Märchenschloss und zwei Städtchen in Polen
Schloss Moschen, Oppeln und Brieg - auf dem Weg nach Breslau

Veröffentlicht: 09.04.2026






































Unsere letzte Station in Polen war Breslau.
Bei einem geführten Stadtrundgang erkundeten wir die Altstadt und die Dominsel.
Große Teile der Stadt wurden am Ende des zweiten Weltkriegs zerstört und ab den 1960er Jahren wieder aufgebaut.
Heute erstrahlen die bunten Häuser um den "Ring", den großen Marktplatz wieder in altem Glanz.
Unser Spaziergang durch die Stadt wurde durch viele kleine Figuren zu einer fröhlichen "Zwergesuche":
Die Breslauer Zwerge (polnisch: Wrocławskie krasnale) sind über 600 (oder vielleicht auch noch viel mehr) kleine Bronzefiguren, die als Touristenattraktion in der Stadt verteilt sind.
Ursprünglich als Symbol der antikommunistischen Untergrundbewegung „Orange Alternative“ in den 1980ern entstanden, sind sie heute ein Wahrzeichen der Stadt.
Am ersten Tag fanden wir 75 der kleinen Figuren beziehungsweise Figurengruppen.
Am nächsten Tag noch einmal gut 20 weitere, so dass uns immer noch einige entgangen sind...
Nachmittags sahen wir uns auch noch die Ausstellung "Hydropolis" an, die über alles, was mit Wasser zu tun hat, informierte.
Die Ausstellungsthemen reichten von Tauchgängen in die Tiefsee über Informationen zu den längsten Flüssen der Welt bis zu Breslaus Wasserversorgung.
Am nächsten Morgen sahen wir uns zunächst die Ausstellung in der Universität an, die von der langen Geschichte der unter dem Habsburger Leopold I. gegründeten Hochschule erzählt.
Die alten Räume, vor allem die Aula Leopoldina, waren beeindruckend opulent ausgestattet.
Wir stiegen auch noch ins oberste Stockwerk des Mathematikerturms, um von der Dachterrasse auf die Altstadt zu blicken.
Anschließend fuhren wir zur Jahrhunderthalle, die zum UNESCO Weltkulturerbe gehört.
Sie wurde am Anfang des 20. Jahrhundert nach Plänen des deutschen Architekten Max Berg als Veranstaltungsort gebaut.
Nach einer Stärkung in der Markthalle machten wir uns auf dem Weg zu einem weiteren Aussichtspunkt: der Brücke zwischen den Türmen der Maria Magdalena Kirche in der Nähe des Rings.
Nach 248 Stufen waren wir endlich oben angekommen und konnten den Ausblick genießen.
Auch hier gab es zwei kleine Figuren, die eine alte Legende erzählen:
Das sehr faule Mädchen Tekla wurde als Strafe für ihre Faulheit dazu verflucht, bis in alle Ewigkeit die Brücke zwischen den Kirchtürmen zu fegen.
Eine kleine Hexenschülerin half ihr, den Fluch loszuwerden und so fegt heute niemand mehr die Brücke.
Am Abend machten wir eine Bootsfahrt auf der Oder.
Anschließend gingen wir noch einmal auf die Dominsel.
Hier gibt es noch keine elektrifizierte Straßenbeleuchtung, sondern Gaslaternen.
Jeden Abend macht ein Laternenanzünder eine Runde über die Dominsel, um jede Laterne einzeln zu entzünden - begleitet von einer Traube Touristen, die ihn dabei fotografieren und filmen.
Auf dem Weg zur Tram gingen wir noch über den Marktplatz, an dem einige Häuser beleuchtet waren.
Damit endete unser Urlaub in Polen - am nächsten Tag sollte es wieder zurück nach Deutschland gehen.
