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Au revoir Montréal

Veröffentlicht: 31.03.2017

InhaltMontag habe ich nach der Arbeit mit JP und Simon noch ein wenig Zeit verbracht und wir haben die letzten Tage noch einmal Revue passieren lassen. Mit Bier und Videospielen ( davon hatte ich heute eigentlich schon genug) habe ich meinen Abend dort in dwr WG verbracht...

Die nächsten Tage kam noch einmal der Winter wieder. Zunächst habe ich es nur vom Arbeitsplatz aus gesehen, aber nach Feierabend merkte man schon, dass viel Schnee gefallen ist und ein Schneesturm zog auf. Am Abend wollte ich meine Sachen noch von der Wohnung der Jungs in mein neues Zimmer bringen: Ich habe mir leider den falschen Tag dafür ausgesucht.

Die Straßen waren schwer passierbar und auch für Busse war kein Durchkommen mehr. Es war ein kleines Schneechaos ausgebrochen, was durch diverse Schneefahrzeuge versucht wurde zu mildern. Auch Imads Ankunft verzögerte sich, da sein Flug von Detroit Richtung Montréal ausfiel wegen des Schneesturms.

Auch die nächsten Tage vergingen wie im Flug. Obwohl ich nicnt ganz so viel arbeiten musste, habe ich versucht noch einen zweiten Job zu bekommen. Ich habe an verschiedenen Restaurants und Bars nachgefragt und zunächst klang es vielversprechend. Jedoch ließ sich auf eine positive Rückmeldung warten....

Nebenbei habe ich noch Bekanntschaft mit meinen neuen Mitbewohner gemacht. Miriam kam hier aus Montréal und studiert neben der Arbeit bei einer Fast Food Kette von zu Hause aus.

Vadim arbeitet bei einer Food Bank eines jüdischen Community Centers, die jedoch weit von unserem Wohnort liegt.

Auch ihn fragte ich nach einem Job, bloß leider waren sie zurzeit auch gut besetzt.

Ich konnte jedoch dort ein wenig aushelfen, die Lieferungen in die Lager zu verteilen und dafür durfte ich mir ein paar Lebensmittel mitnehmen. Normalerweise sind dies Lebensmittel die in Konserven gelagert sind und nahe ihres Haltbarkeitsdatum sind oder beschädigt sind und nicht mehr verkauft werden können. Diese werden gratis an Hilfsbedürftige verteilt.

Am Samstag, den 17. März war St Patricks Day und dort habe ich neben meiner Jobssuche ein paar schön dekorierte Bars und Restaurants gesehen. Am Abend bin ich mit Simon und Natanièle zu einem Swing Tanzkurs gegangen. Da ich auch sehr gerne tanze war ich nicht abgeneigt. Es war interessant einen neuen Tanz zu lernen, aber da ich Anfänger war konnte ich nur wenig Schritte, wollte ich nach dem Kurs nicht viel selber tanzen. Es war cool den anderen zu zu sehen, da es viele Variationen gibt und der Tanz eher auf Improvisation beruht.

Am Sonntag bin ich nachmittags mit Albin noch in ein Archäologie Museum gegangen, welches sich direkt in dem Gebäude der Mcgill Universität befindet. Neben verschiedenen Tierarten Nordamerikas gab es auch ein Bereich mit Dinosauriern und der T -Rex erinnerte mich an den Film "Nachts im Museum".

Am Abend bin ich noch zu Imads Präsentation seines Projektes Globe Jumper gegangen. Es war ein kurzer Film über seine Tätigkeiten mit Freunden in und für das Land Burundi, welches sich zentral im Süden Afrikas befindet. Er sammelte spenden für den Aufbau von Schulen dort und für Hilfe im Alltag für Behinderte Menschen. Auch der Eintritt dieses Events galt als spende für das nächste Kapitel. www.theglobejumpers.org


In der nächsten Woche habe ich unter der woche neben der Arbeit Gedanken über die nächsten Schritte gemacht : Da ich diese Arbeit nicht mehr als angenehm empfand, da man unflexibel fur Unternehmungen war. Zudem kommt man nur selten auf eine angenehme Stundenzahl. So habe ich mich am Donnerstag Abend entschieden am Ende des Monats Richtung Toronto zu fahren und dort die Stadt und die Niagara Fälle zu besichtigen. Ich versuchte so gut wie möglich meine Weiterreise zu planen, und dies nahm teilweise einige Zeit in Anspruch. Nebenbei bin ich noch in das örtliche Schwimm -und Sportzentrum gegangen, habe dort das Fitnessstudio ein paar Tage umsonst nutzen dürfen und auch das Schwimmen war zu bestimmten Zeiten gratis für jedermann.

