hanNZette
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Zuletzt in Neuseeland

See you Later, Alligator!

Veröffentlicht: 26.03.2017

Kaum zu glauben, wie schnell das Ende nun kam. 

Ende!?

Ja! Wir hatten euch ja schon vor einigen Wochen vorgewarnt: Da wir nicht den verregneten Winter hier verbringen wollen, nur um "doofe Backpackerjobs" machen zu müssen (unser Geld ist fast alle), fanden wir es sinnvoller, schon nach einem halben Jahr zurück in die Heimat zu fliegen, dort "richtige" Jobs zu finden und gleich den deutschen Sommer mit abzugreifen. Anette hat schon ab 18. April einen (temporären... mal sehen, was draus wird) Job in Berlin. Spätestens Mitte April mussten wir also in jedem Fall zurück in sein.

Was uns bisher von der Buchung des Heimflugs trennte, war der Autoverkauf. Jetzt ist Nebensaison, jeder will sein Auto loswerden und kaum einer will kaufen. Da unser Van schon etwas betagt ist (über 402.000 km inzwischen - davon sind wir ca. 10.000 gefahren), hatten wir Sorge, überhaupt noch rechtzeitig für einen guten Preis verkaufen zu können. 

Die letzten Tage waren spannend... wir haben versucht, in Christchurch interessierte Verkäufer zu gewinnen und mussten noch ein paar Reparaturen am Van vornehmen. Aber wir haben es geschafft ! :)

Gestern haben wir unseren Van in gute (britische) Hände gegeben, und der Heimflug geht schon in 2 Tagen!!!


Deshalb wird dies der letzte Eintrag im Neuseeland-Blog. Aber bevor wir fliegen, kriegt ihr noch eine Zusammenfassung der letzten zwei Wochen mit auf den Weg.


+++++++  Zurück zum Norden: Dem Besuch entgegen  ++++++


Wir wurden besucht :) Hannes' Papa und dessen Kumpel Tom sind insgesamt drei Wochen durch Neuseeland getourt. Die beiden starteten ihre Tour in Auckland und kamen genau wie wir mit der Fähre in Picton an. Von hier aus wollen wir die Südinsel nochmal mit ihnen gemeinsam abfahren.


Auf unseren Weg in den Norden, wo wir Oli und Tom abholen würden, wollten wir noch etwas anschauen, das wir noch nicht kannten. Also fuhren wir von Queenstown bis nach Christchurch (die Strecke kannten wir ja schon), und nördlich von Christchurch nach Kaikoura. Nördlicher als Kaikoura kommt man an der Ostküste derzeit nicht:



Die Bauarbeiten nach dem Erdbeben im November 2016 haben den Nordosten der Südinsel fast wieder komplett zugänglich gemacht - nur das nordöstlichste Stück Straße ab Kaikoura ist noch gesperrt. Da ist wohl ein ganzer Berg auf den Highway gesackt, und das wird noch ewig dauern, das alles abzutragen.

Kaikoura war zwar bewölkt, aber trotzdem hübsch:







Die Gegend ist für ihren Delfin- Wal und Robben-Reichtum bekannt. Auf diesen flachen Felsen tummeln sich einige der pelzigen Wasser-Hündchen:





Die lassen sich von den aufdringlichen Touristen nicht stören, solange man einen gewissen Sicherheitsabstand bewahrt...





Die Robben sind mit ihrem grauen Fell, schwarzen Bart, der unauffälligen Brille und den blauen Turnschuhen erstaunlich gut getarnt...




Wie gesagt, nördlicher als Kaikoura kommen wir hier nicht. Überall Baustelle. 



Um unseren Besuch im Norden abzufangen, mussten wir also wieder ein Stück Richtung Süden, dann über die Alpen.. und dann waren wir endlich da:


++++++++  "Hoher" Besuch  ++++++




Oli und Tom waren mit einem riesen Campingmobil unterwegs, versteht sich :D

Gemeinsam haben wir in den nächsten 10 Tagen diese Strecke gemacht:


Es ging im Norden los, also von Nelson über Queenstown bis Christchurch. 






Das meiste dieser Strecke haben wir ja bereits in den letzten Monaten gesehen. 

