Freiburg im Breisgau
Bächle und (un)sichtbare Kunst im Münster

Veröffentlicht: 13.07.2026



















Eigentlich wollten wir nur einen Tag in Vichy bleiben, aber dann wurden spontan fünf daraus...
Wir kamen am Nachmittag an und machten uns von unserem Stellplatz am gegenüberliegenden Ufer des Flusses Allier auf den Weg ins Zentrum.
Bei dem Namen der Stadt Vichy fiel mir bisher immer nur das Regime von 1940 bis 1944 ein, unter dem Vichy zur französischen Hauptstadt wurde.
Schon bei der Lektüre des Reiseführers lernte ich aber, dass Vichy einst ein mondäner Badeort war.
Bei unserem Rundgang sahen wir einige Schmuckstücke der Bäderarchitektur:
In der "Hall des Sources" (Quellenhalle) konnten wir die Metall-Glas-Architektur des ausgehenden 19. Jahrhunderts bewundern.
Dort kann man auch Wasser aus den verschiedenen Heilquellen probieren. Die meisten sind den Kurgästen vorbehalten, aber von der 22°C kalten Quelle Célestins durften auch wir kosten - und feststellen, dass sie für unseren Geschmack viel zu salzig ist.
Während man in der Trinkhalle heute das Wasser selbst zapft, gab es früher "Donneuse d'eau", die den Gästen das Wasser reichten.
Zwei Freiwillige, die das heute noch machen, haben wir später bei der "Source des Célestins" im gleichnamigen Park getroffen.
Um den "Quellenpark" verläuft eine überdachte Galerie, die die Trinkhalle mit dem imposanten Bau des früheren Casinos verbindet.
Hier befindet sich noch immer die Oper von Vichy.
Unser Weg führte uns bis zum Rathaus der Stadt, das im Neorenaissance-Stil erbaut wurde.
Auf dem Weg kamen wir an der Kirche "Notre-Dame-des-Malades", die mit der St. Blasius Kirche verbunden ist, vorbei.
Sie entstand zwischen den Kriegen und wurde im Art déco-Stil erbaut.
Eigentlich wollten wir am nächsten Tag weiterfahren, weil zwei Tage später wegen der Tour de France viele Straßen in der Umgebung gesperrt sein sollten.
Da das Thermometer aber an der 40°C-Grenze kratzte, streikte ich bei der Aussicht auf längere Wanderungen in den nächsten Tagen. So einigten wir uns darauf, noch länger in Vichy zu bleiben, um den Start der 11. Etappe des Radrennens live mitzuerleben.
