Veröffentlicht: 15.01.2024
14.01.2024
6:30 Uhr - was ein schrecklicher Weckerton. Raus aus den Federn đ. MĂŒde packten wir unsere restlichen Sachen zusammen, putzten unsere ZĂ€hne und machten uns auf zum nĂ€chsten Supermarkt, um noch FrĂŒhstĂŒck fĂŒr unsere Weiterreise zu kaufen. Die kĂŒhle Morgenluft war unglaublich angenehm. Trotzdem wird es wohl fĂŒr uns nicht in Frage kommen, tĂ€glich so frĂŒh aufzustehen. Wir standen an der StraĂe und warteten auf unseren Pickup-Service, den wir um 7:20 antreffen sollten. 30 min spĂ€ter wurden wir langsam unruhig, weil unser gebuchtes Speedboat um 8 Uhr fahren sollte. Als Nina bereits die Nummer von unserem Buchungszettel wĂ€hlte, fuhr unser Service vor. Yuhu! Wir stiegen ein und fĂŒllten uns unsere Wasserflaschen mit Wasser aus gekauften Flaschen auf. Das war wĂ€hrend der holprigen Fahrt ganz schön schwerâŠ. Das bekam auch Ronjas Sitznachbar zu spĂŒren, der bei dem Malheur ein wenig nass wurde. Huch. Wir bekamen uns leider vor lauter Lachen nicht mehr ein..Â
Im Hafen angekommen, stiegen wir auf unser Boot und starteten mit 20 min Verzögerung. Wir fuhren und fuhren, ĂŒberlegten schon einmal, wohin wir spĂ€ter noch wollen. Bis unsere Aufmerksamkeit anders gelenkt wurde. Plötzlich gab es ein lautes GerĂ€usch und der Antrieb des Bootes war aus. Die unverstĂ€ndlichen GesprĂ€che der Crew machten die Situation nicht wirklich besser. Houston, we have a problem. Aber ein wenig spĂ€ter fuhren wir weiter, mit verringerter Geschwindigkeit. Wir dachten wirklich, wir hĂ€tten ein groĂes Tier oder so erwischt, es bleibt unaufgeklĂ€rt. Wir entschieden uns auf der Weiterfahrt dafĂŒr, nach Koh Tao zu reisen. Im Internet wurden nur Angebote gemacht, die fĂŒr uns entweder nicht erreichbar oder viel zu umstĂ€ndlich mit einer Ăbernachtung am Hafen waren. Irgendwann fiel Nina ein, dass wir ja vor ca. einer Woche die Nummer einer ganz lieben Frau (Suahee) aus einem âReisebĂŒroâ bekommen hatten. Ăber sie buchten wir bereits eine Tour sowie die FĂ€hre nach Koh Phi Phi. Sie meinte, wir könnten uns immer melden. Das nahmen wir an und fragten, ob sie uns eine Verbindung nach Koh Tao raussuchen könnte. Ja! Der Bus zur nĂ€chsten FĂ€hre fuhr ab Krabi um 11:30 Uhr. Unsere FĂ€hre sollte um 11 Uhr ankommen - perfekt! Da sie meinte, das Busunternehmen wĂŒrde unser Geld nicht annehmen, wenn wir einfach so dahin kommen wĂŒrden, bot sie an, uns am Hafen einzusammeln und direkt mit ihrem privaten Auto dahin zu fahren (nachdem sie geduscht hatte). Okay, klingt alles cool.Â
Wie ihr euch denken könnt, hatte unser Boot VerspĂ€tung. Wir wurden schon ganz nervös. Wir legten um 11:33 Uhr an. Shit! Bepackt mit unseren schweren RucksĂ€cken sprangen wir als allererstes von Board und rannten.. wir rannten ĂŒber den ewig langen Anleger, vorbei an Hunderten von Menschen, die uns dabei anstarrten. Und dann verlor Ronja auch noch einen ihrer Schlappen, wofĂŒr sie ausgelacht wurde. Klassiker. Bei Suahee angekommen, hievten wir uns auf die RĂŒckbank ihres Autos. Komplett auĂer Atem und verschwitzt. Sie fuhr uns sehr rasant mit ihrem Sportwagen durch Krabi. Rote Ampel?! Ups.. Mit einem Mix aus NervositĂ€t, Freude, Atemlosigkeit und Dankbarkeit, hatten wir unsere Koh Tao Reise eigentlich schon fast abgeschrieben. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt. In letzter Minute erreichten wir den Bus, wir stiegen schnell aus und Suahee lief, wie ein junges Reh, los zum Schalter, um uns die Tickets zu kaufen. WĂ€hrenddessen wurden unsere RucksĂ€cke eingeladen. Wir umarmten sie fest zum Abschied und drĂŒckten ihr etwas Geld in die Hand, welches sie vorerst nicht annehmen wollte. Es hat geklappt, wir hatten es in den Bus geschafft.Â
Ganz erleichtert war Ronja noch nicht, da sich ihre Blase meldete. Sie hielt wirklich noch lange durch, bevor sie sus der Not heraus versuchte auf die Bustoilette zu gehen. Aber es gab keine. Houston! ⊠Da zahlte sich endlich unser Beckenbodentraining aus der Ausbildung aus, denn es gab keine andere Möglichkeit. Als wir den nĂ€chsten Hafen erreichten, lief Ronja auf direktem Wege zur Toilette, dabei wurde ihr Weg ĂŒberraschender weise zum falschen Zeitpunkt von einem der Soldaten gekreuzt. Sie wollten, genau wie wir auch, nach Koh Tao. Erlöst ging Ronja nach einem Ă€uĂerst kurzen GesprĂ€ch auf die Toilette und suchte danach Nina auf, die alle RucksĂ€cke hatte. Wir gingen auf die FĂ€hre uns suchten uns dummerweise PlĂ€tze auf dem Deck aus. Hier knallte die Sonne. Das war mit dem Fahrtwind erst ganz angenehm aber irgendwann wechselten wir dann doch nach unten. Wir fuhren ca. 3 Stunden und kamen tatsĂ€chlich im Regen auf Koh Tao an. Zum ersten Mal hatten wir Regen auf unserer Reise erlebt. Wir fuhren mit dem Taxi zur Unterkunft, in dem sich ein israelischer junger Mann dafĂŒr entschied an unserem Hotel mit auszusteigen und einfach zu fragen, ob die noch ein Zimmer haben, da er ohne Unterkunft angereist war. Er ist super lieb und gar nicht aufdringlich, was wir als sehr angenehm empfanden.Â
Nach einer Dusche brauchten wir dringend Essen. Und einen Cocktail. Vor lauter Hunger hatten wir schon Bauchschmerzen und bekamen nur schwer was runter. Der Cocktail wirkte sofort. In ein paar weiteren Bars ranken wir weitere Cocktails, besuchten den Strand und gingen irgendwann ins Bett.Â
Unser Blog wird unprofessioneller, da wir es an solchen Abenden nicht schaffen, noch zu schreiben aber wir werden uns bessern!Â
Bis spĂ€terÂ
Ronja & NinaÂ
