Tardets-Sorholus
Die Nacht war regnerisch und kühl, die Sonne brauchte morgens ein wenig länger bis sie den Talboden erreichte. Die Straßen waren noch feucht, da ließ auch ich mir gerne Zeit für...


Veröffentlicht: 24.09.2023
Der Tag begann sonnig, doch die Wetterapp zeigte bereits das nachfolgende Regenband. Für uns hieß das, die Pyrenäen und das Baskenland hinter uns zu lassen und den Tag für ein paar Kilometer zu nutzen.
Zuerst noch ein Kaffee auf dem netten Dorfplatz von Tardets-Sorholus und damit einhergehend die Wahl des nächsten Platzes. Diese fiel auf ein Weingut aus dem 16. Jahrhundert im südlichen Périgord (Périgord Pourpre), wobei sich so das Ziel, mal an einem Platz ein wenig länger zu verweilen, wieder verschob, da solche Plätze üblicherweise für eine Nacht gedacht sind. Der Weg führte uns über diverse Départementales (Hauptstraßen) Richtung Nordwesten, immer mal wieder begleitet durch intensive Regenschauer. Das Gute daran, so wurden wir endlich den eingetrockneten Dreck und Schlamm in den Radkästen aus der Bardena Reales los.
Die Gutsherrin des Weinguts Cavaroque begrüßte uns distanziert und mit den Worten, ob uns klar sei, dass sie nur noch Restbestände verkaufe. Zum Probieren gäbe es auch nur noch einen Rotwein und zwei süße Weißweine (typisch für die Region). Ja, habe ich gelesen und gerne sind wir bei einer Weinprobe dabei.
Zur Weinprobe gesellte sich noch ein zweites Pärchen dazu, Franzosen und ich übte mich somit wieder im französisch Parlieren (Danke Sibylle, für diesen herrlichen Ausdruck!). Die Gutsherrin taute so langsam auf, lebt seit 50 Jahren auf dem Weingut und freut sich, einen Nachfolger für die Reben gefunden zu haben und vor allem auf eine ruhige Zeit auf ihrem Hof mit dem frisch gebauten Pool. Wir verließen die Weinprobe mit jeder Menge Tipps für die Gegend und einer Kiste leckeren Wein.
