Griechenland 2023
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34. Im Süden der Mani Halbinsel

Veröffentlicht: 12.04.2023

34. Tag: Eigentlich wollen wir gleich zur Öffnungszeit an der Vlychada-Höhle bei Pirgos Dirou sein. Die größte Tropfsteinhöhle Griechenlands öffnet um 8:30 Uhr. Obwohl wir fast 45 Minuten später kommen, lässt man uns (die ersten Gäste) und weitere Ankömmlinge nicht rein. Man wäre noch dabei, den Wasserpegel zu prüfen. Erst dann könne man bestimmen, ob die Höhle heute überhaupt geöffnet wird.

Aber schon 10 Minuten später haben wir unsere Schwimmwesten um, und steigen mit 4 weiteren Personen in einen kleinen wackeligen Kahn ein. Wir werden präzise im Boot verteilt und instruiert, die Oberkörper nicht seitlich zu verlagern und auf unsere Köpfe zu achten. Wenig später wissen wir warum. Das Boot ist im Wasser so instabil, wie es aussieht, und wir passieren jede Menge enge und niedrige Stellen. Einmal rettet mich nur ein Klaps auf den Hinterkopf vor einer Kollision mit der Höhlendecke. 

Die Höhlenrundfaht dauert eine knappe halbe Stunde und man passiert dabei einige größere „Seen“ und viele kleine Verbindungskanäle. Stalagtiten hängen zu tausenden in allen Größen herunter und mächtige Säulen scheinen die Decke zu stützen. Das war sicher nicht die größte Höhle, die wir je besucht haben, aber dennoch etwas ganz besonderes.

Danach wollten wir eigentlich im Taygetos-Gebirge ein paar Höhenmeter machen. Da an den Bergspitzen aber die Wolken „kleben“, entschließen wir uns spontan ans Kap Tenaro, den südlichsten Punkt des europäischen Festlandes, zu fahren. Die Fahrt entlang der Westküste dauert sehr lange, weil wir ständig anhalten und den Blick auf die wilde Küste genießen. Auch wenn die Landschaft mit jedem Kilometer immer karger wird, bezaubert uns die rauhe Schönheit dieser Region. 

Zum Leuchtturm am Kap Tenaro führt ein kurzer Wanderweg. Auch er eröffnet uns wieder viele schöne Einblicke in die Natur der Mani. Wir sind wieder sehr angetan, obwohl hier unten mehr los war,  als wir das erwartet hätten.

Am Abend fahren wir dann an der Ostküste wieder ein Stück nordwärts, und schlagen schließlich auf dem Pier des Hafens in Kotrona unser Nachtlager auf.


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