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Unsere Reise führte uns letztes Wochenende mit einer vierstündigen Busfahrt weg aus dem versmogten Lima – rein in die Wüste und die Schönheit Perus.

Wir schliefen im kleinen überschaubaren Küstenörtchen Paracas. Dieser Ort ist bekannt für die Islas Balletas und dem Reserva Nationale Paracas. Am Sonntagmorgen machten wir eine zweistündige Bootstour zu den Islas Balletas. Unterwegs kamen wir an einer «Erdritzerei» vorbei, welche aussieht wie die Gabel vom Neptun. Diese Gabel ist sehr gross und man weiss nicht, wie sie in die Landschaft gekommen ist und was sie bedeuten soll. Übers offene Meer ging es weiter zu den Islas Balletas. Schon unterwegs haben wir immer wieder Seelöwen in der freien Natur beobachten können. Bei den Islas Balletas liessen die Humboldtpinguine auch nicht lange auf sich warten. Wir konnten sogar miterleben, wie die Pinguine vom Felsen aus ins Wasser gesprungen sind. Welch ein Naturschauspiel in der freien Natur. In den Felsen konnte man tausende von Vögeln beobachten, welche vom Aussterben bedroht sind. Eine nahegelegene Insel schien einfach nur schwarz zu sein. Erst auf den zweiten Blick bemerkten wir, dass das alles Vögel waren. Abertausende Vögel, die fressen, schnattern und kack …. Einmal im Jahr werden die Felsen gereinigt und das weisse Gold als Dünger in die weite Welt verkauft. Die Vögel geniessen in diesem Naturreservat ideale und einzigartige Bedingungen.
Immer wieder sahen wir auch Seelöwen, welche in der Sonne am schlafen waren. Dabei sind die Seelöwenmännchen viel grösser als die Weibchen.

Am Nachmittag gönnten wir uns eine private Tour durch das Reserva Nationale von Paracas. Erwartungen hatten wir eigentlich keine – aber wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Unser Fahrer aus dem Hostel erzählte uns zu allen angefahrenen Stellen eine Geschichte oder eine Info auf Spanisch. Erstaunlicherweise verstand ich ziemlich viel und mit der Zeit viel mir das Sprechen auch einfacher. Wir sahen Strände, Salz, Wüste, beeindruckende Farben, Seelöwen, Fossilien und eine ewige Weite.
Uns gefiel der Playa Roja am besten. Der rote Sand wird vom Felsen dahinter abgetragen und ist geschützt.

Am Abend waren wir überglücklich über diese grossartigen Eindrücke, aber auch sehr müde.

Am Montag ging unsere Reise nach Huacachina, welche in der Nähe von Ica liegt und bekannt ist als die Oase der Wüste. Wir hatten ein Hotel am Rande der Oase gebucht und fuhren eine Stunde von Paracas mit einem Kleinbus dahin. Wir entschieden erst nach der Nachmittagshitze die Dünen herauf zu wandern und waren das erste Mal dankbar, unsere Wanderschuhe dabei zu haben.
Der Weg auf die Dünen erinnerte uns ein wenig an die Winter in der Schweiz. Schwerer Sand vs. Schnee an den Füssen und ein schmaler Grat, welcher durchwandert wird. Oben angekommen bot sich uns eine wahnsinnige Aussicht auf endlose Dünen in der Wüste. Dazu muss man nicht viel sagen, sondern die Bilder sprechen lassen. Also seht und staunt selbst!:-)

Nun befinden wir uns in bequemen Sesseln in unserer ersten Nachtbusfahrt in Richtung Norden und hoffen, dass wir morgen einigermassen erholt in Truijllo ankommen werden.


Kommentare

Ute
☺️

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