Aber es gab noch ein paar Dinge zu erwähnen, die auch für uns neu waren:


++++  Campingplatz direkt an der Kneipe ++++



Eine Nacht haben wir im "Historic Empire Hotel", oder vielmehr davor verbracht. Der Besitzer dieser urtümlichen Kneipe lockt Touristen an, indem diese für wenig Geld auf dessen Rasen stehen dürfen. Der Abend in der Kneipe mit eingefleischten Kiwis und Billardtisch war definitiv etwas Besonderes :)









+++++ Franz Joseph Gletscher ++++


Hier sind auch wir in neuen Gefilden. Die Südalpen um den höchsten Berg Neuseelands herum (Mount Cook) haben wir vor ein paar Monaten genau von der anderen Seite besucht. Wie sich herausstellt, sollen wir hier nochmal eine VÖLLIG andere Perspektive auf die Südalpen bekommen! :) 



Mit diesem Flugzeug ging es über den Franz-Joseph-Gletscher bis auf Augenhöhe mit Mount Cook hinauf. Hammer Wetter, hammer Landschaft, hammer Erlebnis!!




Die Zunge vom Gletscher geht jedes Jahr ein Stück weiter zurück...

Aber oben drauf ist er GEWALTIG. Die Bilder lassen alles kleiner erscheinen - diese Brocken Eis sind groß wie Häuser.


Einen Gletscher von oben, und aus solcher Nähe zu erleben, war wirklich erstaunlich. Danke für diese Erfahrung!!


++++  Wanaka, Queenstown, Tekapo  ++++


Die Weiterreise führte uns durch Wanaka...




...und natürlich wieder durch Queenstown.






Unter anderem wurden wir mit einem Jetboat mit bis zu 90km/h (mit 700 PS) durch einen engen und sehr flachen Fluss befördert. 




An den schönen, blauen Seen bei Tekapo sind wir auch noch einmal vorbeigekommen - diesen Anblick wird man auch nie leid.


Neben der Landschaft und dem Glück mit dem Wetter haben wir vor allem die Gesellschaft genossen, die abendlichen Kartenspiele und äußerst leckeres Essen, das wir sonst nicht alle Tage hatten! :)




++++  Last Stop: Christchurch  ++++

Irgendwie gingen die anderthalb Wochen mit Oli und Tom schnell vorbei. Schon waren wir in Christchurch, der Endstation ihrer Reise - und auch unserer, sobald wir unser Auto verkauft haben würden.


Hier wurde uns noch eine Bustour spendiert, die die Ereignisse nach den Erdbeben seit 2010 nochmal sehr verdeutlicht hat...



Toitoitoi, Christchurch, dass der Wiederaufbau schnell gelingt!

Wir bedanken uns für die vielen schönen Momente, durch die uns die letzten Wochen in Neuseeland nochmal bunter in Erinnerung bleiben werden!


Nachdem wir Tom und Oli vom Flughafen in Christchurch verabschiedet haben, hieß es auch für uns bald Abschied nehmen. Schon am nächsten Tag sollten wir Käufer für den Van finden, den Flug buchen und - plötzlich war dann schon alles vorbei.

Die letzten zwei Tage verbringen wir in einem Hostel in Flughafennähe, wo all die Anspannung von uns abfällt. Der Van ist verkauft (da hatten wir echt Glück, dass ein Pärchen genau so ein Auto haben wollte.. sonst hätten wir hier noch eine Weile fest gesessen und wahrscheinlich stark mit dem Preis runtergehen müssen), wir haben im Hotel ein RICHTIGES BETT, ein EIGENES, ECHTES BAD und einen riesengroßen Aufenthaltsraum mit Küche:





Der Flug geht morgen, in genau - Moment... - 18 Stunden, und wir freuen uns schon sehr auf unsere Freunde, Familie und die Heimat :)


++++  Abschied nehmen  ++++


Wir werden oft gefragt, ob es nicht schwer fällt, so "plötzlich" die Zelte abzubrechen und zurück in die Heimat zu fliegen.

Ja, schon. Wir werden die Freiheit vermissen, die wir durch das Leben im Auto genießen durften. Aufs Gas treten - und einfach in eine neue Welt abhauen. Ständig etwas Neues sehen und tolle Landschaften bestaunen. Das hatte schon was! Der Abschied vom selbstgebauten Autochen fällt natürich nicht leicht...



Wir werden auch die Menschen, die hier wirklich äußerst hilfsbereit, unglaublich nett und aufrichtig sind, in sehr guter Erinnerung behalten. An dieser Stelle nochmals dicken, fetten Dank an Stephen und Conny für eure geduldigen Optimismus! Ohne euch hätten wir nie die Möglichkeit gehabt, unser eigenes Auto auszubauen. Wir hoffen, euch irgendwann in Berlin in Empfang nehmen zu dürfen und euch ein Stück Gastfreundschaft zurückgeben zu können!



Die Landschaft war natürlich der wichtigste Grund dafür, überhaupt eine so lange Auszeit in Neuseeland zu planen... und wir wurden nicht enttäuscht:



Auf Wiedersehen, schönes Land - auf Wiedersehen, Baby-Van. Wir werden euch im Herzen behalten.


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