Veröffentlicht: 21.10.2025























Nachmittags kamen wir in Hamburg an und bekamen noch einen Platz auf dem Stellplatz für Wohnmobile am Fischmarkt. Hier kann man - wenn nicht gerade sonntags Fischmarkt ist - mit einem Blick auf Wasser und Hafen übernachten.
Für den Abend hatten wir Karten für das Opernloft, das nur einen kurzen Spaziergang entfernt am Wasser liegt. Wir sahen die Krimi-Oper “Schüsse vor Shanghai”, bei der klassische Opernstücke mit bekannten Schlagern zu einem eher lustigen Kriminalstück vermischt werden.
Bei der Vorführung saßen wir mitten im Geschehen, weil wir uns Plätze auf den “Deck chairs” gebucht hatten, auf denen wir zu Statisten des Stücks wurden. Dafür bekamen wir am Anfang einen Cocktail serviert, mussten dann aber auch eine kleine Tanzeinlage bei der “Seenotrettungsübung” mitmachen.
Am nächsten Morgen fuhren wir nach Barnten, wo wir auf dem “Gutshof” neben alten Haustierrassen übernachteten.
Mit der S-Bahn waren wir schnell in Hildesheim, über das wir bei der Reisemesse in Hamburg einige Informationen gefunden hatten und das wir uns nun endlich einmal ansehen wollten.
Die Stadt wurde am 22. März 1945 von britisch-kanadischen Bombern angegriffen und zu großen Teilen zerstört. Das sieht man der Stadt heute leider immer noch an, da große Teile in dem nicht ganz so schönen Baustil der 1960er Jahre erbaut wurden.
Der Marktplatz wurde aber in den 1980er Jahren wieder historisch aufgebaut.
Nur zwei Häuser waren als Brandruinen erhalten geblieben, die anderen wurden rekonstruiert oder mit einer historischen Fassade versehen, damit der Gesamteindruck des Platzes wieder hergestellt wurde.
Das und einiges mehr zur Stadtgeschichte erfuhren wir bei einem Stadtrundgang, der auf dem Marktplatz startete und dann weiter zur St. Michaeliskirche und zum Dom führte.
Die beiden Kirchen sind seit 1985 UNESCO Weltkulturerbe.
In der frühromanischen St. Michaeliskirche ist noch das monumentale Decken Bild aus dem 13. Jahrhundert aus 1300 Eichenbrettern erhalten, weil es 1942 abgebaut und in Sicherheit gebracht wurde.
Neben dem Dom wächst der sagenumwobene 1000jährige Rosenstock, der dem Stifter des Gotteshauses den Platz für dessen Erbauung gewiesen haben soll.
Nach unserem Rundgang wurde das Wetter zunehmend ungemütlicher und so wärmten wir uns nur kurz bei einem heißen Getränk auf, bevor wir uns wieder auf den Weg zurück machten.
