hölle, für mich als Kneipenjukeboxliebhaber aber sehr entspannend.
Der Regen hielt sich zunächst in Grenzen, mir wurden aber anderweitig Steine in den Weg gelegt. Der Jakobsweg ging heute die ersten Kilometer an einer Landstraße lang. Nach einiger Zeit, erkannte ich einen gelben Pfeil, der in den Wald zeigte. Dieser war aber polizeilich abgesperrt mit Flatterbändern, sodass ich via Landkarte einen anderen Weg heraussuchen musste. Nach wenigen metern bin ich dann wieder auf den Jakobsweg gestoßen. Es gab immer mal wieder Starke Regen und Hagelschauer. Glücklicherweise immer dann, wenn sich in der nähe ein Unterstand befand. Nachdem ich die hälfte der Strecke geschafft hatte, sollte der Weg über eine Brücke an einem Bach vorbeiführen. Durch die Regengüsse der vergangenen 5 Tage, ist aus dem Bach ein stark strömender Fluss geworden, der den kompletten Weg überflutete. Ich versuchte durch Dornen und Sumpf Querfeldein zu gehen, das brachte aber auch nichts. Mir blieb also nichts anderes übrig, als umzukehren und einen Umweg zu nehmen. Auch hier fand ich schnell wieder zurück auf den Jakobsweg. Apropos Weg... die Schilder heute waren sich teilweise nicht so einig. Laut meinem Reiseführer, wurde dort die Route geändert, sodass sie nicht mehr an einigen Bars und Tavernen vorbeiführt. Die Gastronomiebesitzer sollen angeblich Pfeile gemalt haben, die an ihren Bars vorbeiführen.
Die letzten 5km waren nochmal richtig anstrengend, das Starkregen, Hagel und Gewitter dazu kamen.
Nichts desto trotz bin ich zufrieden, stolz und glücklich in der Unterkunft angekommen. War ein guter Tag heute.