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Yosemite Nationalpark

Veröffentlicht: 30.09.2023

Eigentlich wollten wir nach Las Vegas durch das Death Valley fahren. Das normalerweise sehr trockene Tal war jedoch tatsächlich wegen Straßenschäden aufgrund von starken Regenfällen (!) gesperrt. So fuhren wir direkt weiter zum Mono Lake und überquerten gleichzeitig die Grenze nach Kalifornien. Aus diesem Salzsee ragen verschiedene Kalktuff-Formationen und es gibt kleine Krebstiere, Vögel und unheimlich viele Fliegen, die hier nisten. Die Nacht verbrachten wir in dem kleinen verschlafenen Örtchen Bridgeport und dort in einem coolen altmodischen Hotel. Abendessen gab es in dem einzigen Restaurant, das noch offen war und wir hatten einen gemütlichen Abend mit Bierchen und Karten spielen.

Am nächsten Tag fuhren wir weiter in den Yosemite Nationalpark und zwar über den Tioga Höhenpass. Dieser ist die meiste Zeit des Jahres wegen Schnee und Eis gesperrt, aber wir waren früh genug dran und konnten so die Abkürzung zwischen dem Ost- und Westende des Nationalparks nutzen. Unterwegs machten wir zwei schöne Wanderungen. Einmal zum Dog Lake, einem erfrischenden Bergsee, in dem der eisenharte Sascha baden ging. Und danach wanderten wir um den Tenaya Lake herum. Zum Abschluss fuhren wir zum Olmstedt Point, einem schönen Aussichtspunkt, von dem aus man den höchsten Berg des Nationalparks sehen kann, den „Half Dome“. Danach ging es zu unserem circa 1 Stunde vom Parkeingang entfernten Motel.

Am nächsten Morgen fuhren wir dann ins Yosemite Valley. Nach einer kleinen entspannten Wanderung im Wald ging es nachmittags stramm bergauf, um die Yosemite Falls näher zu sehen. Auf dem Rückweg kamen wir dann noch an dem berühmten Berg „El Capitan“ vorbei. Wir beobachteten einige Kletterer beim Aufstieg, die teilweise auch in einem Zelt in luftigen Höhen übernachteten. Diese steile und hohe Felswand drohnt mächtig über einem und man wird ganz ehrfürchtig bei ihrem Anblick. Hinzu kommt, dass wir alle drei den Film „Free Solo“ geschaut hatten, bei dem Alex Honnold ohne Sicherung diese Steilwand in unter 4 Stunden hochgeklettert war. Wir liefen ganz nah an den Fuß des Berges und kletterten selber wenige Meter hinauf, da wurde uns umso mehr bewusst, wie krass diese Kletterroute - selbst mit Sicherung - sein muss! Quasi im 90 Grad Winkel geht es bergauf und es gibt kaum erkennbare Griffe, um sich festzuhalten. Uns reichte die Mini-Kletteraktion völlig aus und wir liefen zurück zum Auto. Abends gab es leckere Burger im Restaurant direkt neben unserem Motel und wir spielten Karten.

Am letzten Tag machten wir wieder eine Wanderung, die ziemlich lange bergauf ging und zu einem Aussichtspunkt führte, von dem aus wir einen weiteren schönen Wasserfall beobachten konnten. Außerdem sahen wir auch hier Kletterer, die den „Half Dome“ bestiegen. Nachdem wir zurück ins Tal gelaufen waren, fuhren wir wieder zu den Lower Yosemite Falls und kraxelten über viele Felsen zu einer Badestelle. Das Wasser war so eiskalt, dass Jana und Philip nur kurz ihre Füße reinhalten konnten und selbst Sascha nach wenigen Sekunden wieder rauskam 😄. Nach einem letzten Blick auf „El Capitan“ fuhren wir noch zu dem hoch gelegenen Aussichtspunkt „Glacier Point“ und genossen den Blick auf das Tal und den „Half Dome“.


Für uns geht es jetzt weiter nach Fresno, von wo aus wir in den Sequoia Nationalpark fahren. 

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