Veröffentlicht: 04.02.2026





























































































































Horas! Hallo, willkommen, wie schön dich zu sehen!
Danau Toba. Tobasee, Samosir Island mit der Halbinsel Tuk-Tuk. https://en.wikipedia.org/wiki/Lake_Toba
Danau Toba, ein Lieblingsort, ein faszinierender Ort mit unglaublicher Leuchtkraft, Wolkenmacht, mit Schattenspiel, Faltenwurf, Farbtiefe und Weite. Der größte Kratersee der Welt, Toba, ein Supervulkan.
Wir waren von 1992 bis 1994 immer wieder gerne hier. Ein Platz zum Ausruhen, genießen, bestaunen, hier kann ich in den See springen und das weiche Wasser beim Schwimmen genießen - mehrmals täglich. Spektakuläre Wolkenformationen und Lichtspiele am Himmel, Schattenwürfe in den Falten des Kraterrandes, wechselnde Farben des Sees lassen uns staunen - seht selbst.
1992 haben wir Roslin Samosir kennen gelernt, sie arbeitete für ihren Onkel in Abadi Bungalows and Restaurant, in dem wir Gäste waren. 1993 kamen wir wieder, aber Linda, so stellte sie sich uns 1992 vor, war nicht mehr da, sie ist nach Jakarta gegangen, um dort zu arbeiten. Wir schrieben uns, aber der Kontakt riss schnell ab - es gab ja auch noch kein Internet mit seinen schnellen und weltweit einfachen Kommunikationsmöglichkeiten.
2018 haben wir nach langer Zeit wieder Sumatra bereist und sind selbstverständlich auch an den Tobasee gefahren. Bei Nachfragen über den Verbleib von Roslin konnte uns keiner eine Auskunft geben. Letztes Jahr, bei einer Feier von Freunden, stellte sich heraus, dass der Freund der Tochter des Hauses einen indonesischen Vater hat, ein Batak, ein Indonesier vom Tobasee. Am Tobasee lebt der Volksstamm der Batak. Sie sind Christen und haben eine sehr lebendige und sangesfreudige Glaubensgemeinschaft. Er konnte es ermöglichen Roslin ausfindig zu machen, gab ihr unsre Telefonnummern und seitdem sind wir wieder in Kontakt. So schön, sie wieder zu sehen war eine große Freude. Roslin lebt nun mit ihrer Familie wieder am Tobasee. Wir durften auch ihre Mutter und zwei ihrer Geschwister kennen lernen. Ein herzliches und aufgeschlossenes Hallo umgab uns. Nun sehen wir uns täglich, mal nur für eine Plauderstunde, mal bei einem gemeinsamen, sonntäglichen Besuch des Gottesdienstes, mal für ein längeres gemeinsames Essen.
Tagsüber machen wir uns mit dem Moped auf, fahren hoch auf das Plateau von Samosir, der Insel im Tobasee. Die Straße, vor 8 Jahren noch gut, ist zum Teil ab- und an einer Stelle ganz weggebrochen. Mit Brettern ist ein Steg zum Überqueren gezimmert. Schlaglöcher und Spalten erschweren das weitere Fahren für uns. Es ist schon immer in Sumatra eine Mammutaufgabe gewesen, Straßen zu bauen und, vor allem, instand zu halten. Sumatra ist, wie ganz Indonesien, tektonisch aktiv und der tropische Regen tut an der, schier niemals endenden Aufgabe des Straßenbaues, sein letztes dazu.
Es ist ein kleiner Tourismus auf Tuk-Tuk. Er hat sich mit dem Besuch westlicher Touristen rückentwickelt, dafür ist der einheimische Tourismus etwas gewachsen. Was auch heißt, das indonesische Hotelgäste gerne Karaoke Partys veranstalten. Bis 22 Uhr ist unsre Toleranzgrenze, danach tut's weh :-). Tagsüber wird gegessen, gesungen, mit dem Jetski über den See gejagt. Für eine oder zwei Nächte, dann gehts wieder nach Hause.
Wir haben noch ein paar Tage Zeit und genießen die Ruhe :-)
Kleine Ausflüge und viele Stunden am und im See - wir genießen das, der Tobasee bleibt ein Herzensort! Wir sagen gerne "Sampai jumpa lagi - wir sehen uns wieder"!
Am Freitag fahren wir nach Medan.
Wir übernachten in der Nähe des Bahnhofes und sind Samstags gleich früh auf dem dem Weg zum Flughafen, es geht nach Singapur. Wir freuen uns auf die Stadt, Erinnerungen von 1992 tauchen auf und wir sind sehr gespannt, mit damals hat das heutige Singapur ganz sicher nichts mehr gemein.
