07.03.2018 - Teller #026 Die Wilde Ziege
Der letzte Abend auf der Südinsel - morgen bin ich dann auf der Nordinsel unterwegs. Von Picton aus kommt man mit einer Fähre inc ca. 3 Stunden nach Wellington auf der...


Veröffentlicht: 19.03.2018
Wellington ist doch größer als aller bisherigen Städte in Neuseeland. Ist ja auch die Hauptstadt. Die Unterkunft war leider nicht die Beste! Ich hätte hier doch mehr Zeit mit der Suche verbringen sollen. Vor allem etwas mehr außerhalb wäre besser, den nach dem Einchecken hatte ich erst mal 1 h damit verbracht einen günstigen Parkplatz für die nächsten zwei Tage zu finden! In der Innenstadt gar nicht so einfach.
Ich hab allerdings etwas gelernt: In Wellington haben alle Parkplätze in der Innenstadt Sensoren. Wenn man ein Parkticket kauft, muss man am Automaten die Parkplatznummer eingeben und dann die entsprechende Stundenzahl buchen und bezahlen. Läuft die zeit ab und das Auto wird nicht bewegt, erhält der Parkraumbewirtschaftungs-Assistent-operational-Manager einen Hinweis und kann auch gleich vorbei schauen und ein Ticket verteilen. Er bekommt auch eine Hinweis, wenn jemand auf einem Parkplatz steht und nicht bezahlt. So hat es mir zumindest ein Einheimischer erklärt. Eigentlich eine sehr deutsche Idee ;-)
Ich war also auf der Suche nach einem Restrauant für Abendessen. TripAdvisor kann man in NZ nicht immer vertrauen. Vieles auf den ersten 10 Plätzen sind billige Restaurants, die hochgelobt wurden. Man muss halt genauer hinsehen.
Ich hab mich aber mal wieder auf meine Spürnase verlassen. Beim Schlendern durch die Seitenstraßen, mein bevorzugtes Jagdrevier, bin ich auch am „Le Samourai“ vorbei gekommen. Es liegt direkt neben dem scheinbar besten Asiatischen Resturant von Wellington.
Vom Ersten Blick her hat mir der Laden sehr gut gefallen. Er war zu der Zeit aber leer und der Hippster-Bartender stand etwas gelangweilt hinter der Theke. Also zog ich weiter meine Runden und hab mir in einem Pub erst mal ein Inspirationscraftbier gegönnt.
Ich hatte keine Lust auf asiatisch, mexikanisch, Burger, deutsch o.ä. Und hatte mich auf italienisch eingependelt. Also wieder zurück richtig. Auf dem Weg zum Pub kam ich an einem hippen Italiener vorbei.
Hier war zwischenzeitlich aber die Hölle los. War wohl nichts mit italienisch!
Komischerweise kam ich wieder am „Le Samourai“ vorbei, blieb an der Karte hängen, entdeckte Coq au vin und ging hinein.
Ein sehr kleiner Laden, Bartresen, Kühlvitrine mir dem Gerichten die es gibt und ca. 20 Plätze. Eine überschaubar aber sehr interessante Karte. Sehr französische geprägt!
Ein Laden nach meinem Geschmack!
Le Samourai (https://goo.gl/maps/p1QsfutVSjq)
Der bereits erwähnte Hippster-Bartender, war auch Kellner, Koch und vor allem perfekte und fachlich sehr versierte Gastgeber in einer Person. Eine One-Man-Show!
Ich hatte mich für den Linsen-Reissalat mit Ziegenkäse und einem Limonen-Minz-Dressing entschieden und als Haupgang dann den Coq au vin.
Alles war sehr sehr lecker. Der Mann versteht sein Handwerk. Auch die entsprechende Weinempfehlung, alles nur französische Weine, war perfekt auf das Essen abgestimmt! Bravo!
Als Dessert hatte ich mich für einen Drinkbare Variante, einen After-Dinner-Cocktail entschieden.
Hier wurde mit eine Art Martinez-Cocktail mit einem süßen lokalen Vermouth empfohlen.
Perfekt! Genau die süße, die ich nach dem Essen noch brauchte!
Fazit: Falls ich jemals ein Resturant aufmachen sollte, so soll es so oder so ähnlich wie das „Le Samourai“ sein. Klein, wenig Sitzplätze, One-Man-Show, wenige aber sehr gute Gerichte und Getränke.
Eine wirklich perfekte Einstimmung in die Nordinsel.