An einem Tag der Woche war ich noch für Louis, der ein Freund von Ron war, beschäftigt. Für ihn habe ich einen französische Übersetzung eines alten deutschen Textes kontrolliert und auf Unterschiede und Gemeinsamkeiten untersucht. Auch für mich war der deutsche Text teilweise schwierig zu verstehen, da es ab und zu schwer verständliche Formulierungen gab. Am Sonntag Nachmittag bin ich dann zu ihm gegangen und habe ihm meine Ergebnisse vorgestellt. Den Samstag davor habe ich Simon und Natanièle noch zum Schwimmen eingeladen. Nachdem wir uns ausgepowert haben, sind wir noch abends zu ihnen gefahren und haben noch Abendessen gekocht

Auf dem weg zur Wohnung haben wir noch Imad getroffen, der gerade mit seiner Schwester ins Kino gehen wollte.

Da ich Sonntag auch nochmal schwimmen gegangen bin, bin ich auf die Möglichkeit einen der verschiedenen Kurse ausprobieren zu dürfen und ich habe mich für Montag Abend bei einem Kickboxing-Kurs angemeldet.

Den habe ich gleich im Anschluss nach der Arbeit am Montag absolviert. Ein Trainer zeigte mir ein paar Grundtechniken und am Ende gab es noch einmal eine 10 minütige Ausdauer Session. Diese bestand aus Liegestütze und Boxschlagen und forderte einen sehr. Man kam wirklich ins Schwitzen.

Am Dienstag habe ich mal einen anderen Geburtstag erlebt: Morgens habe ich mit meiner Familie über WhatsApp videotelefoniert. Den Rest des Tages habe ich mich neben Sport und Planung der Weiterreise noch auf unterschiedlichen Wege die Glückwünsche entgegenkommen. Am Abend bin ich dann zusammen mit Albin, Imad, Simon und Natanièle in die Bar le blind Pig gegangen und wir haben dort die Gläser auf meine weltweite Volljährigkeit erhoben. Ron und Cristian waren leider aufgrund von Krankheit verhindert, aber ich wollte am Donnerstag noch einmal vorbeikommen.

Am nächsten Tag habe ich nachdem die Planung so gut wie abgeschlossen war meine Arbeit gekündigt. Da ich jetzt auch volljährig für die Staaten bin, passt es wie die Faust aufs Auge für meine nächsten Pläne: Nachdem ich am Wochenende Toronto und die Niagara Fälle besichtigen werde, geht am Montag mein Flieger Richtung Los Angeles. Dort werde ich mit einem Bekannten, der auch bei Ron Couchsurfer war, einen Roadtrip Richtung Vancouver machen.

Für unter der Woche versuchte ich noch einen Trip nach Quebec City zu unternehmen. Doch leider war das Reiseunternehmen nicht sehr zuverlässig und stornierte alle Bustouren unter der Woche, da es zu wenig Mitfahrer gab. So blieb mir Quebec leider verwehrt. Ich traf mich zum Abschied am Mittwoch Abend noch einmal mit Albin in La Panthère Verte, wo Imad zu der Zeit arbeitete. Albin probierte die Empfehlung von Imad und es schmeckte ihm. Imad gab uns nebenbei ab und zu noch Kleinigkeiten zum probieren, wie zum Beispiel Smoothies oder Falafel und machte uns so den Abend umso bekömmlicher. Da Albin noch einen weiteren Monat in Montréal bleiben möchte gab ich ihm mit Einverständnis von Simon und Imad die Nummer von denen weiter. Wir verabschiedeten uns und vielleicht sehen wir uns dort im Westen Kanadas wieder da er dort auch noch hinwollte.

Da ich Imad von meinem Vorhaben erzählt habe und auch das Thema Hiking fiel, sagte er mir, dass er noch ein 2. Paar Schuhe hat welches ich ausleihen konnte. Das war prima so besuchte ich ihn am nächsten Tag und wir tauschten unsere Schuhe, da ich nicht ganz so viel Platz in meinem Koffer habe.

Am Abend habe ich mich nochmal mit Ron und Cristian getroffen und wir haben über die Zeit hier in Montréal gesprochen uns auch über meine Pläne zusammen mit unserem Bekannten. Er freute sich für uns und empfahl noch ein paar Routen und Orte für den Roadtrip entlang der Westküste.

Am nächsten Tag ging es Mittags per Rideshare nach Toronto. Zuvor habe ich Simon noch ein letztes mal getroffen und er hat mir ein kleines (lebensnotwendiges) Abschiedsgeschenk überreicht. Klares gefiltertes Wasser aus der Filteranlage der Wohnung.

Es war eine merkwürdigige Fahrt mit merkwürdiger Musik, als würde man endlos durch die Wüste wandern. Das Wetter sah jedoch alles andere als sonnig aus. Die ganze Fahrt über regnete es und ich hoffte dass es in Toronto besseres Wetter geben würde.

Die letzten Tage waren von Abschied geprägt, doch jetzt blicke ich auf meine nächsten Tage und bin gespannt was mich erwartet....

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