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Von Noosa/ Queensland 🧡nach Brisbane

Veröffentlicht: 29.11.2025

Bevor ich heute von Noosa (Queensland, Australien) nach Brisbane aufgebrochen bin, möchte ich noch vom gestrigen Abend berichten – ein Erlebnis, das ich unbedingt festhalten möchte.

Der Abend in Noosa – Schaum, Klavier und eine unglaubliche Stimmung

Ich wollte mir anschauen, was in Noosa abends so los ist. Vorab hatte ich viele TikTok-Videos gesehen, die wilde Partys und beste Stimmung versprachen. Also bin ich neugierig losgezogen.

Der angebliche „Hotspot“, der große Partytempel, war allerdings überhaupt nichts für mich. Um halb zehn war dort schon alles eine einzige Schaumfläche, voller junger Leute, die komplett eingeschäumt tanzten. Die Musik war in Ordnung, aber der ganze Laden war mit Schaum bedeckt – ganz klar: nicht meine Welt.

Nebenan gab es jedoch einen kleinen Pub, in dem ein Klavierspieler angekündigt war. Also habe ich mich dorthin gesetzt und etwas gegessen. Was dann passierte, war etwas, das ich in Deutschland kaum für möglich halte. Um 21 Uhr ging es los, und die Stimmung war sensationell. Jeder konnte Musikwünsche abgeben, die dann auch gespielt wurden. Die Menschen standen dicht um das Klavier herum, jung und alt gemeinsam. Ich habe sogar zwei, drei Live-Schaltungen zur Familie gemacht, damit sie die Atmosphäre miterleben konnten. Also wenn ihr das einmal erleben wollt : Beach Road By 4 Pines - Noosa 🎉

Gespielt wurden Robbie Williams, die Beatles, Eagles – alles Hymnen, die jeder mitsingen konnte. Und der große Unterschied zu Deutschland wurde spürbar: Die Menschen hier sind unglaublich offen. Man spricht miteinander, singt miteinander, lacht miteinander. Diese Art von gemeinsamer Lebensfreude hat mich beeindruckt. Ein richtig toller Abend.

Der Rückweg war dann spannender als nötig. Ich bin im Dunkeln durch einen Naturpark gelaufen, nur mit dem Handylicht, und jeder, der Australien kennt, weiß: Das macht man eigentlich nicht. Ich hatte größten Respekt vor allen möglichen Tieren, die dort hätten auftauchen können. Aber am Ende bin ich gut angekommen, habe kalt geduscht und mich dann ins Bett gelegt.

Die Fahrt von Noosa nach Brisbane – Linksfahren, Tanken und ein anderer Eindruck

Heute ging es dann weiter Richtung Brisbane. Das Linksfahren ist immer noch ungewohnt, aber ich werde sicherer. Zu schnell fahre ich ohnehin nicht. Eine echte Herausforderung war allerdings das Tanken. Normalerweise steht im Tankdeckel, was rein muss. Nicht hier. Auch in der Bedienungsanleitung fand ich nichts. Am Ende bin ich zu einem Mazda-Händler gefahren (obwohl ich einen Mitsubishi fahre), und dort hat man mir erklärt, welchen bleifreien Sprit ich tanken sollte. Das habe ich dann gemacht – aber mir wurde dabei heiß und kalt, weil ich bloß keinen Fehler machen wollte.

Als ich nach Brisbane hineingefahren bin, habe ich schnell gemerkt: Diese Stadt ist nichts für mich. Ganz anders als Sydney, das mir sehr gut gefallen hat. Brisbane ist hektisch, international, aber ohne Charme. Auch nicht besonders ansprechend. Ich bin nach dem Einchecken noch etwas herumgelaufen und habe mir Livemusik in einem Pub angehört, aber die Atmosphäre auf den Straßen war nicht einladend. Etwas schmuddelig, leicht unangenehm, schwer zu greifen. Keine Angst, aber definitiv kein Wohlfühlgefühl. Vielleicht subjektiv, vielleicht Pech mit der Gegend – aber Brisbane hinterlässt bei mir keinen guten Eindruck.

Vorbereitungen auf Neuseeland

Am Abend habe ich mich früh ins Hotel gesetzt, weil ich morgen nach Auckland (Neuseeland) fliege. Die Einreiseformalitäten musste ich bereits heute erledigen, inklusive Ausreisepapiere – Neuseeland nimmt das sehr genau. Ich werde wahrscheinlich meinen Rückflug von Australien nach Deutschland vorzeigen müssen, da meine weiteren Inlandsflüge erst bei der kommenden dreiwöchigen Tour mit den insgesamt 16 Teilnehmern ausgestellt werden.

Das hier ist also mein letzter Bericht aus Australien – vorerst. Die große Tour führt später wieder nach Australien zurück, mit klimatischen Extremen von 8 °C bis 55 °C. Ich habe Ausrüstung eingepackt, die ich vorher noch nie benutzt habe. Hoffentlich erklärt uns der Guide später alles in Ruhe.

Ich freue mich sehr über eure Kommentare – das ist für mich eine Verbindung nach Hause und zeigt mir, dass ihr an mich denkt. Danke euch dafür.

Dieser Weihnachtsfilm „Das Leben ist schön“ trifft mich auf dieser Reise besonders tief.

Vielleicht, weil wir als Familie schon so viel miteinander erlebt haben – schöne Momente, schwere Zeiten, all das, was uns zusammengeführt und stark gemacht hat.

Während ich hier unterwegs bin, kommen mir oft einfach die Tränen. Nicht aus Traurigkeit, sondern weil mich dieses warme, vertraute Gefühl überrollt, das der Film so gut zeigt:

Familie ist das größte Geschenk.

Meine Schwester, meine Schwager, meine Nichten und Neffen – wir sind ein starkes kleines Team, das gemeinsam durch alles gegangen ist. Genau das trage ich hier mit mir, jeden Tag, egal wie weit ich weg bin.

Der Film erinnert mich daran, was ich gerade selbst spüre:

Die wahre Schönheit des Lebens sind nicht die Orte, sondern die Menschen, die man liebt und die einen im Herzen begleiten.


Antworten (2)

Hermann
Hallo lieber Ralph, der alte Nordfriese liest gerade was du hier erlebst..Ich möchte dir schreiben, dass ich dich auf ob deines Erlebens, in gewisser Weise sehr beneide.(;0) Toll...toi,toi,...pass auf Dich...

Danke lieber Hermann ; freue mich sehr über deine Nachricht 🧡

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