Starlight Express und unfreiwilliger Aufenthalt in Bochum
Eine unliebsame Überraschung beendete unseren Urlaub frühzeitig.

Veröffentlicht: 07.04.2024




























Eigentlich wollten wir auf dem Weg bei den Externsteinen zum Wandern anhalten. Da es aber in Strömen goss, entschieden wir uns spontan um und suchten nach einer Aktivität, die etwas mehr Schutz vor dem Regen bot.
Im Reiseführer stießen wir auf das „Heinz Nixdorf Museumsforum“, das sich in Paderborn befindet. Da unser Weg uns dort sowieso entlang führte, beschlossen wir, das größte Computermuseum Deutschlands zu erkunden.
Auf zwei Etagen informiert eine sehr umfangreiche Ausstellung über die Entwicklung von Schrift, Mathematik und Datenverarbeitung.
Die Ausstellung begann mit der Frühzeit und der Entstehung der ersten Schriftzeichen sowie Rechnungen für die Buchhaltung.
Über Antike und Mittelalter ging es weiter zu Schreib- und Rechenmaschinen, die bereits von Gottfried-Wilhelm Leibniz erdacht und später weiterentwickelt wurden.
Nach vielen Eindrücken zu Geschichte und bedeutenden Erfindern gab es in einer weiteren Etage eine Ausstellung zur Entwicklung von Computern.
Die ersten Exemplare waren noch raumfüllende Rechenmaschinen. Das Rechenzentrum aus dem Sachsenwerk in Dresden ist Teil einer Anlage, die erst 1993 abgeschaltet wurde.
Am Abend übernachteten wir mit Landvergnügen bei der „Schäferei Stücke“ in Löhne.
Wir wurden sehr freundlich empfangen und durften uns den Hof und Hofladen ansehen.
Auf dem Hof gibt es eine alte Kämmmaschine für Wolle, die noch in Betrieb ist. Hier wird die Wolle nach dem Scheren für die weitere Verarbeitung vorbereitet.
Am nächsten Morgen durften wir dann auch noch nach der Fütterung in den Schafstall, wo wir von einigen Schafen zunächst kritisch beäugt oder freudig empfangen wurden.
Nachdem allerdings deutlich wurde, dass wir weder eine Gefahr noch eine Futterquelle darstellten, wurden wir ignoriert.
Einige der kleinen Lämmer waren erst drei Tagen alt und lagen noch bei ihren Müttern in abgetrennten Boxen.
Unsere Fahrt führte uns weiter nach Minden, wo wir einen kurzen Rundgang durch die Innenstadt machten.
Am Weserufer waren immer noch einige Bäume am Ufer unter Wasser. Im Januar gab es hier aber ein Hochwasser, das sogar die umliegenden Wiesen, Parkplätze und Spazierwege verschwinden ließ.
In der Innenstadt sahen wir uns natürlich auch den beeindruckenden Dom an, ehe wir uns noch beim Italiener am Marktplatz stärkten.
