Charming West Coast - Tag 20 bis 23
Tag 20. Nach dem faszinierenden Heaphy Walk ging es praktisch ohne große Pause mit einer Wanderung weiter. Um 9h wurden wir von Yvonne, unserem Guide für die folgenden 5...

Veröffentlicht: 24.03.2018
Am Tag 24 war dann wieder Action angesagt! Am Tag zuvor hatten wir uns beim Wild Water Rafting auf dem Buller River angemeldet. 10h war Treffpunkt, den wir nach einer einstündigen Fahrt entlang des Flusses erreichten. Komplettes Equipment wurde gestellt, wir brauchten nur Badesachen und trockene Klamotten für später mitbringen. Wir hatten sowieso alles mit in unserem Leihwagen, der ist schon praktisch als fahrendes Lager :) Als wir im Boot auf dem Fluss waren (insgesamt zwei Boote mit je vier Personen und Guide) durften die Stromschnellen kommen!! Eine war dabei von der dritthöchsten Kategorie 4 (Kategorie 6 sei praktisch unmöglich zu überwinden, auch für Profis), die restlichen gehörten zur Kategorie 3.
Es hatte richtig viel Spaß gemacht :)) Es war nass und aufregend! Wir können die Tour nur empfehlen! Aufpassen sollte man trotzdem, insbesondere nach dem Tauschen von Plätzen im Boot! Denn dann kann es vorkommen, dass man sich mit seiner schwächeren Hand bei dem Befehl „hold on“ festhalten muss... In der stärksten Stromschnelle nach einem 180Grad Flip hatte es Jörg um haaresbreite aus dem Boot geworfen, zum Glück hielt sein rechter Fuss ihn im Boot :-D Deshalb die Füße immer schön im Boot fixieren! Anschließend durften wir ins Wasser springen und uns einmal treiben lassen, das war eine rasante Fahrt! Glücklich und zufrieden, dass keiner verloren gegangen war, bekamen wir nach der Tour noch ein Heißgetränk sowie Kekse und eine Empfehlung für einen Walk (Truman Walk) für den nächsten Tag.
Wo wir schon einmal in der Gegend waren, besuchten wir noch die Geisterstadt Lyell (genauer gesagt gab es dort zur Zeit des Goldrausches eine Stadt, jetzt nicht mehr). Dort konnte man noch den alten Friedhof besichtigen sowie am Fluss nach Gold schürfen, wir hatten aber nichts gefunden. Außerdem beginnt dort die Old Ghost Road, die wir nun auf unsere „To Do“-Liste für den nächsten Urlaub gesetzt haben, dann allerdings zu Fuß und ohne Bike (etwa 1000 Höhenmeter sind am ersten Tag zu überwinden).
Am späten Nachmittag waren wir noch am Hafen in Westport, gingen den Walkway am Yachthafen um die Lost Lagoon herum und schlenderten am langen Sandstrand entlang. So endete unser kurzer Entspannungsurlaub am Tag 24 :))
Tag 25. Auf dem Weg nach Greymouth, machten wir unseren ersten längeren Stop am Truman Track. Durch dichten Wald hindurch mit vielen Info-Tafeln zu den Bäumen am Wegesrand erreichten wir nach 15 Minuten den Steg, der uns eine tolle Aussicht über die rauhe See bot. Es war gerade Flut und die Wellen zerschellten an den Felsen eindrucksvoll! Weiter in der Bucht konnte man auch etwas nass werden... :)
Anschließend fuhren wir zum Hauptziel unserer Intercity-Fahrt, den Pfannkuchen-Felsen (pancake rocks) und Atemlöchern (blowholes) in den Felsen. Die Dichte an Touristen nahm schlagartig zu (Busladungen!), doch die Sicht auf die einzigartigen, geschichteten Felsenformationen war in der Tat atemberaubend. Ganz besonders das Aufschlagen der Wellen und das Herausspritzen des Wassers aus den blowholes war sagenhaft! Der „Kamin“ war fantastisch und sehr lustig und die „plötzlichen Geräusche“ waren toll! Die Kombination aus Wasser, Wind und Felsen bildete hier ein einmaliges Naturschauspiel! Natürlich gab es auch echte Pancakes vor dem Eingang zum Pancake-Rocks-Wanderpfad. Die waren lecker :). Von den Paninis sollte man stattdessen die Finger lasser; die lieber nahe den Panini Rocks futtern ;))
Danach fuhren wir die tolle Küstenstraße weiter entlang bis wir am frühen Abend in Greymouth ankamen. Eine überaus stark durch Industrie geprägte Stadt!