Wir haben uns ein ganzes Stück weiterbewegt! Inzwischen sind wir in Christchurch. Wir zeigen euch aber erstmal die Landschaft von Nord bis Nordwest. Nach der tollen Nordküste bewegen wir uns ein bisschen ins Landesinnere hinein:
(Nordküste aus der Ferne)
Ein paar Kilometer südlich des Abel Tasman Nationalparks (ganz in Norden) finden sich etliche kleine und große Steinbrocken in der Landschaft:
Unter diesen steinigen Feldern verbergen sich Höhlen. Wir haben an der Führung durch die Ngarua Höhle teilgenommen:
Die Wurzeln einer mutigen Pflanze kommen oben durch die Decke.
Interessant an der Ngarua Höhle sind u. A. die Funde uralter Vogelknochen, darunter vom Kiwi und auch dem ausgestorbenen riesigen Moa:
Die Vögel sind vermutlich durch offene Stellen im Boden durch die Höhlendecke gefallen und mussten dann, wenn sie den Sturz überlebt haben, in der stockdunklen Finsternis umherrennen, bis sie ohne Nahrung gestorben sind...
Hier ist so ein Loch, das von oben in die Höhle führt:
Wir durften mittels Leiter die Höhle verlassen. Nochmal Glück gehabt... Selbst die riesigen Moas wurden übrigens ihrer Zeit von riesengroßen Adlern gefasst, die eine Spannweite von 3 Metern hatten und vermutlich "Moas von 180 Kg erlegen konnten". Da es diese Adler noch gab als schon Menschen Neuseeland besiedelt hatten, liegt der Verdacht nahe, dass sie auch ab und zu Menschen anfielen. Nach dieser (schön kühlen) Höhlenbesichtigung ging es, um diese Gegend ganz auszukosten, zunächst noch ein Stückchen weiter in den Norden, nämlich nach: +++++++++++++ Takaka ++++++++++ Takaka ist, wie diese Fotos demonstrieren, eine richtige kleine Hippie Stadt. Hier gibt es Schmuck- und Klammottenläden für Alternativ-Begeisterte, echtes uriges Brot vom deutschen Bäcker und jede Menge bunte, liebevolle Reklameschilder: Diese Läden haben Anette sehr erfreut, ganz zum Leidwesen vom armen Hannes. Hannes auf der Suche nach einem Laden, der Sachen verkauft, die ihm gefallen würden - leider nichts gefunden. Der Markt ist hier recht stark auf Frauen zugeschnitten. Wir finden ja, dass wir auch gut als Hippies durchgehen würden :D In Takaka gab es aber nicht nur Brot und Schmuck und Hüte, sondern auch die größte Frischwasserquelle der südlichen Hemisphere zu bewundern! So schön blauuuuu... ....uuuuu... ...uuuuuu... *lufthol* Blau und klar und kalt. Berühren darf man das Wasser dieser Quelle übrigens aus zwei Gründen nicht. Erstens: Maori (heilig und so), zweitens: Angst vor Einschleppung von Algen o. ä., die sich in der Quelle ausbreiten könnten. Wäre ja auch wirklich schade. So schönes Wasser! Nach einem kleinen Abstecher in ein Café in Collingwood, das von einem Künstler geführt wird... ...ging es dann Richtung Süden/Landesinneres weiter. Das nächste wirklich sehenswerte für die nächsten 3 Autostunden war der Lake Rotoiti bei Saint Arnaud, der schon ziemlich anders anmutete als die Landschaft, die wir bisher von der Südinsel kennen gelernt haben: Die Vielfalt Neuseelands lässt grüßen! :) Genächtigt haben wir in der Nähe, bei den Maruia Falls: Ohne Internet muss man sich anders beschäftigen, als wie die Besessenen anderer Leute Blogs zu lesen! Gegenseitiges Vorlesen gehört zu unserem neuen Unterhaltungsmedium :) Weiter ging es am nächsten Tag, in Richtung Westküste. Hier noch ein paar Eindrücke des Landesinneren, die uns auf diesem Weg begleitet haben: Superblaue Flüsse (wegen der Wolken ist das Blau leider nicht so gut zu sehen). Man kann sie mit Kajaks