Vom falschen Frühstück zum perfekten Tag

Veröffentlicht: 21.03.2026

Nach einem eher chilligen ersten Tag startete auch dieser wieder ganz klassisch bei uns: mit dem Fitnessstudio. Danach ging es auf Frühstückssuche in eine nahegelegene Mall.

Was erstmal simpel klingt, wurde schnell zu einer kleinen Challenge. Wir haben ewig nach dem Restaurant gesucht und waren komplett verwirrt von der Stockwerk-Logik in Singapur. Irgendwie ist nie ganz klar, was jetzt wirklich das Erdgeschoss ist und was nicht.

Als wir es dann endlich gefunden hatten, kam direkt die nächste Hürde: der digitale Bestellprozess.

Gefühlt musste man erst seine halbe Lebensgeschichte eingeben, bevor man überhaupt bestellen konnte. Bezahlen war auch unnötig kompliziert und das Essen hat uns am Ende leider auch nicht wirklich überzeugt.

Also sind wir leicht genervt wieder dahin gegangen, wo wir wussten, dass es funktioniert: Tiong Bahru Bakery 😍 Guter Kaffee, Frischkäse auf Bun und eine richtig gute Chicken Pie. Genau so startet man den Tag deutlich besser.

Danach war erstmal Pool-Zeit angesagt. Und zwar mit sehr viel Sonnencreme. Die Sonne in Singapur ist nämlich kein Witz. Selbst bei bewölktem Himmel kann man sich dort problemlos einen Sonnenbrand holen.

Am Nachmittag hatten wir eine Reservation für Afternoon Tea im Raffles Hotel. Und ich muss sagen: Ich habe mich sofort ein bisschen verliebt. Dieses weisse, elegante Gebäude im klassischen Old Money Stil hat einfach etwas. Dort haben wir erstmal Champagner getrunken, Tee geschlürft und uns durch kleine, sehr gute Snacks probiert. Die Erdbeer-Rosen-Marmelade war wirklich next level.

Nach einer kleinen Foto-Session ging es weiter Richtung Promenade zum berühmten Merlion, der oft auch als Sea Lion bezeichnet wird. Die Statue ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Singapurs. Der Kopf steht für den Löwen aus dem Stadtnamen, während der Fischkörper die Herkunft als Fischerdorf symbolisiert. Und ja, er spuckt tatsächlich die ganze Zeit Wasser in die Marina Bay. Das typische Foto musste natürlich auch sein: Mund auf und so tun, als würde der Merlion perfekt reinzielen.

Von der Plattform des Merlion aus hat man auch einen perfekten Blick auf das Marina Bay Sands Hotel, das mit seinem ikonischen "Schiff" auf dem Dach wirklich aussieht, als hätte jemand ein Raumschiff auf drei Türme gesetzt.

Zwischendurch hat es immer wieder geregnet. Klassisch tropisch. Den Regenschirm hat man dann nicht nur gegen Regen gebraucht, sondern auch als Sonnenschutz.

Am Abend ging es für uns in die Long Bar im Raffles Hotel. Dort wurde Anfang des 20. Jahrhunderts der berühmte Singapore Sling erfunden. Die Bar hat sich bis heute einen sehr besonderen Charme bewahrt. Und dann kam das wohl untypischste Detail für Singapur: Überall liegen Erdnussschalen auf dem Boden. Man bekommt zu seinem Drink einen ganzen Sack Erdnüsse und darf die Schalen einfach auf den Boden werfen. In einer der saubersten Städte der Welt fühlt sich das erstmal komplett falsch an.

Zum Abschluss des Tages sind wir noch spontan zum Fort Canning Tree Tunnel gelaufen. Ein Spot, an dem wir die Tage davor immer eine riesige Schlange gesehen hatten, weil alle genau dieses eine perfekte Instagram-Foto machen wollen. Nur diesmal war es spät. Keine Schlange, keine Leute.

Nach den Drinks in der Long Bar waren wir allerdings leicht angeschwipst und haben den perfekten Winkel nicht ganz getroffen... oder einfach nicht verstanaden, warum die Leute dort schlange stehen. 

Die Fotos sind trotzdem ziemlich witzig geworden.

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