¡Ja'umina!
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Ausflüge in Asunción (A-Town)

Veröffentlicht: 16.02.2018

Asunción ist also die Hauptstadt von Paraguay, aber wie ist es da wohl? Unsere erste Information war das Asunción 500.000 Einwohner hat, das verwundert natürlich schon, wenn man bedenkt, dass es die Hauptstadt ist. Das Rätsel ist aber gelöst: Asunción hat einen Centro antiguo, in dem eigentlich nur Büros, alte Häuser und wenig belebte Straßen sind, das ist Asunción. Dazu kommt aber ein Einzugsgebiet, mit verschiedenen Vororten mit denen der Kern verschmilzt (tatsächlich bemerkt man den Übergang nicht und es gibt auch nur selten, bzw. nie Schilder) und das ist dann Gran Asunción mit über 2 Mi Einwohnern, so macht das ganze schon mehr Sinn. Und in eben so einem Vorort wohnen wir auch, ca 10 km vom Zentrum entfernt und ca 5 km von der Arbeit, ideal gelegen also. 

Asunción zu Zeiten der Gründung. Zumindest das viele Grün ist erhalten geblieben.


Asunción außerhalb des Zentrums darf man sich vor allem mit zwei Bildern vorstellen: Auf der einen Seite irre viel Verkehr auf den wenigen Straßen, die die Stadtteile verbinden (Fast jeder kauft sich hier ein günstiges Secondhand Auto und dafür sind weder Straßen noch Verkehrslage gemacht) und auf der anderen Seite die kleinen Nebenstraßen. Dort findet man kleine Empanada Läden, die Opas flacken den ganzen Tag auf ihrem Gartenstuhl am Bürgersteig und quatschen, Kinder spielen, Hunde streunern und immer wieder suchen Autos Abkürzungen am Verkehr vorbei, was völlig hoffnungslos ist, wenn man bedenkt, dass mindestens 1/3 der Straßen aus ehemaligem Kopfsteinpflaster besteht und  die anderen Straßen mit riesigen Speedbump Hügeln ausgestattet sind. Aus irgendwelchen, bis dato unerklärlichen Gründen findet sich auf diesen Straßen übrigens auch immer Wasser, auch wenn es den Tag über bei 38° Grad, praller Sonne nicht geregnet hat..das mit dem Abwasser klappt also bisher nur teilweise..

Zwischen Stau und Feierabendidylle

Das Zentrum selbst bietet auch noch mal völlig unterschiedliche Teile. In einer Nachbarschaft hat man sich zusammengeschlossen und den ältesten Teil aufgepeppt und so ein farbenfrohes Viertel geschaffen. In den engen Straßen sind alle Häuser in wunderbar fröhlichen, leuchtenden Farben gestrichen und mit Blumen (teilweise Plastik) geschmückt.


Eine bunte Treppe führt, vorbei an der Casa de Mojitos (in der man sich unbedingt Mojitos gönnen und sich auf der Wand verewigen sollte) hinauf auf den Mirador. Dieser Aussichtspunkt ist eigentlich das Dach eines Hauses und so kommt es, dass man hier fröhlich von einer Familie begrüßt wird, die eben ganz normal in ihrem Vorgarten abhängen.


Ein willkommener Abstecher in der Hitze Paraguays ;)

Nicht nur wir haben uns verewigt, sondern auch...

...sondern auch der Papa. Entweder er fand es sau witzig Osama an die Wand zu schreiben, oder es hat ihm noch keiner gesagt, dass das Kürzel seines Namens (Oscar SAMAniego) zufällig auch eindeutig auf andere Personen hinweist :D

Der Aussichtspunkt bietet dann eine schöne Aussicht auf den Fluss und die "Skyline" von Asunción, die man mit seinem ordentlich knallenden Plastikbecher-Mojito super genießen kann. Sangria und Pizza am Abend sollen hier auch sehr zu empfehlen sein, dass steht aber noch auf unserer ToDo Liste! 

Die Skyline Asuncións vom Mirador

Auf der anderen Seite bietet ein Spaziergang einen ziemlich guten Einblick in die Stadt, die sowohl irre schöne Ecken und Häuser im Kolonialstil, als auch alte Hochhausprojekte und wirklichen Verfall bietet. Die Straßen werden allzu oft von riesigen Graffitis geschmückt und man merkt, dass es Bemühungen gibt, das Zentrum aufzupeppen. So stehen mittlerweile zum Beispiel alle alten Häuser unter Denkmalschutz, sowie zum Beispiel auch die alte Eisenbahn, die von Paraguays Reichtum und Fortschritt erzählt, den das Land vor einem großen Krieg mit seinen Nachbarn zu verzeichnen hatte. Der ging ordentlich in die Hose, Paraguay hat heute keine Züge mehr.

Der alte Bahnhof wirkt auch etwas unscheinbar

Bei einem Spaziergang durch die Stadt  findet man noch andere historische Bauten, wie die Casa de Independencia oder eine malerische Kathedrale. Allerdings eben mitten in der Stadt mit seinen 2 Gesichtern..

Casa Indepedencia: Ein Stück Geschichte zwischen Alltag und Verfall



Genauso, gibt es noch einen wahren sightseeing Punkt den es zu betrachten gilt: Den Palast des Präsidenten und heutiger Regierungssitz: 

Der protzige Regierungspalast

Aber auch hier sieht man wieder 2 Gesichter: In unmittelbarer Entfernung befinden sich nämlich die Notunterkünfte für alle, die vom Hochwasser aus ihren Häusern am Fluss vertrieben wurden (Was übrigens ca alle 2 Jahre mal passiert)

Notunterkünfte in der Nähe des Flusses

In ebenso naher Entfernung lässt sich genauso über einen Markt mit allerhand paraguayanischer Handwerkskunst bummeln, die sich vor allem durch Stickereinen, Lederwaren, verzierte Thermoskannen und bunte Idigena Kunst auszeichnet. An den Farben kann man sich kaum sattsehen!

Typisch Paraguay zu Schleuderpreisen

Soweit also ein klitzekleiner Einblick in die Stadt bei Tag, bei Nacht sieht das ganze natürlich nochmal ganz anders aus! Auf einmal tauchen da Kneipen, Bars und junge Leute auf. Bevor wir uns hier aber gut genug auskennen um davon berichten zu können, wird es wohl noch ein paar Barabende mit neuen Freunden brauchen..

Ein Salut auf kommende Abende (:


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#paraguay#asuncion#casademojito#mojito