auch sehr schön auf dem Wasser bewandern - die Mietpreise sind aber ganz schön saftig, also haben wir erstmal lieber zugeschaut :-). Und nach 2 oder 3 Stunden waren wir schon an der Westküste angekommen: +++++++++ Westküste: Pfannkuchen & Röbbchen ++++++++ Hier, am Cape Foulwind (=Kapp der miefigen Luft), gab es laut Reiseführer eine Seelöwen-Kolonie. Wie sich herausstellte, war diese sogar durch Straßenschilder ausfindig zu machen, also sind die wohl ziemlich sesshaft hier. So sehen die süßen Dinger von nahem aus, aber das ist nur ein Bild von einem Informationsschild: In der Realität wandert man zu einer Plattform, von der aus man in gebührendem Abstand (mehrere hundert Meter) von oben gucken darf. Ganz schön rau, wo die Seelöwen sich niedergelassen haben. Hier bricht sich eine große Welle nach der anderen an den Felsen. Auf den Felsen im Vordergrund liegen sie alle. Sieht man nicht besonders gut, nicht? Wir zoomen mal für euch ran: (Das ist noch ein ganz kleines Baby!!) Echt beeindruckend, wie sie sich in diesen lebensfeindlichen Wellen zurechtfinden. Wenig weiter die Küste runter kamen wir an den sehr populären "Pancake Rocks" vorbei: Das Gestein an der schroffen Küste hier ist durchzogen von bizarren Formationen... Und wieso man diese Formationen Pancake rocks (Pfannkuchenfelsen) nennt, ist recht offensichtlich! Man weiß nicht richtig, wie diese Ringel zustande gekommen sind. Eine Vermutung ist, dass sich im Laufe der Zeit durch Ablagerungen am Meeresgrund dichtere Gesteinszonen gebildet haben, die weniger durch das Wasser angegriffen wurden und so die "Ausstülpungen" bilden, die eben wie Pfannkuchen aussehen. Die Lücken zwischen den Pfannkuchen sind dann entsprechend aus einem Matetial, welches angreifbarer für Wasser ist und daher schneller ausgespült wird. An diesem Tag hat sogar der Himmel Pancakes für uns gemacht :) ...bei so viel Pfannkucheninspiration musste sich hier natürlich auch ein Café etablieren, das unter anderem Pfannkuchen verkauft... den Billigsten für satte 18,50 Dollar! ++++++++++++ Ans Herz gewachsen: Lake Brunner +++++++++++ An diesem See haben wir die nächste Nacht verbracht. Und die nächste. Und die nächste! Wir fanden den See sehr, sehr schön - er war ganz anders als die anderen Gewässer, die wir in letzter Zeit gesehen hatten: Dunkel und mystisch. Der Campingplatz war auch sehr ruhig und abgelegen von jedem Verkehr und jeder Stadt. Einfach herrlich, um drei Regentage in völliger Ruhe zu verbringen. Anettes Freude über den See ist unübersehbar :D Die Natur ist hier - mal wieder - einzigartig. Wie ihr auf den Bildern seht, beherrschen interessant gewachsene Bäume das Bild, dazu blüht momentan das Gras an jeder Stelle, und Objekte, die länger als einen Moment lang unbewegt herumstehen oder -liegen, werden sofort von dickem Moos überwuchert.. Anette hat sich sogar ins Wasser getraut! Und zum Abschluss noch mal ein putziger Weka - so einer war uns ja schon auf der Wanderung durch den Abel Tasman Nationalpark begegnet. Inzwischen haben wir bemerkt, dass die hier ganz schön häufig anzutreffen sind. Und sie sind immer wieder süß :) Das muss erstmal reichen! :)Demnächst gibt es weitere Bilder von den ersten Ausläufern der schönen Südalpen.Bis dahin!!! Lasst es euch gut gehen!! HanNZette
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Antworten (1)
Hans-Wolfgang
Einfach toll! So langsam verstehe ich den Hype zu NZ; der auch im TV mit vielen Dokumentationen angezeigt war.