29. Oktober - ein Regentag
Heute bin ich spät dran. Das lag am Wetter. Die ganze Nacht hat es geregnet und heute morgen dann auch noch. Bewährungsprobe für das reparierte Dach. Bestanden! Gegen 9:30 Uhr...

Veröffentlicht: 29.10.2018






Heute morgen werden wir weiter fahren. Bis zum Milford Sound sind es ca. 400 km von hier. Luftlinie sind es 100 km! Losgefahren wird bei sehr bescheidenem Wetter. Das erste Foto ist gerade eben erst aufgenommen, 8 Uhr Ortszeit. Da will man ja nicht bleiben...
Wir sind jetzt in Te Anau. Das sind noch etwas mehr als 100 km von Milford Sound entfernt. Aber diese letzte Strecke wird als besonders schwierig und gleichzeitig landschaftlich schön beschrieben. Es wird deshalb empfohlen, hier zu stoppen und mit einer gebuchten Tour weiter zu fahren. Wir haben also wieder in einem Motel eingecheckt, dieses Mal für drei Nächte. In diesem Ort Te Anau gibt es übrigens fast nur Motels. Einige davon auch in wunderbarer Lage direkt am See. Unseres ist eher einfacher Natur, aber sauber und etwa einen Kilometer vom Zentrum entfernt.
Während der gesamten Fahrt hierher hat es ziemlich geschüttet. Trotzdem haben wir auch mal Halt gemacht und fotografiert.
Die Strecke ging über ein weites Stück durch eine Gegend, die an ein Schweizer Gebirgs- oder gar Hochgebirgstal erinnerte. Wenn, ja wenn die sehr andere Vegetation nicht gewesen wäre. Es gab eine Lavendelfarm, Olivenhaine und Weinberge mit Weingütern, denen man ansehen konnte, dass auch Neuseeländische Winzer wohl zu den Reicheren im Land gehören. In den Weinbergen standen verschiedentlich Masten mit drei oder vierarmigen Propellern. Das heißt, man ist hier wohl doch auch in der wichtigen Vegetationszeit mit Frost konfrontiert. Das was bei uns zu Hause dann durch Hubschrauber geregelt wird, schaffen hier dann diese Propeller in den Weinbergen: Die Wärme Luft in den höheren Schichten wird nach unten verwirbelt, um den Frost in den tieferen Schichten zu bekämpfen.
Aber von all dem gibt es leider keine Fotos, es regnete ja leider.
Noch eine Erfahrung mit Straßenbaustellen, von denen wir hier schon eine ganze Menge passiert haben: Steht nur eine Spur zur Verfügung, ist der Verkehr nicht etwa durch eine Ampel geregelt. Es stehen an Jedem Ende jeweils eine Person mit eine Schild. Die eine Seite ist rot und trägt den Schriftzug "STOP", die andere ist grün und darauf steht "Go". Die beiden sind durch Sprechfunkgeräte in Kontakt. So wird der Verkehr je nach Aufkommen von zwei Menschen geregelt, die dadurch einen Arbeitsplatz haben. Zudem Grüßen sie immer jeden Autofahrer, wirklich jeden, mit einem freundlichen Winken oder dem Victory-Zeichen.
Überhaupt ist das Autofahren hier sehr entspannt, überhaupt ohne jegliche Aggression. An den einspurig Brücken bedanken sich immer alle durch ein kurzes Handzeichen, egal ob sie Vorfahrt hatten oder nicht. In Deutschland undenkbar.
Nun sind wir auf Morgen gespannt und hoffen, dass wir so gutes Wetter haben werden, dass wir zumindest einen Teil der grandiosen Natur erleben können, die man vom Milford Sound auf den vielen Fotos sehen kann.