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Tag 1 Travemünde

Veröffentlicht: 17.08.2020

Nun, ist der erste Tag der Tour vorüber, ach war das aufregend!

Meine Lieben zu Hause sind gleichzeitig mit mir aus ihren Betten gekrabbelt um eine gute Fahrt zu wünschen. Meine Karin hat mir zur Stärkung ein Müsli vorbereitet und nach einer starken Tasse Kaffee ging’s dann um kurz nach 6:00 Uhr auch schon los. 

Da ich keinerlei Sightseeingtouren in Deutschland auf dem Schirm hatte, habe ich mich für den kürzesten und schnellsten Weg entschieden. Bei Aalen rauf auf die A7 bis nach Hamburg und Travemünde. 

Es lief soweit ganz gut, bis dann die Temperaturen die 30iger Marke überschritten haben was schon um 11:00 Uhr morgens der Fall war. Bis zu meiner Ankunft kletterte das Thermometer bis auf 34 Grad was ja auch ok ist und meiner Meinung immer noch besser als Regen ist. 

Was mir aber fast die Tränen in die Augen trieb waren fast 50 km Stau vor Hamburg. Nun Leute lasst euch eins sagen, Urlaub in Deutschland ist sicherlich toll. Vor allem an unseren Küsten und in den Bergen, aber bitte nicht alle zusammen, was für ein Chaos.

Im Radio kam schon fast eine Nebelwarnung so hab ich gedampft und bei den Temperaturen sich brav hinten im Stau anstellen ist auch nicht so mein Ding. Unsere StVO macht ja auch meistens Sinn, aber halt nicht immer, hoffentlich kommt nichts nach. 

Ich bin dann bis Travemünde durchgefahren und ein freundlicher Abschleppwagenbesteller vom Ordnungsamt hat mir einen kostenlosen Parkplatz direkt am Meer verraten und mir zugesichert das er mit seinen Kollegen vereinbart hat heute dort nicht abschleppen zu lassen. Wie nett......

Gesagt getan Karre abgestellt, etwas umständlich aus den Motorradklamotten raus und in meine Badeshorts rein. Das ist übrigens nicht so einfach wie es sich anhört. Es gibt nämlich keine Umkleidemöglichkeit am Strand. Ich also meine Motorradjacke umgewickelt und irgendwie versucht die Aufgabe in aller Öffentlichkeit zu bewältigen. Immer mit einem Auge auf der Suche nach den Ordnungsmännern die mir vielleicht einen Strafzettel wegen erregen öffentlichen Ärgernisses aufbrummen könnten. Wie auch immer, keine alten Damen sind in Ohnmacht gefallen, alles hat gut geklappt und somit konnte ich eine herrliche Abkühlung in der Ostsee genießen. Anschließend ein „Radler“ und Matjes mit Bratkartoffeln In einer Gartenwirtschaft gleich in der Nähe und die Welt war wieder in Ordnung.

Dann auf zum Skandinavienkai der ca. 8 km vor Travemünde liegt. Dort erstmal die Ruhe und den lauen Abend genossen um anschließend gegen 21:00 Uhr das sogenannte einchecken für die Fähre zu erledigen. Hat auch super geklappt, nur mussten ich und noch weitere 8 Biker dann bis 23:30 Uhr warten bis wir dann die Fähre entern konnten. Das hat sich elendig hingezogen. 

Endlich an Bord mussten die Motorräder festgezurrt werden was gelinde ausgedrückt ein echter Schei... war. Vier Gurte pro Fahrzeug. Gut das wir einen Profi dabei hatten der mIr und den anderen Bikern die Handhabung erklärt hat. Danach mussten wir in der Bar eine Stunde warten bis die Kabinen fertig waren. Mit einem finnischen Faßbier verging die Zeit wie im Fluge. Uhrzeit 1 Std vorgestellt ging’s dann um 2 Uhr morgens zum Duschen und dann ab ins Bett.

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Antworten (2)

Karin
Na, dass ich doch mit meinem Müsli auch noch namentlich erwähnt werde, ist ja toll 😄! Somit weiß ich nun ja über alles bestens Bescheid und musste schallend lachen, ob des evnt. Ärgernisses - wenn ich da so an Bonn denke, kann ich mir deine Jauchzer im kühlen Nass vorstellen. Glückwunsch zum Blog, weiter so und sichere Reise 🙋‍♀️

Joachim
Ja meine Liebe, gewisse Parallelen zu Bonn sind nicht abzustreiten. Bis dann!