maesas_blog_ecuador
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28. Mai 2017

Veröffentlicht: 28.05.2017

heute schreibe ich im restaurant, in dem ich schon vor etwa zehn tagen mal gewesen bin. zuerst habe ich in einem centro computo versucht, meine texte anzubringen. aber das problem war, dass es dort nur fix installierte pcs gab, ohne die wi-fi möglichkeit. und da ich die texte schon geschrieben und alle fotos auf dem tablet hatte ...

drum also hier, halt langsam, aber ich weiss jetzt, dass ich gezielt arbeiten muss, um doch an ein ziel zu kommen. diesen eintrag hier mache ich direkt vor ort, mit dem tablet und mit der bluetooth tastatur. ich glaube nicht, dass am abend noch viel läuft ausser, dass ich mich um sechs ins bett lege und den regenwaldabend einsauge. morgen gibt's arbeit, hoffe ich. ich habe bloss keine ahnung, was für eine. tzama vielleicht auch noch nicht. am freitag werden die tawasap leute in einer minga 1000 pflanzen setzen, damit ich das fotografisch dokumentieren kann. am samstag, so sagte tzama, nimmt er mich mit auf eine versammlung der stammeshäuptlinge, wenn ich es richtig verstanden habe. ich weis aber, dass solche ankündigungen mit vorsicht zu geniessen sind. auch am sonntag ist irgendwas. hab aber vergessen was. sicher ist irgendwann nächste woche weiterarbeit mit der bühne. jetzt müssen da die bretter drauf und die wände angemacht werden und irgendwie das dach befestigt werden. viel arbeit, auch wenn es erst im august fertig sein muss. aber wenn ich in betracht ziehe, was tzama auf dem platz noch alles vorhat ... !!!

heute morgen war ein zähes aufwachen. schlechte nacht und ich hatte das gefühl, das irgendwas nicht stimmt. es hat sich dann mehr und mehr herausgestellt, dass es wohl durchfall ist. ist eh ein kleines wunder, dass bisher nix war. jedenfalls habe ich nicht gezögert, zwei immodium geschluckt und beim zweiten mal "aufs wc rennen" gleich eine nachgeschoben. hoffentlich hilfts, war mein gedanke und bisher sieht es gut aus. hier im sol del oriente habe ich einfach einen halben teller reis gegessen, eine cola getrunken und jetzt schlürfe ich einen tee, den mir die chefin für magenprobleme empfohlen hat.

lustig war de reise hier nach palora, hab ich noch vergessen. da ging ich also zu fuss von tawasap nach 16 de agosto - 35min für 3,5 km - und habe mich dort an die strasse stellen wollen. die bewohner des hauses dort haben mich sofort auf ihr bänkli gebeten und ich habe mit dem einen herrn, der hatte einen blindenstock, fast eineinhalb stunden über gott und die welt, vor allem über die welt, gesprochen. zwar habe ich nicht alles verstanden, egal, wir haben uns gut unterhalten. 

warum anderthalb stunden. nun, wie ich erfahren habe, fährt gar nicht alle halbe stunde ein bus. lediglich um achzt, neun, elf und halb ein uhr. spaäter dann umzwei uhr und noch einer und noch zwei drei dazwischen und der letzte um sieben. so habe ich offenbar den elf uhr bus verpasst und als ich mich dann endlich bemerkbar machte, dass ich jetzt doch dann endlich mal nach palora wolle, da haben mir dei leute gesagt, das sei ganz einfach. ich könne ein taxi anhalten, das zurückfahre, was nicht mehr als der bus koste. oder ich könne mich einfach einem auto bemerkbar machen. de frau hat dann einentöfffahrer herangewunken und mit dem konnte ich die paar kilometer nach palora fahren. kein problem, geld wollte er nicht.

jetzt sitz ich also hier, verdaue sehr gut meinen reis und schlürfe den letzten rest meines tees. und ich verabschiede mich von euch für die nächsten tage. im dschungel ist der empfang einfach zu schwach. sorry. in zwei wochen, in der fundation, erhoffe ich mir besserung, bin aber auch nicht sicher.


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