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Nordungarn - Eger, Szentendre und das Donauknie

Veröffentlicht: 18.09.2017

Nach unserer ersten Nacht in Ungarn, die wir in einem ganz kleinen Dorf (Gönc) nahe der slowakischen Grenze verbracht hatten und wo wir zum Sonntagmorgen 5 Uhr von nicht-enden-wollenden-Kirchenglocken wachgebimmelt wurden (Wer zum Kuckuck hatte auch die Idee, sich direkt neben die Kirche zu stellen? :) ) ging es für uns nach Eger, einer der bekanntesten Städte Ungarns. In Eger findet man eine wunderschöne Altstadt, viele Weinläden und die Befestigungsanlage der Stadt, wo sich ein wichtiges Ereignis der ungarischen Geschichte abgespielt hat. Im Jahr 1552 verteidigten hier erfolgreich 1500 Ungarn die Stadt gegen 40.000 Osmanen (Türken), die zu der Zeit schon einen Großteil des heutigen Ungarns erobert hatten. Eger steht auch heute noch für die erfolgreiche Verteidigung der Nation und dem Aufhalten der Osmanen gen Norden und Osten. 1596 kamen die Osmanen allerdings erneut nach Eger und diesmal gelang es ihnen die Burg und damit auch die Stadt zu erobern, was der Anfang von einer knapp 100jährigen Herrschaft der Türken in Ungarn darstellt. Heute findet man in Eger noch immer ein Minarett einer alten Moschee und auch in der ungarischen Sprache sind noch türkische Einflüsse vorhanden, wie uns mitgeteilt wurde.

Auf unserem weiteren Weg durch Nordungarn machten wir vor unserem längeren Aufenthalt in Budapest noch einen Stopp am Donauknie. Hier verbrachten wir einen herrlichen Nachmittag in den Winkelgassen und am Donauufer der (laut lonley planet) „too cute for words“- Freidenkerstadt Szentendre. Für jeden Budapestbesucher einen empfehlenswerten Tagesausflug wert!

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