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Delfine, Pinguine und noch viel mehr

Veröffentlicht: 14.02.2019

"Fahrt auf jeden Fall zur Curio Bay! Da könnt ihr mit Delfinen schwimmen.", hörten wir in den letzten Tagen nur zu häufig. Jeder legte uns ans Herz dort unbedingt hinzufahren.
Nachdem wir vom Milford Sound nach Invercargill fuhren und dort einen Ölwechsel machten und uns noch eine günstige Unterwasserkamera kauften, fuhren wir an die Curio Bucht. Wir zogen trotz des bewölkten, leicht windigen Wetters Badesachen an, packten die neu gekaufte Kamera ein und gingen zum Strand. Dort staunten wir nicht schlecht als sich der zuerst als Stein vermutete, riesige, haarige Seelöwe am Strand entspannte. 




Wir suchten uns ein Plätzchen am Strand und hielten Ausschau nach den uns versprochenen Delfinen. Nach einer knappen Stunde sahen wir auf einmal die ersten Flossen aus dem Wasser ragen. Ich zog Niklas sofort mit ins - leider sehr kalte - Wasser. Durch die Aufregung vergaßen wir das jedoch.

Zuerst schwammen die Hector-Delfine noch sehr weit draußen aber mit der Zeit kamen sie immer näher in die Bucht. Ganz nah zu uns kamen sie aber leider nicht. Als die Delfine dann immer weiter in die andere Richtung schwammen und wir die Hoffnung schon aufgegeben hatten dass sie noch einmal näher kommen, schwamm in der nächsten Welle auf einmal ein ziemlich großer Delfin. Niklas bemerkte ziemlich schnell, dass das kein Delfin, sondern eine Seelöwen Mama ist. Zuerst schwamm sie ein bisschen umher und wir dachten sie ist neugierig, doch dann streckte sie den Kopf weit aus dem Wasser und fing an zu fauchen. Sie kam plötzlich ziemlich schnell direkt auf mich zu. Spätestens da habe ich gemerkt, dass sie nicht spielen will sondern ihr Revier verteidigen. Ich versuchte so schnell wie möglich mich von ihr zu entfernen und irgendwann drehte sie dann auch in die andere Richtung...zur nächsten Frau. Die merkte nach ein paar Sekunden auch, dass der Seelöwe sie vertreiben will.

Wenn ihr hier auf den Link klickt, könnt ihr euch das Video dazu ansehen:

https://www.dropbox.com/s/02ufu9neb79c7im/20190211_163705A.mp4?dl=0

Im Nachhinein haben wir gelesen dass man immer mindestens 20m von Seelöwen entfernt sein soll und sie nicht vor Menschen zurückschrecken. Gut zu wissen! 


Gegen 19:30 Uhr gingen wir zu einem anderen Strandabschnitt.
Denn zur Dämmerung hat man hier die Chance die seltenen Gelbaugenpinguine zu sehen, die es nur in Neuseeland gibt. Der Yellow-Eyed Pinguin ist neben dem Galápagos-Pinguin eine der seltensten Pinguinarten und stark gefährdet.
Die Pinguine ließen etwas auf sich warten aber dafür hatten wir das große Glück Orkas zu sehen die ganz nah an der Bucht schwammen. 




Das Warten hat sich aber definitiv gelohnt als kurz vorm Sonnenuntergang ein Gelbaugenpinguin herangewatschelt kam. 



Als es dunkel wurde, machten wir uns auf den Weg zu einem Freecamp auf dem wir Nick, Jana, Nona und zwei Jungs aus Sachsen (Niklas und Lucas) trafen. 

Mit ihnen fuhren wir am nächsten Tag wir wieder an die Curio Bay. Obwohl das Wetter laut Wetterbericht schlecht sein sollte, war es viel angenehmer als gestern. Das Wasser war zwar immer noch unfassbar kalt aber die Sonne kam mittags raus und wärmte sehr gut.

Wieder sahen wir Delfine und diesmal sogar viel mehr als gestern. Sie waren auch verspielter und einmal hatten wir das Glück, dass sie nur einen knappen Meter an uns vorbeischwommen. Das war ein unfassbares Erlebnis!

Das Delfinvideo könnt ihr euch hier ansehen:

https://www.dropbox.com/s/tbax4troawh7cl4/20190212_170545A.mp4?dl=0

Als ich gerade auf meinem Handtuch lag um zu trocknen, sah ich auf einmal alle Leute aus dem Wasser rennen. Ich habe auch schnell gesehen warum...Der Seelöwe von gestern ist wieder da und verjagt die Leute aus dem Wasser.



Der Seelöwe verzog sich nach ein paar Minuten wieder ins Wasser und kam etwas weiter weg für ein Sandbad an Land.




...und machte sich dann wieder auf den Weg ins Wasser. Aber nicht ohne einmal ganz lieb in die Kamera zu schauen.



Zur Krönung dieses Seelöwen Tages sahen wir spät nachmittags noch eine andere Seelöwin die mit ihrem Jungen aus dem Wasser kam. Diese war total entspannt und machte sich gar nichts aus den Menschenmassen um sie herum.




Wir fuhren nochmal auf den gleichen Freecamp und am nächsten Tag wieder zur Curio Bay an den Strand. Am letzten Tag sahen wir leider keine Delfine aber es war wunderbar warm und endlich konnte ich mich wieder sonnen. Um 15 Uhr machten wir uns auf den Weg die Ostküste weiter hoch.



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