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Wandern im Peak Distrikt

Veröffentlicht: 29.10.2025


Ach ja wandern. Ich bin damit aufgewachsen, als Kind hab ich es geliebt, dann eine Weile gehasst und seit einigen Jahren liebe ich es wieder. Es ist einfach schön durch die Natur zu wandern, unterschiedliche Pflanzen und Tiere zu entdecken und die Auszeit zu genießen. 

Und ich finde immer gerade in Großbritannien lohnt es sich wandern zu gehen. Überall gibt es kleinere und größere National Parks. So auch das Peak District. Dieses stand schon ewig auf meiner Reiseliste. Der Nationalpark ist zum Teil aber ganz schön schwer zu erreichen. So habe ich jetzt meine Reise genutzt, um einen Tagesausflug in den äußeren Rand zu machen.
Mit dem Zug ging es von Sheffield nach Hathersage. 

Schon im Zug war klar, dass viele in meine Richtung wollen. Ausgestattet mit Rucksack und Wanderschuhen war ich nicht die Einzige. Und tatsächlich habe ich auf meiner Wanderoute später Leute aus meinem Zug wieder gesehen.

Hathersage ist ein kleines uriges Dörfchen mit den typischen englischen Stein Cottages. Jedoch habe ich mich nicht länger umgeschaut, sondern bin direkt rein in die schöne Natur gelaufen.

Für meine Wanderung hatte ich mir eine Route von 12,5 km raus gesucht. 


Der erste Teil meiner Wanderung ging hauptsächlich entlang dieses kleinen Baches. In dem Wald habe ich langsam und etwas unbemerkt meinen ersten Aufstieg erklommen, um dann am Ende diese erste schöne Aussicht zu haben:

Weiter ging es dann durch ein Farnfeld bis auf eine ca. 400 Höhenmeter liegende Felswand, um diesen schönen Ausblick über das Peak District zu genießen.


Hier oben war dann tatsächlich ganz schön Betrieb. Aber diese Aussicht kann man sich auch einfach nicht entgehen lassen. Der Hinweg war wie gesagt mehr durch Wald und Wiesen. Der Rückweg führte dann durch Heide und Felder. Sogar ein paar Blaubeeren habe ich gefundenen. 

Viele der Wanderwege sind einfach öffentliche Wege, als Public Path ausgeschildert. Sie führen aber auch manchmal über private Grundstücke. So bin ich über diverse Weiden, mit Tieren drauf!, und sogar ein privates Bauernhofgrundstück gelaufen. So konnte ich Schafe, Pferde und Kühe von ganz nah sehen. Um ehrlich zu sein hatte ich bei den Kühen etwas Schiss, da diese mit ihren Kälbchen auf der Wiese unterwegs waren. Da habe ich mich sehr bemüht schnell wieder die Wiese zu verlassen.

Und dann war die Wanderung nach guten 13 km auch schon wieder vorbei. Ich bin richtig froh, dass ich mich entschieden habe, alleine wandern zu gehen. Eigentlich war meine Regel auf dieser Reise immer jemanden zu finden, mit dem man zusammen wandern gehen kann. Einfach um nicht ganz alleine unterwegs zu sein, falls nicht doch mal was passiert. Davor hatte ich immer ein bisschen Angst, da ich nun aber in keinem Hostel war, sondern in einer privaten Unterkunft, hatte ich niemanden, die vielleicht mit wandern würden und ich wollte mir das Peak District auf gar keinen Fall entgehen lassen. Also war ich immer schön vorsichtig unterwegs, hab es mir dann trotzdem zugetraut und auf jeden Fall war das die richtige Entscheidung!

Die Natur in ihren unterschiedlichsten Formen und Farben und diese Ausblicke über das weite Land waren so schön. Diese Erinnerung will ich auf keinen Fall missen. Manchmal muss man einfach über seinen eigenen Schatten springen.


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