
Veröffentlicht: 26.10.2025















Cadbury Schokolade ist wohl die bekannteste englische Schokolade und erinnert mich von der Textur und den Geschmack ein bisschen an Milka Schokolade. Cadbury ist sogar auch in lila verpackt!
In der Nähe von Birmingham liegt Bournville, das Dorf, was rund um die Fabrik aufgebaut wurde und damals, wie auch heute, das zu Hause von vielen Arbeiter*innen ist. Das Dorf hat einen kleinen Bahnhof mit zwei Gleisen und ist innerhalb von 20 min von Birmingham aus erreichbar.
Bournville wurde in den späten 1870er Jahren gegründet, als die Brüder George und Richard Cadbury ihre Schokoladenproduktion vom Stadtzentrum in die Umgebung Birminghams verlegten.
Cadbury World ist in zwei Teile aufgeteilt. Zum Teil die World selbst. Eine riesige Ausstellung von der Geschichte der Firma, testen von der Schokolade, bei der Produktion zuschauen und einige andere Attraktionen, wie ein kleines 4-D Kino. Danach kann man in fünf Minuten Spaziergang das um die Fabrik liegende Dorf Bournville erkunden.
Alles beginnt am 04. März 1824. John Cadbury eröffnet sein Geschäft in Birmingham und verkauft ab sofort Tee, Kaffee und Trinkschokolade. Das Geschäft entwickelte sich gut, sodass er 1831 eine Mälzerei dazu kaufte. Nun konnte er Schokolade selbst herstellen. Nachdem seine Söhne die Geschäfte übernommen hatten, zog die Fabrik raus nach Bournville und konzentrierten sich somit nur noch auf die Herstellung und den Verkauf von Schokolade.
Heute gibt es die Schokoladentafeln überall zu kaufen, aber gerade auch die Schokoriegel sind bekannt oder auch das klassische Creme Egg, welches zu Ostern in Großbritannien auf alle Fälle nicht fehlen darf.
In der Ausstellung kann man dabei zu sehen, wie Pralinen hergestellt werden. Die unterschiedlichste Schokoladenkunst wird ausgestellt und man kann auch selbst kreativ werden.
Cadbury hat im letzten Jahr seinen 200. Geburtstag gefeiert. Aber schon seit Anfang an war die Fabrik mit seinem dazugehörigen Dorf etwas besonders. Sie wurde auch als "Factory in the garden" bezeichnet. Der Familie Cadbury war es wichtig, dass die Abeiter*innen gut wohnen und einen ausreichend Grünflächen um sich rum haben. So konnten viele aus der vollen, dreckigen und lauten Stadt raus ziehen und konnten mit einer bessere Lebensqualität leben.
Die Lebensqualität wurde aber auch in anderen Art und Weisen verbessert. Es wurden Schulen und Spielplätze für die Kinder gebaut. Mehrere Sportanlagen wurden angelegt, um den Arbeiter*innen neben der Arbeit ein Sportangebot zu ermöglichen.
Im Jahre 1902 wurden 30% von Cadburys Investitionen dafür genutzt, die Sozialfürsorge der Mitarbeiter*innen zu verbessern. Zudem war Cadbury eine der ersten Firmen, die ihren Arbeiter*innen einen halben Samstag frei gaben und Bankholidays (Feiertage) für alle einführte.
Im 19. Jahrhundert wurden führende Rollen normalerweise von Männern übernommen. Cadbury war auch hier ponierend seiner Zeit. So wurde schon früh führende Rollen auch von Frauen besetzt. Zudem wurden Frauen von Anfang an ermutigt, sich für solche Rollen zu bewerben.
So ist die Cadbury World nicht nur ein Museum, wo man etwas über die Herstellung der Schokolade erfährt. Sondern lernt man hier auch einiges über die Geschichte der Fabrik an sich und wie es dazu kam, das Bournville das wurde, wofür es noch heute bekannt ist. Ich fand den Ausflug sehr interessant und würde ihn auch Familien weiter empfehlen. Denn die Ausstellung ist gut für groß und klein gemacht. Es ist eine gute Kombination aus spielerischem Entdecken, Informationstafeln und selbst aktiv werden. Man kann bei der Produktion von Schokolade zuschauen und sich durch einige kostenlose Schokoladenriegel futtern und am Ende selbst durch das noch heute existierende Bournville schlendern, Geschäfte entdecken und sich vom Dorfleben treiben lassen.
