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Sibiu- ein Mal etwas anderes Ostern

Veröffentlicht: 01.06.2025

Unterkunft
Airbnb
Ferienwohnung · Sibiu · Airbnb
Fahrt
Sibiu → Mediaș
Rumänien
Tour
Freilichtmuseum-Besuch
Museumsbesuch
Attraktion
Sibiu Altstadt
Sibiu, Rumänien
Attraktion
orthodoxe Kirche in Sibiu
Sibiu, Rumänien
Essen
Brunch
$$ · Frühstück


Dieses Jahr habe ich Ostern so ganz anders, als gewohnt, verbracht. Ich bin nach Sibiu in Rumänien gefahren. Dort habe ich mich mit Kaja, Cordula und Konrad getroffen. Kaja studiert Theologie und macht dort gerade ein Auslandssemester. So hatten wir jemanden, der sich auskannte und uns die ganze Stadt zeigen konnte. 

Zu dritt haben wir uns ein Airbnb gegönnt und konnten so die gemeinsame Zeit optimal nutzen. Gewohnt haben wir in dieser süßen Altstadt Straße in einem kleinen Reihenhaus.

Nach dem ersten kleinen Erkundungsspaziergang hatten wir einen guten ersten Eindruck von der Stadt bekommen. Wir haben uns an dem ersten Tag, hauptsächlich in der Altstadt bewegt. Tägliches Ziel: mindestens einmal am Tag ein Eis essen!

Am Samstag ging es dann für uns weiter durch die Straßen, haben leckeres Essen probiert und haben ein Konzert besucht mit Musik zur Karwoche. 

Abends ging es dann für uns in die orthodoxe Kirche für eine Osternacht, der für uns etwas anderen Art. Halb 12 ging es los und normalerweise dauert so eine orthodoxe Osternacht mindestens vier Stunden, manchmal vielleicht auch länger.

Die Kirche von innen wunderschön bemalt und angenehm beleuchtet. 

Natürlich war der Gottesdienst in rumänisch, sodass ich leider nichts verstanden habe. Dennoch war es interessant Mal so einen ganz anderen Gottesdienst zu erleben. Ganz andere Vorgehensweisen. Zum Beispiel stehen viele Menschen die vielen Stunden durch. Es gibt zwar Stühle, die man sich ausleihen kann, aber dieses Angebot nehmen nicht viele an. Es wird sich auch viel öfter bekreuzigt, als es so manche Christ*innen vielleicht gewöhnt sind. Und dann gibt es natürlich, wie in jedem anderen Gottesdienst auch, eine genaue Liturgie. Für uns sah das manchmal aber ganz schön chaotisch aus und so, als ob sie keinen Plan haben. Aber jede Person, (bzw. Mann, denn Frauen dürfen in der orthodoxen Kirche nicht arbeiten) weiß genau wo es lang geht. 

Auch anderes as bei uns, ist die Länge der Osternacht. Meistens dauert sie so ein bis zwei Stunden, aber nicht mindestens vier. 

Die dreitürige goldene Bilderwand, auch Ikonostase genannt, trennt den Raum für die Gemeinde und den Altarraum voneinander. Auf ihr kann man viele unterschiedliche Ikonen entdecken. Am Anfang kann man nur die Gebete hören, aber nicht sehen, wie sie gesprochen werden, denn der Priester steht hinter der Ikonostase im Altarraum. Immer Mal kommt ein Helfer an den Seitentüren raus und es wird in regelmäßigen Abständen Weihrauch verteilt. Nach der guten ersten Stunde ist der Priester mit all seinen Helfern heraus gekommen, wobei nur der Priester durch das Haupttor gehen darf. Mit einer Prozession ging es vor die Kirche und ein paar Mal um die Kirche herum. Am Ende wurde noch vor der Kirche weiter gebetet und gepredigt. Nach ungefähr anderthalb Stunden sind wir dann aber auch wieder zurück in unsere Unterkunft gegangen, da wir die ganzen vier Stunden (mindestens) nicht im Stehen nicht durchgehalten haben.


Am Sonntagmorgen wurde ausgeschlafen und dann erstmal eine gute Runde Ostereier gesucht, um danach gemütlich brunchen zu gehen.


Gut gesättigt ging es dann einige Höhenmeter nach oben. Einmal auf den Kirchturm geklettert konnten wir Sibiu gut von oben betrachten. 

Das besondere an Rumänien sind oft die Häuser. Die Fenster im Dachstuhl sehen immer ein bisschen aus, wie Augen.

Nach dem Ausflug nach oben, ging es auf zu einer kleinen Wanderung ins etwa 5km entfernte Freilichtmuseum.


An unserem letzten Tag wurden wir in die orthodoxe Gemeinde von Katja eingeladen. Der Priester konnte ebenfalls deutsch und hat im 2h Gottesdienst immer Mal ein deutsches Gebet mit eingestreut, so dass wir alle dreiviertel Stunde auch Mal etwas verstanden haben. Auch die kleine orthodoxe Kirche war ähnlich aufgebaut, aber nicht so prunkvoll, wie die große in Sibiu. Der Gottesdienst ging etwas länger als zwei Stunden und auch hier wird mehr gestanden, als gesessen. Danach hat ein gemeinsamer Brunch stattgefunden. Zusammen mit den Gemeindemitgliedern. Dies ist in Rumänien aber eher ungewöhnlich, da Gemeinde dort eigentlich nicht so gelebt wird, wie in Deutschland. Der Priester hat aber eine Zeit lang in Deutschland gelebt und gearbeitet und hat diese "Tradition" mit in seine Gemeinde gebracht. 

Ein abschließender Spaziergang, mit Blick auf Sibiu.

Und dann hieß es auch schon Abschied nehmen. Wäre Kaja nicht sowieso schon da gewesen, wäre ich in die Stadt wahrscheinlich gar nicht gereist und wäre wahrscheinlich auch gar nicht in dem ein oder anderen orthodoxen Gottesdienst gewesen. Also alles in allem eine sehr schöne und interessante Erfahrung, gerade ein solches Fest Mal in einem anderen Land, einer anderen Religion zu erleben. 

Für Konrad ging es dann weiter durch Rumänien und für Cordula und ich abends nach Mediaș, um von dort aus den Nachtzug nach Wien zu nehmen. 

Im Nachtzug haben wir uns das Abteil mit einer anderen jungen Frau geteilt und haben am Ende sogar noch einen Film zusammen geschaut.

Ein Nachtzug ist schon eine tolle Sache. Man sagt sich in Rumänien gute Nacht und reist, in unserem Falle durch mehrere Länder und wacht dann in Österreich wieder auf. 

Also bis zum nächsten Mal, dann in Österreich!

Auf einen Blick

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Dauer
4 Tage
Begleitung
Mit Freunden (4)
KulturellAbseits der PfadeEntspannend
  • Sibiu zu Ostern
  • Airbnb in der Altstadt
  • orthodoxe Osternacht
  • Freilichtmuseum
  • Nachtzug nach Wien
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