Von Campo Grande nach Salvador da Bahia
Um 7:00 Uhr war strahlend blauer Himmel mit Sonnenschein! Es war draußen aber noch sehr frisch! Wir waren ein wenig froh darüber, dass es nun in den warmen Nordwesten geht! Ich...

Veröffentlicht: 13.06.2022











































































Die Feierlichkeiten des brasilianischen Valentinstags gingen bis in die frühen Morgenstunden. Immer wieder hörte man Böller und brasilianische Musik. Mich hat das überhaupt nicht gestört, ich konnte super schlafen :-)!
Heute standen sämtliche Highlights der Altstadt von Salvador auf dem Programm. Nach einem sehr leckeren Frühstück sind wir bei tollem Wetter zu Fuß gestartet. Als erstes brauchte ich aber noch eine frische Kokosnuss. Die schmecken in Brasilien besonders gut und sind rappelvoll mit Wasser :-)! Danach sind wir durch die kleinen Gassen geschlendert und haben zig Fotos von den bunten alten Häusern gemacht. Die Straßen, die wir abgehen durften, waren auch alle durch die Polizei gesichert. An jeder Ecke stand ein Polizist. Für uns war das eine sehr sichere Angelegenheit.
Als nächstes sind wir in eine gigantische Kirche gegangen. Diese war für eines der sieben brasilianischen Weltwunder nominiert. Es lief gerade ein Gottesdienst. Mir hat besonders gefallen, dass der Pastor die Gemeinde mit einbezogen hat. Immer wieder wurde reingerufen oder geklatscht. Also nicht so steif wie bei uns :-)! Das Innere der Kirche sah überwältigend aus. So etwas habe ich bisher noch nicht gesehen.
Jetzt ging es weiter zu einer alten Markthalle. Diese befindet sich in der Unterstadt. Es gibt eine Verbindung durch einen Aufzug zwischen der Ober- und der Unterstadt. Das bedeutete für uns, wir mussten mit dem Aufzug in die Unterstadt düsen. Eine Fahrt kostete umgerechnet 3 Cent und dauerte keine 20 Sekunden. Schon war man in der Unterstadt.
Neben der Markthalle befand sich der Hafen. Hier tummelten sich schon viele merkwürdige Gestalten und immer wieder wurde man angesprochen, ob man nicht etwas Kleingeld übrig hat. Das fand ich sehr nervig. Auch in der Markthalle hätte ich gerne mehr Zeit an dem oder anderen Stand verbracht, aber die Händler waren etwas aufdringlich :(! Wir hatten nach einer kurzen Zeit keine Lust mehr auf die Markthalle und sind schnell wieder in die Oberstadt gedüst.
Wir wollten noch an den Strand und haben uns eine Empfehlung vom Hotel geben lassen. Mit einem Uber wurden wir dort hingefahren. Wir sind erst wieder durch ein Stückchen Ghetto gefahren. Dann folgte aber eine Straße, da haben wir gedacht, hier läuft ein falscher Film ab. Es war der Luxus pur. Wirklich erstaunlich, du machst einen Schlenker nach rechts oder links und schon stehst du wieder im Ghetto.
An der Standpromenade angekommen gab es erstmal ein leckeres Eis. Der erste Strandabschnitt war relativ klein und mit zig Menschen überfüllt. Wir sind die Promenade bis zum Leuchtturm gelaufen und haben uns für einen kleinen sowie ruhigeren Strandabschnitt entschieden. Dort haben wir ein wenig gechillt.
Kurz bevor wir zurück sind, haben wir uns draußen in ein Bistro gesetzt. Ein Musiker kam zu uns an den Tisch und stellte sich als Carlos vor. Er sprach ganz gut deutsch und fand es toll, sich mit uns zu unterhalten. Er spielte für uns zwei Songs, dafür gab es zur Belohnung ein Bierchen. Wir verabschiedeten uns von Carlos, da sprach uns das Nachbarpärchen an. Ich sollte mir doch etwas von einem Spray auf die Handgelnke sprühen, um schlechte Vibes zu vertreiben. Es stellte sich auch hier raus, das der Typ (Erich) ein Deutsch/Brasilianer war und er es auch genoss, mal wieder auf deutsch zu sprechen. Er hatte mir am Ende unseres Gesprächs das Fläschchen geschenkt.
Als wir auf unser Uber gewartet hatten, meinte ich zu Daniela, was ist denn, wenn das Jetzt eine Droge ist? HILFE, bei mir war das Kopfkino in vollem Gange und ich habe versucht, mir das Zeug vom Handgelenk zu putzen. Hmmm, Daniela meinte, du hast doch auf ihre Sachen aufgepasst als sie Fotos am Strand gemacht haben. Vielleicht war das als Dankeschön gedacht. Dann kam unser Uber-Fahrer. Leute, es lief eine Predigt im Radio und der Fahrer hat sich dreimal bekreuzigt sowie seinen Rosenkranz gestreichelt. Dann folgte das Lied Ave Maria. Äääääähhhhh, Daniela meinte, dass erinnere sie an einen Psychofilm. Jetzt war bei ihr das Kopfkino in vollem Gange. Also die Fahrt war schon echt etwas ganz besonderes :-)!
Zum Abendessen sind wir wieder in die Altstadt gegangen, da es dort fabelhafte Restaurants gibt. Auf dem Platz, an dem unser Restaurant lag, spielte heute ein Live-Band und die Menschen haben zur Musik getanzt. Eine tolle Atmosphäre...
In dem Sinne, wir genießen jetzt noch unseren restlichen Abend und grüßen ganz lieb.