peters-on-tour

Wir reisen gerne und freuen uns, wenn wir andere Länder und Kulturen kennen lernen können. Da wir aus dem Norden Deutschlands kommen, genießen wir die Reisen in wärmere Gegenden. :)

Tasmanische Teufel und Küste - von Bicheno bis St. Helens (Australien Teil 17)

An der Ostküste fuhren wir entlang des Great Eastern Drive nach Norden, wo sich einige schöne Ausblicke boten. Einen Stopp machten wir am "Blowhole", das sich in einer felsigen Landschaft direkt an der Küste befand. Schlugen die Wellen etwas höher, wurde Wasser durch ein Loch gedrückt und spritzte nach oben.



Nachdem wir etwas über die Felsen geklettert waren, fuhren wir weiter zur "East Coast Natureworld", einer Rettungsstation für tasmanische Tiere. Dort werden kranke oder verwaiste Tiere aufgezogen und Aufzuchtprogramme durchgeführt.


Es gab Wombats und Kängurus, deren Mutter bei einem Autounfall ums Leben kam und die im Beutel noch lebend gefunden wurden. Sie werden dann von Pflegern mit der Hand aufgezogen und ausgebildet, damit sie selbständig werden. Wir fragten uns, wie man als Mensch wohl einem Känguru das Springen beibringt...


Nasenbeutler
Nasenbeutler



Auf dem Gelände gab es auch viele frei laufende Kängurus, die sich gerne von den Besuchern füttern ließen und dafür auch fürs Foto posierten.


östliches graues Riesenkänguru
östliches graues Riesenkänguru


Zwei Schnabeligel, die eine Verletzung am Schnabel haben, wohnen ebenfalls in der Station. Da sie ihren Schnabel zur Wahrnehmung von Sinneseindrücken brauchen, können sie nicht in freier Wildbahn überleben, weil sie keine Nahrung finden könnten. So werden sie jetzt mit einem Insektencocktail gefüttert, bis ihre Verletzungen verheilt sind.


Schnabeligel Spiky und Einstein
Schnabeligel Spiky und Einstein


Es gab auch Ruheständler unter den Bewohnern: Zwei Tigerottern, die früher in der Pharmaindustrie tätig waren, wohnten ebenfalls in zwei Gehegen. Von dem Unternehmen wurde ihnen Gift entnommen, das dann zur Herstellung eines Antiserums gegen Schlangengift oder auch von Krebsmedikamenten verwendet wurde. Irgendwann reicht das täglich produzierte Gift dafür nicht mehr aus und so hatten diese beiden das Glück, in die Rettungsstation zu kommen.


Tigerotter
Tigerotter


Die eigentlich nachtaktiven tasmanischen Teufel waren auch zu sehen, weil es für sie einen Mittagssnack gab. Der tasmanische Teufel wurde schon zwei Mal fast ausgerottet und ist nun wieder bedroht. Es gibt einen ansteckenden Gesichtskrebs, der die Population noch stärker als die Autofahrer dezimiert. 80 % der tasmanischen Teufel sind seit dem ersten Auftreten 1996 daran gestorben. In der Station gibt es ein Aufzuchtsprogramm, das bei dem Erhalt der Art durch die Züchtung von gegen den Krebs resistenten Tieren helfen soll.


Luzifer
Luzifer


Die vier Jungtiere waren besonders aktiv und versuchten, sich gegenseitig das Fleisch zu entreißen. Ein Weibchen bekommt über zwanzig Reiskorn große Welpen. Da es nur vier Zitzen im Beutel gibt, überleben aber nur die vier stärksten Tiere - von denen in freier Wildbahn meist nur einer das Erwachsenenalter erreicht.


Junge Tasmanische Teufel
Junge Tasmanische Teufel


Im "Nocturnal House" sahen wir bei der Fütterung Sugarglider, die sich in einen Beutel gekuschelt hatten und sich nur schwer dazu bewegen ließen, ihr warmes Nest zu verlassen. Mit ihren seitlichen Hautlappen können sie von Baum zu Baum gleiten.


Kurznasengleitbeutler - Sugarglider
Kurzkopfgleitbeutler - Sugarglider

Auch das Possum wollte lieber in seiner Box weiter schlafen als zu einem Nachmittagssnack heraus kommen. Am Abend zuvor hatten wir gerade einen seiner Artgenossen auf dem Weg zurück in unser Hotelzimmer getroffen: Er saß auf dem Weg und wollte in die andere Richtung. Auch wenn wir ihm wohl etwas unheimlich waren, wollte er nicht weichen und ging zuerst auf uns zu und dann schnell an uns vorbei.

Possum (Baumbeutler) - Fuchskusu


Zum Abschluss waren wir noch bei der Fütterung der Beutelmarder, die durch ihre weißen Tupfen auffallen. Es gab zwei Arten zu sehen, von denen eine - der kleine Tüpfelbeutelmarder - nur noch auf Tasmanien vorkommt. Die deutschen Namen für diese Tiere sind immer recht ausgefallen...


Riesenbeutelmarder
Riesenbeutelmarder


Abends bezogen wir dann in St. Helens unser "Bed in the treetops", ein kleines B&B mit fantastischem Ausblick:



Dort unternahmen wir am nächsten Tag kleine Wanderungen an der "Bay Of Fires".











#tasmanien#tasmanischerteufel#australien#wombat#känguru#bicheno#küste

Kommentare

Dinge, die du vor Ort erleben kannst: