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Aurlandsfjord und Flam

Veröffentlicht: 29.06.2023

Zeitig raus aus den Federn, ein Kaffee mit Bilderbuchpanorama und abwärts ging´s, Richtung Aurlandsfjord. Auf halber Strecke nach unten erwartete uns Stegastein, eine einmalige Plattform mit Blick über den Fjord. Als wir um die letzte Ecke vor der Plattform bogen, standen da tatsächlich schon Reisebusse, es war kurz nach acht Uhr morgens!

Das uns schon bekannte Volk wuselte über die Plattform, alle Handys gezückt, das Gerenne um den besten Platz auf der Plattform im vollen Gange. Nur einige hatten die Niete gezogen und standen mehr oder weniger geduldig in der Schlange vor der Toilette.

Wir wuselten ein wenig mit und kurze Zeit später lichtete es sich, Abfahrt der beiden Reisebusse. So hatten wir die Plattform tatsächlich für uns ganz allein, wirklich eine tolle Aussicht auf den atemberaubenden Aurlandsfjord in der Morgensonne.

Nach einem Frühstück auf einer Bank unten am Fjord fuhren wir weiter nach Flam, das bekannt für die weltweit steilste Eisenbahnstrecke einer Normalspurbahn ist. Gut 20 km geht´s hinein ins Tal.

Kurz vor Ankunft erblickten wir die beiden Riesendampfer, die vor Flam lagen. Das erklärte auch die Herkunft der Bustouris und zerschlug ebenso unsere Idee, spontan mit der Bahn zu fahren. Auf dem Parkplatz wurden wir von einer deutschen Camperin angesprochen, sie hatte sich früh morgens gerade noch ein Ticket ergattert, für Abfahrt 16 Uhr. Nein Danke!

Mit der Eisenbahn kann ja jeder, lass uns die Strecke mit dem Rad fahren. Gesagt, getan. Eine traumhafte Strecke erwartete uns, kaum Autos, vorbei an saftigen grünen Wiesen, durch enge Schluchten und vorbei am tosenden Bach. Ab und an war auch mal die Bahn zu sehen.

Irgendwann ging die Straße in einen Schotterweg über, zudem war der Akku von Dellas E-Bike fast leer. Die einladenden Picknickbänke an einer Bahnstation kamen da genau richtig, kurze Pause. Es war auch tatsächlich der Platz, an dem sich kurze Zeit später die beiden Züge kreuzten, die Bahnwärter mussten noch per Hand die Weichen umlegen, fast wie fernsehen!

Nun durften wir die Abfahrt genießen, zurück nach Flam. Noch schnell ins Shoppinggetümmel, um uns zu vergewissern, dass das auch wirklich nichts für uns ist. Weiter ging´s mit Louise, nur zwei Tunnels weiter war dann der Regen, den die drückende Schwüle ab mittags schon angekündigt hatte. Essen einkaufen, Tanken und Platz suchen. Aufgrund der angesagten heftigen Regenfällen entweder auf einem geteerten Parkplatz oder auf dem Campingplatz. Die Parkplätze alle direkt an der Straße, so wurde es ein Campingplatz.

Es regnete sich so richtig ein und wir machten es uns mal drin gemütlich, also ich, Della kochte fleißig. Endlich mal ein wenig dunkler aufgrund der Wolken, so ging´s früh ins Bett und Ausschlafen war auch schon gebucht, da die Prognose für den Vormittag nicht besser war.

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