Tokio-Donnerstag-10.04.25
Heute haben wir wieder einen freien Tag und haben beschlossen, die Innenstadt, Shibuya und Shinyuku zu besuchen. Am Morgen schlafen wir ersteinmal aus und gingen spät...


Veröffentlicht: 24.04.2025










































Heute ist der letzte Tag unserer Reise in Japan und wir können erstmal ausschlafen. Wir müssen erst gegen 11.00Uhr aus-checken. Wir bringen unser Gepäck zum wartenden Bus und fahren heute nach Kamakura. Das ist ca. eine Stunde südlich von Tokio entfernt und wird oft als von "Tokiotern", als Tagesausflug besucht. Kamakura ist eine alte Kaiserstadt aus dem 12. Jahrhundert. Allerdings verlor Kamakura im 14. Jahrhundert an Bedeutung, als Kyoto die neue Kaiserstadt wurde. Heute ist es, vor allem im Sommer ein beliebter Surfspot - und Badeurlaubsort am Pazifik. Wir fahren die Autobahn, die sich teils 3-4 stockig an Kawasaki und Yokohama vorbeiführt. Direkt an der Autobahn stehen viele Wohn-Hochhäuser, wie Silos aneinandergereiht. Im Ort angekommen sehen wir viele nette kleine Shops, Cafés, Restaurants. Wir fahren zuerst zu einer großen Buddha Statue, dem Kamakura-Daibutsu Buddha und gehört zum Tempel Kōtoku-in. Er ist die meistbesuchteste Sehenswürdigkeit im Ort. Der große Kamakura Buddha stammt aus dem 13. Jahrhundert und zeigt den Amida Buddha. Ursprünglich war sie von einem Holzgebäude umgeben. Die Gebäude des Tempels brannten im Laufe der Zeit mehrmals ab, sodass heute nur noch ein Eingangstor an ihn erinnert. Der Buddha wiegt 121 Tonnen und ist 13 Meter hoch.
Dann geht es weiter zum Hasedera-Tempel, einer der großen Tempel Kamakuras. Er wird von schönen Gärten und Koi-Teichen umringt. Daneben ist er das Zuhause für eine 9.18 m hohe Holzstatue der Göttin Kannon. Hinter dem Eingangstor erwarten den Besucher schöne Gärten und Koi-Teiche. Über eine lange Treppe erreicht man weitere Bauten sowie die Haupthalle. Daneben befindet sich das kleine Kannon-Museum, das die Schätze des Tempels präsentiert. Wir gehen den Berg, über Treppen hinauf und genießen den Ausblick auf den Pazifik. Wir bummeln über die großzügige Anlage und genießen die Pflanzenwelt. Nach ca. 2 Stunden geht es zum Bus zurück und wir fahren zum gemeinsamen Abschiedsessen, einem Italiener, gegenüber des Meeres. Es gibt auch Salat, Spaghetti und Schokoladenkuchen. Wir bedanken uns dabei noch bei Kayoko, für die gute Betreuung, Organisation und die vielen Wissenswerten Beiträge. Dann geht es zurück zum Flughafen Tokio-Haneda, den wir gegen 18.00 Uhr erreichen. Leider haben wir noch ca. 6 Stunden Zeit bis zum Abflug aber es gibt genug Restaurants und Cafés, wo wir warten können. Gegen 20.30Uhr können wir unsere Koffer abgeben und können nach der Sicherheitskontrolle unser Bargeld gegen Souvenirs tauschen. Pünktlich, um 00.10Uhr starten wir in Richtung Dubai. Da ich eine Fiebertablette genommen hatte, konnte ich die 11 Stunden Flug gut überstehen. Wir flogen über den Himalaja und es war klar am Himmel. Wir sahen die schneebedeckten Berggipfel, was schon beeindruckend war. Von Dubai ging es dann noch einmal 6,5 Stunden nach Hamburg, wo wir pünktlich landeten.
Der Urlaub war sehr kompakt aber sehr interessant. Wir haben viel gesehen und erfahren. Ich hatte mir das Land aber anders vorgestellt, viel moderner als ich es erlebt habe. Teilweise ist es sehr erschreckend was für sinnlose Beschäftigungen es gibt, um die Menschen, bei niedrigem Lohn in Beschäftigung zu halten. Als Beispiel, die vielen Baustellen-Einweiser, mit schwenkenden Leuchtstäben bei Wind und Wetter. Oder Parkplatzwächter, die dafür da sind die behalten Parkscheine in den Automaten zu stecken, damit die Schranke hochgeht. Oder Gärtner, die mit Ihren Fingern das Moos einzeln aus dem rasen entfernen, oft stundenlang gebückt. Generell wird diese Gesellschaft sehr ausgebeutet. Gewerkschaften sind schwach. Wenn gestreikt wird, nur stundenweise. Auch die strenge Hierarchie Ordnung ist bedenklich und die Vereinsamung, Wir waren in Suppenküchen, wo nur einzelne Männer im Anzug saßen, die stumm Ihre Suppe aßen und aufs Handy schauten. Es gibt so gut wie keine Kritik am Staat in der Gesellschaft und der Druck, schon auf die Kinder ist schlimm. Mal sehen wie lang das gutgeht. Auf der anderen Seite hat mich die fast perfekte Infrastruktur fasziniert. Die Straßen sind alle im Takt, wenig Stau. Die Züge sind Sauber und pünktlich, wenn auch voll. In der Rush Hour fahren die Züge im Minuten Takt. Die Bahnhöfe picobello sauber.Die Disziplin hat auch Vorteile. Die Höflichkeit ist sehr angenehm, wenn diese auch aufgesetzt ist. Generell ist der Servicegedanke sehr ausgeprägt. Ich habe nicht eine Verspätung erlebt, auch am Flughafen nicht. Die Hilfsbereitschaft der Leute ist auch sehr hoch, wenn mich auch die schlechten Englisch Kenntnisse überrascht haben. Es lohnt sich auf jeden Fall einmal das Land besucht zu haben, wenn mir auch bewußt ist, dass wir nur einen kleinen Teil dieses Landes gesehen haben.
