Brasilien 12 - Probentag
Mit einem letzten Frühstück in unserem Hotel starteten wir in den Tag. Um 10 Uhr fuhren wir mit den Bussen ab und machten uns auf den Weg

Veröffentlicht: 03.09.2026




















Heute Morgen und Vormittag hatten wir kein Programm, daher verbrachte jeder die Zeit unterschiedlich. Matteo organisierte ein Fußballturnier, bei dem viele mitspielten, andere liefen zum nahe gelegenen Shoppingzentrum oder ruhten sich aus.
Um 14 Uhr fuhren wir los zum MAC- Museu de Arte e Ciência, einem Kunst- und Naturwissenschaftsmuseum, das von Studenten geführt wird. Dort begannen wir die Führung mit einer Ausstellung eines lokalen Künstler, dessen Werke von Meereslebewesen und schönen Erinnerungen von der Küste von Rio inspiriert ist. Sie verbindet Kunst, Technologie und Drucke aus Holzschnitt- und Linolschnitttechniken. Da jeder Besucher die Möglichkeit hat, ein Papierboot zu falten, wächst die Ausstellung stets weiter und auch wir fügten unseren Teil hinzu, da diese die Kunstwerke umrahmten.
Weiter ging es im zweiten Teil des Museums, in dem es um Cordels geht. Dies sind kleine Broschüren oder Gedichtsbände. Die Bezeichnung stammt von den Schnüren oder Leinen (cordel), an denen die Hefte auf Märkten zum Verkauf aufgehängt wurden, wobei die Umschläge traditionell mit Holzschnitten gestaltet sind. Die Tradition geht auf europäische Bänkelsänger zurück und wurde von portugiesischen Kolonisten nach Brasilien gebracht. Früher waren die darin festgehalten Lieder und Gedichte lange Zeit das wichtigste Medium, um Nachrichten, Geschichten und Kultur zu verbreiten. Die Verse wurden oft von reisenden Sängern auf Märkten oder Plätzen rezitiert oder gesungen und handeln von Volkshelden, Legenden, religiösen Themen und dem Alltag. Jeder von uns durfte sich dort auch ein Cordel aussuchen und als Andenken mitnehmen.
Nach einer kurzen Trinkpause sangen wir im Museumseingang „Locus iste“, „Lift me up“, „The Lord bless you and keep you“ und „Hlonolofatsa“, was bei den Museumsangestellten großen Applaus hervorrief.
Danach ging es weiter zum Mosteiro das Irmãs Clarissas, einem Nonnenkloster mitten in Campina Grande. Dort sangen wir uns mit dem Coro de Câmara de Campina Grande nach einer kurzen Stellprobe ein und bereiteten uns auf das Konzert vor.
Kurz vor Beginn bekamen wir die Info, dass sowohl ein lokaler und als auch ein nationaler Fernsehsender anwesend waren und so begannen wir das Konzert schon etwas früher und sangen „The Lord bless you and keep you“ für die Fernsehbeiträge. Wir führten das Konzert mit rein geistlichen Stücken fort, bevor der andere Chor für die gemeinsamen Stücke dazukam. Vor allen „Dark Night of the Soul“ begeisterte das Publikum sehr und „Kia Hora“ sorgte für einen schwungvollen Schluss.
Nach dem Konzert fuhren wir in ein Restaurant, wo wir gemeinsam mit den anderen Chorsänger/innen zu Abend aßen.
