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El Hierro

Veröffentlicht: 23.04.2022

El Hierro ist die kleinste der Kanarischen Hauptinseln und der Südwestlichste Punkt Europas. 

Dass El Hierro etwas ganz besonderes ist, haben wir schon bei unserer Ankunft gemerkt. So einen kleinen Flughafen sieht man nicht oft, es gibt nur ein Terminal, ein Gate und sogar nur ein Gepäckband. Die Hauptstadt Valverde hat knapp 2.000, die gesamte Insel gut 11.000 Einwohner. Da El Hierro keinen internationalen Flughafen und nur wenige klassische Sandstrände hat, ist die Insel (zum Glück) vom Massentourismus verschont geblieben und daher auch nur wenig an Touristen angepasst. Aber genau das macht den Charme dieser noch sehr ursprünglich wirkenden Insel aus, hier gibt es keine Hektik und keine Menschenmassen, also der perfekte Ort um sich ganz in Ruhe vom Alltag zu erholen. Wer für seinen Urlaub das absolute Gegenteil einer Großstadt sucht ist hier genau richtig. Dass zum Beispiel plötzlich Schafe auf der Straße standen und den Weg versperrten ist uns nicht nur einmal passiert.

Eines der landschaftlichen Highlights von El Hierro ist das Tal "El Golfo", eine grüne Senke in Form eines Amphitheaters an der nordwestlichen Flanke der Insel. Vom Aussichtspunkt Mirador de la Pena und dem gleichnamigen Restaurant hat man den besten Blick auf das Tal. Ein Restaurantbesuch lohnt sich schon allein aufgrund der tollen Aussicht. Ein weiteres Wahrzeichen der Insel sind die vom Wind verbogenen Wacholderbäume, die entlang der Hügel bei El Sabinar wachsen. Ein bizarrer und zugleich schöner Anblick.  

Erwähnenswert ist auch die nachhaltige Energieversorgung. Früher war El Hierro wie die meisten Inseln komplett auf Dieselgeneratoren angewiesen um den Strombedarf zu decken. Seit einigen Jahren gibt es fünf Windräder die bei ausreichend Wind den kompletten Strombedarf der Insel decken können. Diese sind wiederum mit einem Pumpspeicherkraftwerk kombiniert, das drei bis vier windstille Tage überbrücken kann. Erst wenn es länger windstill ist muss wieder auf die Dieselgeneratoren zurückgegriffen werden. 

Wir waren zwar "nur" vier Tage auf der Insel, haben aber jede Minute genossen und können sie jedem für einen entspannten Urlaub in wunderschöner Natur empfehlen. Einen Wermutstropfen gibt es allerdings, zumindest für Karo: Die Speisekarte in den meisten Restaurants besteht gefühlt zu 90% aus Ziegenkäse und Meeresfrüchten (Karos Leibspeisen... nicht). Aber auch sie hat letztendlich doch noch immer etwas zu essen gefunden :).



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