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Luang Prabang - worauf kommt es an?

Veröffentlicht: 18.12.2025

Was will ich? Wie geht's mir? Worauf kommt es an?

Zurück in Luang Prabang. Die Luft ist etwas raus bei mir, wir machen zum 3. Mal eine schlechte Erfahrung mit der gebuchten Unterkunft. Angaben, die auf der Buchungsplattform hinterlegt sind, stimmen bei Größe, Ausblick und Ausstattung auffällig nicht mit der Realität überein. Wir öffnen die Läden und haben eine Armlänge von uns entfernt große weiße Laken und Handtücher vor dem Fenster hängen, direkt dahinter die Mauer des Nachbarhauses. Eine Rankepflanze war der angegebene "Gartenblick".

Warum ich das schreibe? Gute Frage, die stellte ich mir selbst. Warum ist das so wichtig, dass es mir eine unruhige Nacht bescherte? Der einzige Rückzugsort, den wir auf dieser Reise haben, ist das Zimmer, in dem wir übernachten. Selbstverständlich, es spielen die vielen Eindrücke drumherum auch eine sehr große Rolle, aber mit einem Zimmer, in dem wir uns wohl fühlen, steckt man Dreck, Lärm, Staub, Hitze oder Kühle besser weg. Es muss dabei nicht ein Luxuszimmer sein, vielmehr spielt die Atmosphäre eine große Rolle, die Sauberkeit, die liebevollen Details, die Freundlichkeit des Hauses. Alles, was einlädt sich auszubreiten und Persönliches auszupacken. Bei den fehlenden oder gar verkehrten Angaben trifft mich das Gefühl, betrogen worden zu sein, nicht ernst genommen zu werden, ich fühle mich veräppelt. Das ist es, was mich die Nacht unruhig hat schlafen lassen. Am Abend sowie am Morgen führte ich Gespräche mit dem Rezeptionisten - still und zurückhaltend, weil wir schriftlich auf den Handys mit Google-Übersetzer kommuniziert haben. Im Nachhinein eine sehr gute Kommunikationsform, du überlegst, was du schreibst, besinnst dich drauf, bei dem, was dir wichtig ist, zu bleiben, wirst nicht laut und erregt, kein Wort ergibt das andere - jeder kann nachdenken und keiner verliert sein Gesicht. Wir haben das Zimmer wechseln können. Ein kleineres, netteres, saubereres Zimmer, das Fenster mit Aussicht auf die Straße. So einfach ist es uns glücklich zu machen :-).

Wie geht's mir? Weihnachten steht vor der Tür, ich werde vermissen, nicht zu Hause zu sein, meine wertvolle Familie um mich zu haben - es ist viel Gefühl mit diesem Fest verbunden. Die Einkehr, das Anhalten, Zeit füreinander zu haben, all die kleinen Gewohnheiten und Rituale gemeinsam zu gestalten. Das schmerzt mich, lässt mich Heimweh fühlen. Sehnsuchtsgefühl Weihnachten.

All das erschöpft meine Tage in Luang Prabang, ich ziehe mich zurück, muss zu mir kommen. Zu dem, was ist und was ich will.

Ich nehme mir vor, Erwartungen nicht zu konkret werden zu lassen, will all das Schöne, was ein Tag mit sich bringt, sehen, riechen, hören, erleben. Dem Weihnachten, was anders als die letzten 30 Jahre sein wird, eine Chance geben.

Die großen Dinge beeindrucken zwar, aber die kleinen Dinge entscheiden.

Mein Friseurbesuch, all die wunderbaren Reliefs, der leckere "Roti with Honey and Lemon" vom freundlichsten Rotibäcker des Nachtmarktes, die witzigen Weihnachtsdekorationen, die ausgeblasenen Eier auf den Pflanzenspitzen (nach Ostern ist vor Ostern?), die freundlichen Gesichter Buddhas, die Blüten im Türrahmen, das treffen und kennen lernen netter Mitreisenden, das großartige Projekt, Elefanten in ihre natürliche Lebensform zurückzubringen, mit Hilfe einer Lobby bei den Touristen, ... , darauf kommt es an. 

I'll waiting for you! - Was auf mich wartet? Ohne Erwartung werde ich's erkennen 🫠. Wir erkunden jetzt die Hauptstadt Vientiane und an Weihnachten sind wir in Luang Prabang. Zum 3. Mal, wie alle guten Dinge. I'll be waiting for you in Luang Prabang!





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