Tag 39 - Alps2Ocean Trail (Part III)
Da die Nacht stürmisch und kalt war, fuhr ich ohne Frühstück von diesem gruseligen Platz los. Zum Glück war das Wetter wir auch in den letzten Tagen wirklich hervorragend: Sonne...


Veröffentlicht: 12.03.2017
Die 55 Kilometer nach Duntroon fuhren sich wirklich gut, waren aber bei sehr warmen 25 Grad ausgesprochen anstrengend. Bei einer Klippe erkannte ich einen anderen Radtouristen wieder, den ich vor rund 2,5 Wochen bei Nelson im Bus zusammen mit seiner Freundin gesehen habe. Daher sprach ich ihn an, wo er denn hinfahren würde und wo er herkommt. Markus, der gebürtig aus Wien kommt und dort auch lebt, ist von Greymouth aus über den Arthurs Pass nach Christchurch, wo seine Freundin wieder nach Österreich geflogen ist. Von Christchurch ist Markus nach Tekapo und dann den Alps2Ocean Trail gefahren. Da ich einen Umweg über den Highway nehmen musste und er den Trail auf dem Schotter fahren konnte, trennten sich unsere Wege. Vorbei ging es nun an Klippen, die von einem kräftigen Erdbeben vor vielen tausend Jahren stammen. Das besondere ist, dass man die unterschiedlichen Gesteinsablagerungen genau sehen kann. Man sah eindrücklich, wie man spätestens nach diesen Klippen aus dem Alpenvorland in Richtung Küste kam. Es wurde grüner und grüner und flacher. Das war hervorragend!
In Oamaru machte ich kurz am Hafen neben dem Schild, der auf das Ende des längsten aller Biketrails in Neuseeland hinweist, kurz Pause. Danach fuhr ich zum nur rund 100 Meter entfernten Campingplatz. Dieser war um 16:00 Uhr schon fast vollständig belegt, was für die Nebensaison eigentlich ungewöhnlich ist. Es waren schon alle Plätze belegt, außer ich würde mir mit einem Backpacker aus Belgien einen Platz teilen, dieser wäre dann auch günstiger. Ich willigte gerne ein!
Der Platz, so laß ich in einigen Blogs, ist besonders beliebt, da er direkt am Hafen liegt und zwei besondere Gäste jeden Abend hat. Vor einigen Jahren haben sich zwei Pinguine unter der Küche des Platzes ein Nest gebaut. Gegen 21:30 kommen die beiden für Ihr Nachtquartier an Land. Ich bin gespannt, und hoffe bei zwei Abenden, die ich hier verbringen werde die Pinguine zu sehen.