Canal du Rhône au Rhin, Anfahrt nach Besançon
Wie vereinbart starten wir dann am Folgetag um 800. Mein erster Offizier geht noch einmal den Weg zum Tunnel ab, nicht das wir mit dem geschlossenen Tor etwas übersehen haben....


Veröffentlicht: 12.06.2025
Die Erfahrung mit Regen hatten wir in den beiden letzten Jahren so nicht verinnerlicht. Auf unserem Weg nach Barcelona hatten wir zwei Regentage, der eine davon auf der Rhône voll aufgetakelt. Nachdem wir aber jetzt auch mal so richtig nass wurden, musste eine andere Lösung her. Tagelang haben wir uns den Kopf zerbrochen, wie wir unsere Bügel so umbauen können, dass wir auch bei 3,50 Durchfahrthöhe mit Plane fahren können. In Dole war die Lösung ausgearbeitet worden, das Material wollten wir in Besançon im Baumarkt erwerben.
Da ebenfalls eine Fahrt zu einer Käserei geplant war, konnten wir beides miteinander verbinden. Den Baumarkt fanden wir in Saône, im Gewerbegebiet, von dort waren es dann nur 9 Kilometer nach Fontain.
Unsere Erfahrung mit den „sehr starken Steigungen“ ließen uns den Weg gleich auf die Auto Route legen. So kamen wir dann über die RD 571 auf die Hochebene und weiter Richtung Saône. Erst machte es mich stutzig, dass die Straße auf einmal 4-spurig ausgebaut war aber unmittelbar danach kannten uns alle Autofahrer und haben freundlich gehupt. Irgendetwas stimmt da nicht.
Wir konnten das Problem erst einmal nur lösen, indem wir die N57 an der nächsten Ausfahrt verlassen haben. Im Nachgang haben wir festgestellt, dass es sich bei eine N… auf roten Schilt um eine Schnellstraße handelt, die ist vermutlich nicht für Radfahrer gebaut.
Im Baumarkt haben wir alles erhalten, was für den Umbau unseres Verdeckes erforderlich war, im Super U daneben haben wir unsere notwendigen Einkäufe erledigt. Weiter nach Fontain zur Käserei oder Fromagerie, wie die Franzosen sagen. Bei der Fromagerie de Fontain Village handelt es sich um eine kleine aber feine Käserei mit Werksverkauf, von dem die Kunden aus der Umgebung rege Gebrauch machen.
Wir haben uns mit einem Kilo Comté und zwei weiteren Käsesorten zum Probieren eingedeckt. Das absolute Highlight davon ist der 24 Monate alte Comté.
Auf dem Rückweg hat uns unser Navi wieder einmal auf Abwege geführt, wobei das sogar für mich noch halbwegs OK war, nur meinem ersten Offizier dränten derart die Augen, das sie den schlechten Weg nicht erkannte und bergab schieben musste.
Nachdem uns Google außerhalb größerer geschlossener Ortschaften schon mehrfach in die Wildnis oder auf Treppensteige geschickt hat, werden wir uns zukünftig dort mehr auf der AutoRoute bewegen.
Das Ergebnis unseres Baumarktbesuches ist auf den Bildern zu sehen, auch wenn Herr Schmitt mit unserer Ausführung nicht einverstanden wäre, jetzt ist das Dach dicht und ich habe auch bei schönem Wetter Sonnenschutz.
