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20/03/2018 - Spätsommertag am Lake Tekapo

20/03/2018 - Spätsommertag am Lake Tekapo20/03/2018 - Spätsommertag am Lake Tekapo"Mount John Summit Walk"/ObservatoriumMount John SummitCarrot- and CheescakeObservatorium"Church of the Good Shepperd""Church of the Good Shepperd" bei NachtMount Cook in Wolken verhüllt/Lake Pukaki

Am Tag der Abreise war der höchste Berg Neuseelands in Wolken verhüllt. Daher zögerten wir nicht lange und ließen den „Mount Cook National Park“ hinter uns. Auf der Weiterfahrt passierte nicht sonderlich viel, weshalb wir schon gegen Mittag an unserem neuen Domizil, dem „Lake Tekapo“, ankamen. Wir staunten nicht schlecht, als wir die Farbe des Sees sahen. „Lake Pukaki“ hatte uns mit seinem Türkis bereits beeindruckt, doch Lake Tekapo schien dies noch einmal toppen zu wollen. 
Unser erster Stopp in „Tekapo“ war eine überlaufene Kirche. „Church of the Good Shepperd“ ist ein schnuckeliges Steingebäude in bester Seelage. Die Aussicht aus der Kirche ist wunderschön. Denn hinter dem Altar befindet sich ein großes Panoramafenster, wodurch man den türkisblauen See und die dahinterliegenden Berge erkennen kann. Aufgrund dessen ist die Kirche (leider) ein klassischer Touristen-Hotspot. Am Tag der Besichtigung mussten wir den Kampf, um die besten Bilder am eigenen Leib miterleben. Es ist strengstens untersagt, innerhalb des Gebäudes Bilder zu schießen. Daher kam es dazu, dass sich einige Touristen vor dem Eingang der Kirche beinahe stapelten, um das schönste und beste Bild zu ergattern. Dabei scheute sich einer von ihnen nicht davor, uns (verbal) aus dem Weg zu scheuchen und wegzudrängen. Unglaublich. 
Nach dem wilden Durcheinander checkten wir auf dem neuen Campingplatz ein und genossen aus dem Bett die Aussicht auf den See.

Der nächste Tag begann mit einer Warteschlange vor den Duschen und einem Frühstück im Freien. Die Sonne schien kräftig - es war der Beginn von einem herrlichen Spätsommertag.
In dem 400-Seelen-Dörfchen Lake Tekapo planten wir für heute eine ganz „besondere“ Wanderung. Am Rande des Sees verläuft ein Wanderweg, der auf die Spitze von „Mount John“ führt. Wir folgten der Route und nach einer halber Stunde begann es steil bergauf zu gehen. Glücklicherweise nahmen die Schmerzen in meinem Zeh langsam ab. Dennoch hatten wir ordentlich zu kämpfen, da die Sonne uns kräftig auf den Kopf schien.
Nach der Hälfte des Weges entdeckten wir das Ziel. Auf Mt John befindet sich nämlich ein Observatorium. Der Sternenhimmel in dieser Region zählt zu den reinsten von ganz Neuseeland. Kein Wunder - weder Großstädte noch andere „Lichtverschmutzer“ befinden sich in der Nähe.
Nach ziemlich genau 90 Minuten war es geschafft. Wir nahmen auf einer der vielen Bänke, die sich auf dem Gipfel befinden, Platz und genossen den Ausblick. Von hier oben leuchtete der See noch intensiver.
Als Belohnung, dass wir den Berg zu Fuß bestiegen sind, gab es etwas ganz besonders. ;) Neben dem Observatorium befindet sich ein nettes Café mit einigen Leckereien. Also gönnten wir uns jeweils ein Stück Kuchen, die es während unserer Reise nicht oft gibt. Wir entschieden uns für ein Stück Carrot- und Cheesecake und bestellten zusätzlich eine kühle Cranberry-Schorle. Yummyy! Der Kuchen war köstlich und machte uns mehr als glücklich!
Nach dem etwas anderen Mittagssnack folgte der Abstieg. Dieser führte nicht am See entlang, sondern erfolgte durch den nahgelegenen Wald. Die Strecke war noch steiler, weshalb wir schon nach 45 Minuten zurück am Seeufer waren. Hier hatten sich mittlerweile einige Leute versammelt. Ein paar wenige schwammen im Wasser, andere lagen auf Handtüchern und sonnten sich und wieder andere saßen in ihren Campingstühlen am Strand und genossen das Wetter. Zu den letzteren zählten auch wir. :) Wir packten nach der Wanderung unsere Campingstühle ein, Tobi zog sich seine Badehose an und so gesellten wir uns zu den anderen an den See. Einfach wundervoll.
Und was macht eine entspannte (Spät-)Sommeratmosphäre perfekt? Etwas Gitarrenmusik. Eine weitere Backpackerin packte ihre Gitarre aus und begann zu spielen … Wow! Grandios.
Während ich ihrer Musik folgte, verzog es Tobi ins Wasser. Wir genossen die wundervollen, warmen Sonnenstrahlen und relaxten eine ganze Weile in unseren Campingstühlen.
Da der Himmel weitestgehend wolkenfrei war, entschieden wir uns dazu, in der Nacht die Sterne zu fotografieren. Wir fuhren gegen 22:00 Uhr erneut zu der Kapelle am Seeufer und waren über den großen Andrang verblüfft. Um die 30 Sternenjäger waren gekommen und versuchten, die Kirche in Szene zu setzen. Dies erwies sich als relativ schwierig, da die Autoscheinwerfer der Neuankömmlinge immer wieder die Bilder zerstörten. Außerdem kletterten ein paar Rücksichtslose über den Zaun und stellten sich dadurch in die Fotos derjenigen, die sich an Recht und Ordnung hielten und hinter dem abgesperrten Bereich blieben. So schön der Sternenhimmel auch war, waren wir von der gesamten Situation ziemlich genervt und packten daraufhin zusammen.

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Kommentare

Christiane
Klar, tolle Landschaften, tolle Seen, atemberaubende Ausblicke.....aber diese Sternenhimmel sind einfach der Hammer. Ich weiß nicht, warum mich das so faszniert. Vielleicht weil das der Beweis scheint, dass da draußen ein riesiges unerforschtes Universum ist...
Wolfgang
Gitarrenmusik...romantisch...ein Traum!

Dinge, die du vor Ort erleben kannst: