Ein Visum für China im Ausland zu erhalten ist praktisch nicht möglich. Allerdings bekommt man unter bestimmten Kriterien die Möglichkeit, ein Visum für 72 Stunden für eine der Metropolen zu ergattern. Wir erfüllten diese Kriterien und verbrachten unseren Stop Over auf dem Heimflug in der chinesischen Hauptstadt. Okay, man schafft es nicht ganz China in drei Tagen zu bereisen, aber von Peking haben wir einen netten Eindruck bekommen: Platz des himmlischen Friedens , die Verbotene Stadt, das Olympiagelände (ja liebes Land Berlin, man kann Großprojekte wirklich umsetzen, sogar in der veranschlagten Zeit), die boomenden Geschäftsviertel mit ihren Hochhäusern und vielen im Bau befindlichen Wolkenkratzern. Und wenn man schon mal hier ist fährt man natürlich auch zur Großen Mauer, was wirklich beeindruckend war! Mao hingegen konnten wir keinen Besuch abstatten da er gerade bei der Schönheitspflege war. Und die 9 Millionen Fahrräder die man irgendwie mit Peking immer in Verbindung bringt gab es so leider auch nicht mehr... alt, klapprig, verrostet und vergessen säumen sie die Straßenränder der Hutongs (alte chinesische Wohnviertel) und erinnern an vergangene chinesische Zeiten.

Es war ein wirklich schöner Kurztrip, abermals eine Mischung aus Klassik und Moderne. Gut, von Tempeln, Schreinen, Kaiserpalästen und historischer asiatischer Architektur waren wir zwar etwas gesättigt, aber eine so aufstrebende und unaufhörlich wachsende Stadt neben den traditionellen Überbleibseln aus einer vergangenen Hochkultur zu sehen, war spannend.

Und überraschender Weise war Peking viel sauberer als gedacht, die Luft besser als in anderen asiatischen Städten, der öffentliche Nahverkehr funktionierte auf Straße und Schiene, Verkehrschaos haben wir nicht gesehen, dafür viele Elektroautos und -motorräder. Zumindest hier in der Hauptstadt waren die Menschen sehr modern und offen und man hat nicht unbedingt mehr Staatsgewalt in der Öffentlichkeit gesehen als anderswo.

Zum Abschluss unserer Asienreise fuhren wir noch zur chinesischen Mauer. Das ist schon unbeschreiblich, wenn man sich vorstellt, dass vor 2000 Jahren angefangen wurde dieses tausende Kilometer lange Bauwerk zu errichten. Klar, allein ist man auch dort nicht. Aber wenn man nur weit genug läuft, werden es immer weniger Menschen, die einem begegnen. Schlecht vorbereitet und in FlipFlops wanderten wir entlang der Mauer, trotzten Stock und Stein, Regen und Sonne, hängten alle Asiaten ab und schafften es am Ende sogar so weit dass wir die „einsame Mauer“ kennen lernen dürfen. Ein schöner Abschluss, bevor es nachts über Baku zurück nach Berlin ging.

Kommentare

Anja
Wow, da habt Ihr ganz schön was gesehen! Es ist wirklich schade, dass wir (vorerst) von euch nichts mehr zu lesen bekommen. Ich habe es geliebt, euren Blog zu lesen! :-) Liebste Grüße nach Hause!!!

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